Re: Lenovo T500 Problem mit XP Downgrade



T.C. <Devil505@xxxxxxxxxxxxx> wrote:

das Verhaeltnis von durch Betriebssystem und Applikationen belegtem
Plattenplatz und der Zahl und Groesse der vom User bearbeiteten
Nutzdaten ist immer wieder drollig (wenn man nicht eben routinemaessig
Videos bearbeitet)...
Mein Ziel war, immer unter 1 GB Nutzdaten zu bleiben; ist aber leider
nicht durchzuhalten... Eigentlich sollte alles auf 650 MB passen.


Hybernate dauert bei mir unter Vista erstaunlich viel laenger als
unter XP (und zeigt nicht mal einen Status-Bar) - hybrider Modus
fuehrt bei mir leider auch nur dazu, dass auch Standby
unverhaeltnismaessig lange dauert...
Na ja, um den ganzen Arbeitsspeicher auf die Platte zu schreiben,
dauert es halt 20- 30s.... Falls Standby, ist die Kiste innerhalb von
2s aus.

Das wuerde bei meinem Thinkpad Rescue & Recovery erledigen, allerdings
ist das natuerlich 3rd Party Software und somit nicht allgemein
vorauszusetzen - Als Einwand jedoch dies: so naiv dies auf Anhieb
klingen mag, aber eigentlich sollte bei einem ausgereiften
Betriebssystem eine Systemwiederherstellung gar nicht noetig sein -
der Mechanismus ist ein Zugestaendnis an grundlegende Probleme in der
Architektur des Betriebssystems...
Stimmt. Aber es gibt auch Treiber oder Applikationen, die so tief in's
System eingreifen, dass man dem OS vielleicht keine Vorwürfe mehr
machen kann, wenn da was schief läuft (z.B. irgendwelche speziellen
Netzwerkfilter bei VPN-Clients...). Meistens geht jedoch seit XP alles
glatt, aber hin und wieder ist es ganz praktisch, backtracken zu
können.

Mit dem neuesten TrueImage kann man übrigens den Try + Decide-Modus
sogar über den Reboot hinaus ausdehnen, so dass man auf diese Weise
gut etwas ausprobieren könnte (sofern man die Diziplin dazu hat,
nichts anderes in der Zwischenzeit zu ändern).

- den Bootmanager finde ich mittlerweile besser (konfigurierbar) als
bei XP (i.V.m. EasyBCD + iReboot)

Ich habe mich selbst noch nicht damit befasst, entsprechende
Kommentare im Web allerdings aeussern das genaue Gegenteil und legen
zumeist nahe, 3rd Party Software zur Konfiguration zu installieren...
Nach dem Testen von BootUS und Acronis Loader bin ich wieder davon
abgekommen. Und mein Lieblingsbootmanager Vamos läuft nicht mehr mit
1TB HDs... Evtl. wäre Bootmanager Pro noch eine Alternative, aber ich
hatte keine Lust mehr zu testen. Der native läuft jedenfalls; mit
EasyBCD kann man auch das Booten von Linux-Partitionen leicht
integrieren (allerdings nicht selbst getestet). Was mir am wichtigsten
war: ich kann über RDP über iReboot angeben, welches OS als nächstes
gestartet wird. Das ginge über Vamos oder direkt über BIOS nicht.

- Netzwerkcenter: globale Freigaberechte/Sichtbarkeiten sind gut
einstellbar

Als jemand der unter XP zumindest eine grobe Ahnung hatte, wie er mit
Netzwerk Shares etc. umzugehen hatte, finde ich diese Vista-Variante
eher laestig - grade wenn man mit einer Reihe unterschiedlicher Shares
arbeitet kommt man mit einer "3-Knopf Variante" nicht sehr weit und
muss wieder "tiefer eintauchen" - fuer simple Varianten und
unerfahrene User kann sie allerdings moeglicherweise Vorteile haben,
wiewohl ich die Benutzeroberflaeche nicht sehr gelungen finde...

Ja, stimmt, ich sehe gerade, dass das Ausschalten bestimmter Zustände
(Sichtbarkeit im Netzwerk, Freigabe von Daten) nur die Firewall
entsprechend konfiguriert. Ist tatsächlich für Laien gestaltet, so
dass sie über den "öffentlichen Ordner" selbst Freigaben einrichten
können, die sie früher nie ohne Hilfe geschafft hätten. Insofern kein
echter Vorteil.

- einheitliche Ordnerstruktur trotz verschiedenen Sprachen (z.B.
C:\User)

Gab es auch (bedingt) unter XP -> MUI...
ok, wußte ich nicht.

Die Erfahrung zeigt: je haeufiger Dialoge zum Bestaetigen aufgehen,
jeder weniger werden sie gelesen und je haeufiger einfach weggeklickt
- ganz speziell wenn der User eigentlich nicht genau weiss, was sich
hinter der Nachfrage verbirgt...
...es verliert also i.A. recht schnell den groessten Teil eines
Schutzeffektes...

Probier mal TweakUAC aus. Dann geht die UAC nur noch sehr selten auf
und (meistens) nur bei Maßnahmen, die etwas tiefer im System
eingreifen. Finde ich nicht schlecht. Den über XP vorhanden Shortcut
"als Admin ausführen..." kennt ja auch kein Laie; jetzt mit der UAC
kann er viel leichter bei Bedarf kurzzeitig Adminrechte erlangen.

- Virenscanner für lau: Windows Defender (ok, vmtl. auch nicht so gut,
aber immerhin)

Es gibt kostenlose Virenscanner im Download, die DEUTLICH besser
funktionieren als Windows Defender...
....ok, ich glaube Dir blind! (Habe seit Jahren keinen Virenscanner
auf meinen Rechnern, da kenne ich ich nicht aus. Hier läuft nur Brain
v1.0).

- Explorer: Shortcuts oberhalb der Baumansicht

Genau dieses "Feature" treibt mich die Waende hoch - die "Favorites"
waren auch bisher schon in der Baumansicht mit zwei Clicks erreichbar,

Welche Favorites (die 2 Clicks entfernt liegen) meinst Du genau? Die
Favoriten im Explorer waren ja immer nur die Favoriten des Internet
Explorers, und somit m.E. nicht nutzbar. FileBox eXtender läuft hier
zwar auch, aber ich habe das Shortcutfeature dann doch nie eingesetzt.
Spricht ja auch nichts dagegen, sinnvolle Features zu übernehmen...

BTW Mittlerweile tendiere ich jedoch als Alternative zum originalen
Explorer zu XYplorer. Nachdem ich schon xplorer2 und dOpus ausprobiert
hatte, scheint XYplorer endlich eine gescheite, schnelle, saubere
Lösung zu sein. Sehr zu empfehlen. Nicht so überlastet wie dOpus, und
sorgfältiger entwickelt als xplorer2, und schneller als Windows
Explorer. Die sog. Katalogansicht ist ganz praktisch (ähnlich
fileboxextender)

dafuer habe ich nun ein Element dass ich nicht brauche und dass
unnoetig Platz wegnimmt, aber im Gegensatz zu sinnvollen Elementen wie
der Baumansicht NICHT abschaltbar ist...
.... einfach nach oben wegschieben; dann stört es nicht mehr.

(Unter XP funktioniert auf meinen Rechnern nach
Installation von Search 4.0 allerdings kaum noch etwas die Suche
betreffendes)...
Ich hoffe, dass Search 4.0 nichts Großartiges in der derzeitigen
Vista-Suche ändert (ist ja in SP2 integriert) ; die inkrementelle
Suche empfinde ich als ganz angenehm, da man auch recht schnell auf
die normale Suche wechseln kann.

MUI (= Multi language User Interface)-faehig sollte doch eigentlich
nur Vista Ultimate sein? (bei mir laeuft Ultimate, also kann ich's
nicht von anderen Versionen bestaetigen)
Stimmt, gibt es nur bei Ultimate. Sie sparen aber überall...

- Aber auch Windows XP Pro
gab es schon in einer MUI-Variante: Grundlage war allerdings ein
englischsprachiges XP PRO, dass dann mit Hilfe der MUI-DVD (/-CDs)
aufgeruestet wurde (->
http://msdn.microsoft.com/en-us/goglobal/bb688178.aspx ) - bei mir
sind zur Zeit unter XP Pro Englisch, Deutsch und brasilianisches
Portugiesisch installiert, Letzteres fuer eine temporaeren Gast - die
MUI-Packs gibt es im Uebrigen auch fuer Office 2003, komplett mit
landesspezifischer Rechtschreib-, Grammatikpruefung und Thesaurus -
aber natuerlich laesst sich MS die MUI-Packs fuer XP Pro und Office
separat bezahlen (waehrend sie bei Vista Ultimate gratis zum Download
stehen)...
Laut dem Link gibt es die MUI-Variante aber nur für Volumenlizenzen?

- Startmenü mit indizierter Suchfunktion bzw. neuem Design

Gefaellt Dir Funktionalitaet und Bedienbarkeit des Startmenues unter
Vista besser? Neben der Optik hat sich so extrem viel gar nicht
veraendert...
Ich hatte geschrieben "evtl. für andere interessant"! Ich nutze schon
immer das klassische Startmenü...; das bedarf keiner einzigen
Verbesserung (für mich).

- Schriftzeichen-Editor
- Sidebar

Nette Gadgets, wiewohl keine relevante Erweiterung bzgl.
Produktivitaet oder Bedienbarkeit - aehnliches wenn auch nicht
identisches konnte man bei Bedarf auch unter XP haben, Anbieter gab es
genug im Web...
Ich mag sie, aber _wichtig_ sind sie beileibe nicht ;)
Ich habe die Sidebar komplett deaktiviert. Wüßte nichts, was sie mir
außer der Uhrzeit anzeigen sollte, und die ist, wo sie immer ist.


Wie gesagt: man findet im Web, in Foren und im Usenet hinreichend
Debatten um den Vergleich von XP und Vista, mein (subjektiver)
Eindruck ist dabei der, dass die Zustimmung zu Vista umgekehrt
proportional zu dem Grad ist, mit dem der Benutzer seinen Rechner
produktiv nutzt (i.e. seine Broetchen damit verdient)...

Ich bin nutze den Rechner produktiv. Mal sehen, ob mir noch etwas
richtig Schlechtes begegnet und ich dann gezwungen bin, auf XP
backzutracken. Da aber auch ein XP nie perfekt läuft (selbst, wenn es,
wie auf meinem X41 noch so vorsichtig und liebevoll konfiguriert ist,
gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass es unter Vista eigentlich nur
besser werden kann, und - wie gesagt - ich denke, dass das meiste, was
geändert wurde, nicht sichtbar ist. Anders ist der große Zeitraum
zwischen XP und Vista nicht zu erklären.

Ein Beispiel für die Instabilität von XP:

Ich setze in einer Firma auf XP ein Backupprogramm auf Hardlink-Basis
ein. Der Rechner macht eigentlich nichts anderes, als ein
30GB-Netzlaufwerk ca. 3 mal am Tag komplett zu sichern. Aufgrund der
Methode gibt es auf ca. 200 GB jetzt ca. 25 "Kopien" dieser 30 GB
Das ganze ist ein zusätzliches "Nice-to-have" Backup.

c'ts rsync backup? ( http://www.heise.de/ct/ftp/06/09/126/ )
Du sagst es...

XP hält diese Methode genau ca. 3 Monate aus. Danach ist Ende. Kein
Zugriff mehr auf irgendwelche Netzlaufwerke mehr möglich. Zumindet
konnte ich mich noch via RDP einloggen. Offensichtlich ein
Explorer-Bug. Neubooten ist angesagt.

Ohne Vergleichsmaschinen koennte das ein Problem der spezifischen
Installation eines der beteiligten Rechner sein (muss aber nicht) -
fuer statistische Aussagen ist ein einzelnes Beispiel wenig
aussagekraeftig -
Klar. Aber dieser Rechner ist mit Liebe konfiguriert worden...

F ich muss meinen WLAN Router auch alle paar Wochen
per Netzstecker "rebooten", weil er via Wireless kein Login mehr
zulaesst - ich warte eigentlich darauf, dass ich irgendwann mal meine
elektrische Zahnbuerste "resetten" muss...

Ich hatte auch schon meinen Loewe-Fernseher zum Absturz gebracht.
Schätzungsweise wird in der Zukunft praktisch jedes Gerät absturzfähig
sein!

BTW Eine weitere sehr nützliche Sicherungsmethode scheint rsnapshot zu
sein.

Scheint dem von mir verwendet oben erwaehnten c't rsync backup
verwandt - wenn es aehnlich funktioniert hat es vermutlich die
gleichen Probleme: da bei mir eine hohe Zahl kleiner Dateien angefasst
werden (80'000+), verbringt das Backup geschaetzte 90% der Zeit mit
Suchen im Dateisystem, 9% mit Anlegen von Hardlinks und 1% mit
kopieren - der schon oben angesprochene Nachteil von Backups auf
Dateiebene bei dererlei Szenarien...
Probier mal aus. Da es im Gegensatz zu ctsync weiterentwickelt wird,
dürfte es ausgereifter sein.
http://rsnapshot.org/
Ist im cygwin Paketmanager integriert; die Konfiguration dauert etwa
15 min
(Ganz gute Anleitung zur Konfiguration:
http://blog.256bit.org/index.php?url=archives/312-Verschluesselte-Bac%20%20kups-auf-Windows-Maschinen-mittels-TrueCrypt-und-rsnapshot.html
)


Thorsten
.



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