Re: SAS-Controler für NetWare



On Fri, 15 May 2009 14:32:37 +0200, Massimo Rosen
<mrosenno@xxxxxxxxxxxxx> wrote:

Hallo,

Karsten Berghaus wrote:

Aus Interesse und weil nächstes Jahr komplette neue Hardware ansteht
(allerdings erstmal nicht für Netware / OES sondern für ESX mit
virtualisierten Windows 2008 Servern) würde mich mal interessieren, wo
da die konkreten Unterschiede sind.

Ok, das kann lang werden.

Ich antworte mal völlig wertungsfrei auf ein paar Punkte und schnibbel
mal nix raus aus dem reply (also sorry fürs FQ vorab).

Also, zuallerst mal (und das ist für Dich evtl. nicht so wichtig, wg.
SAN) die Raid Controller.

Stimmt, die sind wegen SAN nicht soo wichtig.
Den Einwand kann ich generell nachvollziehen. ICP / GDT und Mylex haben
mich damals (unter NW6) auch mehr überzeugt.
Aber ich hatte mit dem Perc3 und Perc4 auch nicht wirklich Stress. Ich
habe aber auch nie irgendwelche GUI-Tools benutzt sondern imner die CLI.
War AFAIK damals im Endeffekt Adaptec was da werkelte.Die Performance
hat in unseren Umgebungen immer gepasst, aber ich mir vorstellen dass es
da Umgebungen gab wo es ben nicht so war.

HP ist der einzige existierende Serverherstellter, der ganz eigene
Controller entwickelt, was abgesehen davon, dass die sowohl was
Performance und Features angeht ganz ganz vorne mitspielen, diverse
Vorteile mitbringt. Unter anderen die schon seit vielen vielen Jahren
vorhandene Kompatibilität untereinander. Man kann in *extrem* weitem
Rahmen, einfach ein Raid aus einem Server rausnehmen, und in einen
anderen einbauen, und das funktioniert *sofort*.
Da hat es zwar in letzter Zeit zwar einen Bruch gegeben, durch den
Schwenk zu 2,5" Platten.

Alle anderen Serverhersteller (ganz schlimm: Dell) labeln einfach
Standardhardware um, und zwar von oft in schneller Folge wechselnden
Herstellern, die dann zu nix und niemandem Kompatibel sind. Nicht nur
was die Fähigkeit, "fremde" Raids zu lesen, sondern auch was zum
Beispiel das Management angeht.

Apropos Management: Auch in dem Bereich ist HP absolut konkurrenzlos.
Zwar haben auch andere Hersteller Hardwaremanagementsysteme, aber auf
einem völlig anderen Niveau als HP. Kein anderes Managementsystem bzw.
deren Agent kann dem Insight Manager das Wasser reichen in:

1. "Leichtigkeit" der Installation
2. Problemlosigkeit im Betrieb, inklusive Resourcenverbrauch.
3. Support für die Unterschiedlichsten Betriebssysteme, incl. Netware.
4. Länge bzw. Dauer des Supports für ältere Hardware.

Gut, da hatte ich nie Probleme, war aber auch recht leidenschaftslos in
dem Punkt.
Der OMSA war nie mein Lieblingstool, tat aber seine Arbeit.
Die DRACs wraen für mich auch ok.
Auch in dem Bereich fehlt mir natürlich der Vergleich mit HP.

Vorallem, da ich bei DELL seit
vielen Jahren zu sehr guten Konditionen kaufe, kaum Probleme hatte und
die paar kleinen Hardwarefehler die es gab (mal ne defekte HDD oder NIC,
1 MBO getauscht) sehr schnell behoben waren.

Meine Erfahrungen mit Dell Server Hardware und dem Support dazu,
*insbesondere* mit deren (externen) Raidsystemen und Controllern decken
sich leider nicht mit Deinen. Ob das statistisch irgendwie relevant ist
wage ich zu bezweifeln. Allerdings kann ein aus den letzten 10 Jahren
einige Geschichten zu Dell erzählen, bei denen ich behaupte, dass
niemand hier irgendwas vergleichbar katastrophales zu HP oder IBM
berichten kann.

Wie gesagt: meine Supportcalls waren schnell und zuverlässig
abgehandelt.
Wir hatten aber auch ausschliesslich Gold bzw. Platinum Support. War so
weltweit im Rahmen eines Vertrages festgelegt. Aufgrund des Vertrages
waren auch alle Firmen des Konzerns "gezwungen" bei DELL zu kaufen.

Ein relvanter Preisunterschied zwischen Dell und anderen
Serverherstellern (insbesondere HP) existiert nicht. Das Dell billiger
wäre ist und war schon immer ein pures Gerücht. Wenn mal etwas da
günstiger ist, ist es auch bei genauer Betrachtung nicht vergleichbar.
Wirklich vergleichbare Server kosten auch vergleichbar viel.

Dass die Preise auf gleichem Niveau liegen ist mir klar.
Was mich persönlich z.B. bei HP nervt ist die fehlende (oder ich find
sie nicht) Möglichkeit mir Server im Internet so zu konfigurieren wie
ich sie benötige. Dann zieh ich min. meinen Rabatt ab den ich immer
bekomme und hab schonmal ne solide Grundlage für ein Budget.
Alternativ ruf ich den passenden Ansprechpartner an bei DELL und hab ne
Stunde später ein sauberes Angebot genauso wie ich es will.
Bei HP find ich immer nur fertige Kisten, wo dann irgendwas nicht so ist
wie ich es will.
Wenn ich das richtig sehe läuft das bei HP eigentlich nur über die
passenden Partner?
Wäre für die meisten sicher ok. Für mich aber eben gerade nicht, da ich
selber weiss was ich will und nicht wegen jeder kleinen Anfrage nen
Dienstleister einschalten will.

Was ist also an nem Intel Xeon Server von HP besser als bei DELL?

Siehe oben. Der Raid Controller, das Managementsystem, der Support (und
besonders die Dauer desselben), die Betriebssystemunterstützung.
Eigentlich alles, mal mehr, mal weniger. Schau mal bei HP nach, für was
für alte Server die vollen Treiber und Managementsupport für aktuelle
Betriebssysteme die da anbieten, und dann guck mal bei Dell, wie das bei
denen aussieht.

Danke für die ausführliche Antwort.
Ich kann alle Punkte nachvollziehen, auch wenn sie für mich nicht alle
ausschlaggebend bei einer Entscheidung sind.
Für den Umstieg nächstes Jahr werde ich aber auf alle Fälle auch HP in
den Vergleich mit aufnehmen.

cu

Karsten
--
The major difference between a thing that might go wrong
and a thing that cannot possibly go wrong is that
when a thing that cannot possibly go wrong goes wrong
it usually turns out to be impossible to get at and repair.
-Douglas Adams (Mostly Harmless, 1992)
.



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