Re: Gesucht: Freie Ersatzschrift fuer Reporter Two



Hi,

On Mon, 10 Jul 2006 10:18:46 +0200
Stefan Lagotzki <lago20@xxxxxx> wrote:

....[...]...

In diesem Fall scheint es doch so, dass Du WYSIWYG gebraucht hättest.

Einschub: In dem Fall wurde WYSIWYG verwendet. Allerdings wurde eine nicht
installierte Schrift fuer ein Logo benoetigt, diese wurde daher mit einem
Fonteditor (fontforge) als PS-Datei exportiert und im Zeichenprogramm,
eindeutig aber nicht perfektes WYSIWYG, nachbearbeitet.

Vor allem ein direktes Bearbeiten dessen was Du siehst. In dem Fall eben
mit Illustrator oder Corel. Denn dann hättest Du was sehr individuelles
herzaubern können, wahrscheinlich schon mit der Verwendung einer Arial.
Das was Du da nach Deinen Beschreibungen machen musst, ist absolut
umständlich.

Auch zwischen WYSIWYG und programmiertem Textsatz sehe ich keinen
so schlimmen Gegensatz.

Es gibt einfach Unterschiede. Es gibt eine Schnittmenge von Anwendungen
in denen beide Verfahren etwa gleich gut sind.

Um Ideen finden und auf den Weg bringen zu können, ist fast immer
irgendeine Art von WYSIWYG notwendig. Um sie aber später für viele
Anwendungsfälle nutzen zu können, ist auch eine automatisierte
Verarbeitung sinnvoll. So kann ich z.B. interaktiv eine Vorlage
entwerfen und später beliebig oft mit XML- oder Datenbankdaten "füllen".

Man kann sich auch einfach Werke Anderer ansehen. Ich habe hier drei
DIN-A4-Ordner in denen diverse frei verteilte Postkarten aus Kneipen
abgeheftete sind. Die aeltesten Karten muessten von 94 oder 94 sein.
Ich habe einige Doubletten thematisch gesammelt und in einem anderen
Ordner abgeheftet, dazu Notizen gemacht. Welche Farben und Schriften
zu welchem Thema, welche raeumliche Gruppierung ... Daraus bediene
ich mich dann auch.

Inkscape hatte ich mir mal angeguckt. Da war wenn ich richtig erinnere
noch nicht mal CMYK möglich.

Das Speichern als CMYK-EPS ist leider nicht möglich. Die Farbzuweisung
gibt es schon in CMYK. Inkscape ist ja auch eher für Grafiken im SVG-
Format bestimmt, aber es wird hoffentlich noch weiterentwickelt.

Man kann aber auch PNG exportieren, bei Farbverlaeufen muss man das sogar.
Diese wiederum koennen IIRC mit CinePaint nach CMYK umgesetzt werden.

Windoofs ist keine Unterwelt, zu Corel gibt es eigentlich in bestimmten
Bereichen keine Alternativen.

Windows ist selbstverständlich keine Unterwelt, sondern /eine/ Basis
für freie und kommerzielle Anwendungen.

Aber in den Bereichen wo es welche mit Freehand und Illustrator gibt,
ist zumindest Inkscape keine.

Inkskape ist noch keine Alternative zu CorelDraw, Illustrator
und Freehand, aber der OP braucht vielleicht auch gar nicht alle
Möglichkeiten dieser Programme.

Bei sehr vielen Grafiken die ich so auf diesen Beispielkarten sehe
muesste Inkscape oder Skencil/Sketch vollkommen ausreichen. Ich habe
hier eine Serie bei der diese Programme definitiv nicht ausreichen
und in der die Effekte unersetzlich sind. Und? Ich muesste Povray
anwerfen und kaeme u.U. auch soweit.

Es ist derzeit das leistungsfähigste Layoutprogramm, dass es auf dem
Markt gibt. Hinsichtlich Typografie, hinsichtlich Satzmöglichkeiten,
Gestaltungsmöglichkeiten, Datenhandling und -kompatibilitäten.

Dazu habe ich gleich mal eine Frage. Ist die Anbindung von XML-
Quellen in InDesign integriert oder braucht man dazu noch ein Extra-
Plugin? Ich weiß, dass man XML-Daten nutzen kann, weil ich schon
Texte zugeliefert habe. Ich weiß aber nicht, wie das verarbeitet
wurde.

Lars spricht es doch deutlich an. Das Aufwand/Nutzen-Verhältnis ist
äußerst problematisch.
Was kreative Gestaltung anbelangt funktioniert das andere besser bei
mehr direkter Kontrolle und schnellerer Arbeitsweise. In anderen
Bereichen wie bspw. wissenschaftlichem Mengensatz ist das Verhältnis
eher umgekehrt. Da ist die Tex-Schiene besser aufgestellt für
denjenigen, der sie kapiert.

Nicht nur dafür. Ich habe auch schon zwei Projekte auf der LaTeX-
Seite betreut, in denen es um automatische Erstellung von
Behördenschriftstücken ging. Und auch aus XML-Daten kann man LaTeX
machen.

Aber LaTeX ist relativ weit weg von den urspruenglichen Zielen. Es ging
um typische Akzidenzen, also Nicht-Buchsatz. Genauer genommen: genau
jene Ziele von LaTeX nicht mehr optimal ist. Ziele wo ich trotz ueber
einem Jahrzehnt Erfahrung mit LaTeX eben damit nicht so problemlos und
schnell hinkomme.

Btw: Wo gibt es Infos ueber XML nach LaTeX wandeln?

Wieso? Gebrauchtes Windows XP, entsprechender Rechner, CorelDraw.
Einfache bis professionelle DTP-Aufgaben lösbar, Preis unterscheidet
sich von Linux maximal um 200 Euro.

Nein! Er verkalkulierst die Kosten fuer die Hardware, den Stromverbrauch,
daempfende Psychopharmaka um Windoofs ertraeglich zu machen ... Glaubs mir,
ich bin Schwabe. ;-)

Schriften sind massenweise dabei.

Corel OEM-CDs gibts fuer wenige Euro auf dem Flohmarkt. Und TeX-Anpassungen
sind mit Fontinst schnell gerechnet. Obwohl ... 18 Schnitte Futura waren mit
allen Anpassungen und map-Dateien irgendwas um eine Stunde. =:-O

MfG

Uwe Borchert
.



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