Re: QuarkXPress für 5 €
- From: Torben Anschau <muelleimer@xxxxxxxxxxx>
- Date: Tue, 08 May 2007 17:58:48 +0200
Peter Heilingbrunner schrieb:
Torben Anschau <muelleimer@xxxxxxxxxxx> wrote:
- Transparenz ist im Text auf Zeichenebene einstellbar; nur einzelne Buchstaben eines Texte können halbtransparent sein. Geht in Indesign auch in CS3 nicht.
OK, Punkt für Quark. Ist mir ehrlich gesagt schleierhaft, warum Adobe dies in ID nicht hinkriegt.
Wahrscheinlich, weil Transparenzen in Indesign am Objekt orientiert sind, in Quark an der Farbe.
Letztlich sind die Möglichkeiten bei Transparenz in Indesign flexibler, denn hier gibt es Überblendmodi etc.
Nur mit einzelnen Buchstaben ist dann eben nix.
- Job Jackets, Composition Zones, Synchronisationsfunktionen
Hiermit können mehrere an einem Dokument an unterschiedlichen Stellen arbeiten.
Es kann beschränkt werden, was einzelne Layouter dürfen und was nicht bzw. welche Stile benutzt werden dürfen. (Einhaltung von CI-Vorgaben!)
Verschiedene Elemente können übergreifend genutzt werden.
Das klingt sehr nett, ich bin allerdings überzeugt davon, dass die meisten dieser Funktionen seltenst zum Einsatz kommen.
Das glaube ich nicht.
Beispiel: Der Layouter ist nicht das Problem, was die Einhaltung von
CI-Richtlinien angeht,
Oh doch, genau der ist das Problem!
der muss im Prinzip eh alles dürfen, um
vernünftig arbeiten zu können,
Nein, häufig nicht.
Das Problem ist die durchschnittliche
Tippse, die auch kreativ sein will und deren Rechte beschnitten werden müssten, aber die hat sowieso kein Quark auf ihrem Office-PC.
Richtig, aber darum geht es nicht.
Du findest sinnvolle Anwendungen dort, wo es um echtes CD im Sinne einer Markenführung geht, wo die Printsachen aber dezentral erstellt werden.
Klassisches Beispiel sind Automarken. Das CD wird von einer hoch bezahlten Werbeagentur entwickelt.
Autohäuser machen ihre Plakate, Druckereien die Visitenkarten, kleine Werbeagenturen und Verlage die Werbeanzeigen.
Und hier kommt es eben häufig zu Unfällen. Beim CD kommt es häufig auf kaum bemerkte Aspekte an wie etwa die korrekten Abstände des Logos zu anderen Elementen usw.
Mit diesen JobJackets kann man nun definieren, dass das alles gleich bleibt, nicht verändert werden darf, sondern etwa nur der Text, bei dem dann auch nur vordefinierte Formatstile genutzt werden können.
Andere Beispiele für die Composition Zones:
- Köpfe einer Zeitschrift werden als solche angelegt, können zentral geändert werden.
- 3 Layouter erstellen eine Zeitschrift, einer hängt an einer kniffligen Stelle, der andere ist mit seiner Seite fertig. Also nimmt der sich nun auch das Dokument des anderen zur Brust und baut an anderen Stellen des Dokuments weiter und das Gesamtprojekt bleibt nicht hängen.
- Filter können auf Bilder angewendet werden
Auch das wird in CS3 nicht gehen.
Da Quark anscheinend keinen brauchbaren *.psd-Import hinkriegt, müssen sie es eben so lösen. Beim Arbeiten mit platzierten Photoshop-Dokumenten (*.psd mit ein paar Ebenen) kann man jedenfalls viel Kaffeepausen einlegen, sofern man nicht an einem Rechner-Boliden sitzt.
?? Der Photoshop-Import in Quark ist dem von Indesign doch sogar teilweise überlegen.
Ich hab hier einen recht normalen Rechner, aber bei mir braucht der nich ewig.
Vorteil ist, dass man nicht nur einzelne Ebenen ausblenden kann, sondern sie auch anders anordnen und ihren Überblendmodus ändern.
Nur Bildkompositionen von Photoshop rafft der Quarkimport nicht.
Ich weiß noch, als ID 1.0 rauskam, sagten alle: "Nette Features, aber alles so zäh!" Quark hingegen lief auf den letzten Uralt-Rechnerkrücken flott genug. Zumindest in diesem Punkt hat Quark inzwischen kräftig nachgezogen! Das ist ein richtig lahmarschiges Monster geworden.
?? Find ich bei meiner Demo auch nich.
Aber
statt man macht ja lieber so unnütze Baustellen auf wie die "Web-Layout"-Fähigkeit. Dazu muss ich jetzt ja wohl nichts sagen (naja, ID fängt jetzt wohl auch noch damit an).
Kann auch nützlich sein, bin mal auf den neuen XHTML-Export gespannt.
Man soll damit keine Webseiten machen, sondern man soll Layoutdokumente so exportieren, dass man daraus relativ einfach vernünftige Webinhalte machen kann.
Persönliches Fazit: Da muss sich Quark schon was besseres einfallen lassen.
Was denn? Wenn man bedenkt, dass die in anderen Bereichen nun auch gleichgezogen haben (Farbmanagement, OpenType, Schlagschatten, hochauflösende Bildvorschau etc.)?
Indesign hat natürlich immer noch einige Pluspunkte, aber es wurden weniger als eben früher im Vergleich Quark 5 -> Indesign 2
.
Grüße,
Peter
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