Re: Apple Notebook



* Chris:

Was hast Du eigentlich gegen Apple?

Prinzipiell nix. Ich habe aber was gegen Apples schwankende Hardware-Qualität. Kein anderer Hersteller würde z.B. einen Rechner mit einem Betriebssystem ausliefern, mit dem er aufgrund eines Konstruktionsfehlers garnicht stabil funktionieren kann.

Was stoert Dich daran dass es Leute gibt
die gerne mit Unix Befehlen arbeiten und sich freuen, von Apple eben beides zu
bekommen? Stoert Dich, dass Dein heiss und innig geliebtes Winzigweich-Produkt
das nicht kann?

Ach, kommt jetzt mangels Argumenten wieder die typische Neid-Schiene?

FYI: mich stören weder UNIX-Befehle (neben Mac OS X benutze ich selbst z.B. u.A. auch HP-UX, UNIX ist für mich also kein Fremder) noch Leute, die mit ihrem Mac zufrieden sind (ich bin es im Prinzip mit meinem Mac jetzt auch). Mich stört auch nicht, dass Windows mit Ausnahme von Windows Server 2003 R2 keine UNIX-Befehle kann, genauer gesagt geht mir das ziemlich am Allerwertesten vorbei, einfach weil der Bedarf nicht vorhanden ist (vor Allem mit Power Shell).

Was mich dagegen stört sind Leute, die ausser ihrem Linux und Mac OS X nix kennen, aber in schöner Regelmässigkeit das, was sie zum Thema Windows durch Hörensagen irgendwo aufgeschnappt haben, unreflektiert nachquatschen. Du hast auch nach eigener Aussage keine Ahnung von Windows, trotzdem erzählst Du fleissig eine Menge Quatsch. Typisch für OS-Fanatiker, die ein Betriebssystem nur als Selbstzweck und als Religionsersatz sehen, ist die auch von Dir demonstrierte gefühlte Überlegenheit ob des Begriffs "UNIX", auch wenn diese Überlegenheit nur in den Köpfen der Ignoranten existiert, die von "UNIX" lediglich wissen, dass es ganz dolle professionell sein soll. Dir fehlt schlichtweg das entsprechende Wissen nicht nur über den Aufbau von Windows, sondern auch über UNIX bzw. dessen Ursprung, Derivate und systemimmanente Eigenschaften. Kindergartentaugliche Formulierungen wie "Winzigweich-Produkt" runden den Eindruck völliger Ahnungslosigkeit, den Du hier verbreitest, letztendlich nur ab.

Oder stoert Dich generell, wenn der Anwender ohne grosse Umwege systemnah
arbeiten kann? Gehoert sowas nicht? Muss versteckt werden hinter Fenstern
(Windows)?

Nunja, da Du von Windows wie wir bereits wissen keinen blassen Schimmer hast kannst Du auch nicht wissen, dass "systemnahes Arbeiten" auch unter Windows und einer Vielzahl anderer Betriebssysteme möglich ist.

Fragen kann man sich viel. Fakt ist dass MS wenig bis keinen Einfluss
darauf hat, was Anwendungsentwickler für Schindluder treiben und auch
gerne mal sämtliche Style Guides von Microsoft ignorieren. Auf Deine
Theorie, warum das OS daran Schuld sein soll (wenn auch nur "ein
bissl"), bin ich jedenfalls sehr gespannt.

Weil das OS so scheisse zu programmieren ist dass es offensichtlich alle falsch
machen. Deswegen?

Und wieder falsch. Aber klar, diese "Erklärung" passt besser zu Deinem ideologisch eingeschränkten Horizont und verhindert, dass Du Dich mit den wahren Gründen objektiv auseinandersetzen musst. Nun gut, auch das ist ein Weg...

Weil das Rechtemanagement theoretisch viele Funktionen hat,
die aber praktisch der letzte Dreck sind und von niemanden benutzt werden?

Und wieder daneben. Das Rechtemanagement, was Deiner inkompetenten Meinung "praktisch der letzte Dreck" ist und "von niemandem benutzt" wird, findet durchaus seine Anwendung. Würdest Du nicht nur ideologisch schwafeln würde ich Dir empfehlen, Dich z.B. mal über ADS, GPO und dergleichen zu informieren, welche in Bezug auf Rechtemanagement Möglichkeiten eröffnen, von denen die meisten UNIX-Derivate nur träumen können. Derartige Strukturen finden sich übrigens in den meisten grösseren und ganz grossen Unternehmen.

Das vielerorts die Rechner Nachts automatisch neu installiert werden,

Aha, "vielerorts". Mal abgesehen davon, dass jemand mit einem derart dürftigen Kenntnisstand wie Du wohl kaum wissen kann, was "vielerorts" nachts gemacht wird und das mit Sicherheit wieder nur eine weitere Episode aus dem Hörensagenland darstellt: die Notwendigkeit einer nächtlichen Neuinstallation wäre nichts Anderes als ein Beleg inkompetenter Systemadministration, denn eine generelle Notwendigkeit für eine regelmässige Neuinstallation gibt es schlichtweg nicht. Von Ignoranten wird eine Neuinstallation natürlich gerne genutzt, in der Hoffnung, damit Fehler zu "beseitigen" und um über die eigenen mangelhaften Fähigkeiten, die zu dürftig sind um vernünftige Fehlersuche und -behebung durchzuführen, hinwegzutäuschen zu können. Solche Leute lässt man aber auch nicht als Systemadministratoren arbeiten oder auch nur halbwegs wichtige Rechner anfassen.

> anstatt den tollen Windows-Schutzfunktionen zu vertrauen??

Du meinst die Schutzfunktionen, die Du mangels Wissen weder benennen kannst noch überhaupt kennst?

Oder warum gibt es unter Linux oder OSX diese Probleme, wenn ueberhaupt, nur
aeusserst selten?

Das ist Quatsch. Linux leidet unter ähnlichen Problemen, oftmals aufgrund der stellenweise noch dürftigen Treiberunterstützung sogar noch mehr als Windows. Dass Mac OS X kaum darunter leidet, liegt schlichtweg daran, dass es nur auf ausgesuchter Hardware läuft während Windows und Linux auch auf jeden Dreck an Hardware installiert werden, der denkbar ist. You get what you pay for.

Ich schreibe von Windows. Und das _WAR_ zu Zeiten von '98FE mein Ausloeser, zu
Linux zu wechseln.

Ok, das erklärt natürlich Einiges. Das wenige, was Du von Windows weisst, stammt auch noch von den DOS-basierten Versionen, die mit der WindowsNT-basierten Reihe (zu der auch Windows2000, Windowsxp und Vista gehören) allenfalls optische Gemeinsamkeiten haben. Technisch liegen zwischen diesen Versionen nicht nur Welten, sondern Galaxien.

Gerade das wäre aber für einen vernünftig denkenden Menschen ein Anlass, sich *vor* dem Zurschaustellen der eigenen Ahnungslosigkeit wenigstens über die Grundzüge zu informieren.

Haette es damals schon OSX gegeben, M$ haette wohl heute kaum so einen
grossen Marktanteil.

Damals gab es schon Macs, und damals gab es auch schon Mac OS, auch wenn das technisch kaum besser als Windows98 war (zumindest war es optisch attraktiver).

Wenn Vista irgendwann funktioniert schaue ich es mir vielleicht mal an.
Tja, stell Dir vor, Vista funktioniert. Zumindest tut es das hier seit
November 2006.

Mh. Man hoert da aber auch anderes.

Ja, man hört soviel. Es gibt z.B. auch Leute, die versuchen, Rechtschreibfehler durch Google zu rechtfertigen.

Hörensagen ist ein schlechter Ratgeber, das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Nicht selten verläuft die Realität diametral zu dem, was im Netz so behauptet wird. Und dummerweise werden bei den div. Horrorgeschichten oftmals nicht alle Fakten offenbart, sondern nur die, die den Betroffenen selbst nicht in schlechtem Licht erscheinen lassen.

Oder warum bestellen vor allem Firmenkunden immernoch OSX?

Weil Du in einem von Steve beherrschten Paralleluniversum lebst? In dieser Realität bestellen Firmenkunden jedenfalls zu weit über 90% schlichtweg PCs mit Windows oder allenfalls Linux. Und das nicht nur deswegen, weil Apple schlichtweg keinen professionellen Support anbietet, sondern weil die Masse der wichtigen Anwendungen eben nicht unter Mac OS X läuft, sondern unter Windows oder allenfalls noch Linux.

Angesichts des geringen Marktanteils von Apple muss man wirklich eine tiefrosa gefärbte Brille aufsetzen, um sich sowas zusammenzuträumen.

Auch bei meinem vorherigen Arbeitgeber liefen die ca. 3000 Arbeitsstationen
noch unter XP. Und OSX.
Bei meinem jetzigen: 90% OSX :-)

Schön. Bei meinem letzten Arbeitgeber (weltweit Mitarbeiter in sechsstelliger Zahl) lag der Mac OS X Anteil nichtmal im Promillebereich (zwei Macs im ganzen Unternehmen).

Irgendwas muss mir dann wohl fehlen, denn Treiberärger habe ich keinen.
Andererseits setze ich auch keine Schrotthardware ein. You get what you
pay for.

OK. Dann wird aber der Preisunterschied zum Mac wieder aeusserst eng.
Kannste Dir also auch nen Mac ziehen:-)

Nein, schlichtweg weil Apple in dieser Leistungsklasse, die hier schon seit fast einem 3/4 Jahr neben meinem Schreibtisch steht, garnix anbieten konnte. Erst der neue Mac Pro kann jetzt zumindest halbwegs mithalten, da ich aber mehr Leistung brauche als Apple liefern kann und andere Hersteller diese Leistung bieten wird es wieder kein Mac. Wer will schon beim Kauf eines einem neuen Rechner auf dem Stand des alten festgenagelt bleiben, vor Allem in der Preisklasse eines gut ausgestatteten Kompaktwagens?

Naja. Ich bin keine Ergonom, empfinde aber alleine schon den Starknopf zum Beenden als Klassiker, der die Unlogik dokumentiert.

Ja, das war unlogisch. Der "Start"-Button ist aber schon seit November 2006 (mit Vista) Geschichte.

Mhh. Google hilft da viel. Z.B.
http://www.fscklog.com/2008/01/mac-marktanteil.html
Zitat:
"Die Mac-Verkaufszahlen wuchsen im Vergleich zum vierten Quartal 2006 um knappe
30%, wÀhrend der Markt insgesamt etwas unter 10% zulegte"

30% Steigerung bei 5,7% Marktanteil sind aber immer noch deutlich weniger als 10% bei 94,3%. Und das sind nur Zahlen für den US-Markt, der traditionell stärker Mac-durchsetzt ist als Europa. Man muss die Zahlen auch verstehen können.

Hier mal was zu Apple und der restlichen PC-Konkurrenz in den USA:
<http://www.heise.de/newsticker/meldung/97642/>
Man vergleiche einfach mal die Stückzahlen und den Marktanteil von Apple und Dell und HP in der Tabelle.

Und hier mal was zum weltweiten PC-Markt:
<http://www.heise.de/newsticker/meldung/101930/>
Apple taucht unter den ersten fünf garnicht auf.

...trotzdem.
Ich mag halt ein Betriebssystem, dass man auch mal ueber die Kommandozeile
steuern kann. Und da ist man bei Windows doch arg limitiert.

Wie wärs, wenn Du das mal ausführen würdest? Inwiefern ist man unter der WindowsNT/2k/XP/Vista Eingabeaufforderung (die anders als bei Win98 *keine* DOS-Eingabeaufforderung mehr ist) limitiert?

BTW: Du kennst Power Shell?
<http://de.wikipedia.org/wiki/Windows_PowerShell>

Auch wenn die
Markenrechner seit XP und einigen SPs recht ordentlich laufen, und auch der
Wurmbefall deutlich nachgelassen hat - die Designschwaechen bleiben...

Wie bei jedem OS. Linux hat Designschwächen, Mac OS X hat Designschwächen (und davon nicht zu wenige), genauso wie jedes andere OS auch. Selbst OpenVMS hat Designschwächen, und das ist immerhin das einzige Betriebssystem, was offiziell als "unhackable" gilt.

Wobei Apple doch auch einiges an die Community zurueckgibt.

Was gibt Apple denn zurück? Gerade die FreeBSD-Community war ziemlich enttäuscht, wie viel Apple nimmt und wie wenig Apple im Gegenzug gibt.

Und ich hab hier ein Treo 750 mit Winmobile 6.
Sorry fuer den Vergleich, aber mein Macbook bootet schneller als das Teil.

Naja, kein Wunder bei dem Prozessor. Ich finds grausam, was manche Hersteller in ihren Telefonen verbauen. Schnellere CPUs kosten doch fast nix mehr.

Und die Bedienung ist der Hammer an Dreck.
Versuch z.B. mal, eine Nummer in der Wiederwahlliste zu bearbeiten.
Geht nicht!

Wirklich? Das ging sogar bei meinem alten SDA Music.

Ein iPhone als Krönung der Smartphones zu sehen bedarf schon extremer
Scheuklappen. Gerade in den Bereichen, in denen Smartphones stark
vertreten sind (Business-Umfeld), ist das iPhone ein schlechter Witz.
>
Ach ja?

Ja.

Dass ein 2007 erschienenes "Smartphone" nichtmal MMS kann.

Wieviele dieser ueberteureten Bilder-SMS schickst Du denn im Monat?
Ich hab mein P1 gar nicht mal dafuer konfiguriert faellt mir gerade ein...

Ich selbst eher selten, aber meine Kollegen benutzen MMS durchaus häufig, u.A. für Dokuzwecke (Bilder mit Text).

der
Bluetooth-Support auf dem Stand von vor vier Jahren
Aeh? Bluetooth? Also Freisprechen und Sync. Ich glaube das geht damit.
Macht man sonst nochwas damit?

Z.B. mit modernen Freisprecheinrichtungen nach dem A2DP-Standard telefonieren, mittels A2DP Musik auf Audio-Geräte streamen, das Notebook als Internet-Gateway für das Notebook nutzen (ok, ist mangels UMTS beim iPhone eh sinnlos) oder Daten an andere Geräte übertragen.

All das kann das iPhone nicht.

Es gab mal das Telefonieprotokoll, wurde aber afaik von niemandem umgesetzt.
Und dann noch dieses Audio-Protokoll - aber dann muss man ja neben dem iphone
auch noch den Kopfhoerer staendig laden. Ist zumindest nix fuer den
Business-Kunden.

Fast alle unsere Firmenwagen unterstützen A2DP, genauso wie die meisten Smartphones.

Weiss nicht, ich glaube das iphone-Bluetooth reicht fuer das, was es
soll.

Es reicht für das, was Du Dir vorstellst. Es bietet aber weniger als die Konkurrenz.

zum echten Smartphone fehlt dem Ding aber vor
Allem die nahtlose Integration in Messaging-Systeme wie Outlook/Exchange oder auch moderne Standards wie UMTS.
>
Push-Email hat es

Jein. Es gibt Push-Dienste über wenige Email-Provider (in den USA über Yahoo). Es gibt keine vollwertige Push-Lösung a la Blackberry Server.

, und mit Hilfe von
http://www.synchronica.com/syncml-demos/demos.html
auch exchange-email.

Ja, über einen Gateway Provider, der dazu vollen Zugriff auf das Exchange-Postfach bekommt. Mal abgesehen von den laufenden Kosten entspricht das eher selten den Sicherheitsbedürfnissen von Unternehmen.

UMTS zieht wohl noch zuviel Saft, gerade bei aktiviertem Push-Mail.
Das sehe ich auch bei meinem P1i. Dafuer hat es EDGE, das sollte fuer emails
ausreichen.

Ja, für emails. Zum Surfen ist EDGE aber suboptimal. Ich bin jedenfalls über das UMTS-HSDPA-Modem in meinem HP 2710p Tablett-PC sehr froh.

Also ich finde gerade das einblendbare Keyboard sensationell.

Schonmal versucht, darauf einen Text blind zu schreiben?

Aus beruflichen Gründen hab ich seit geraumer Zeit ein Blackberry. *Das*
ist ein echtes Smartphone. Flotte und durchdachte Bedienung, schneller
Prozessor, ewig lange Laufzeit (die durch einen Zweitakku nochmals
weiter verlängert werden kann), einfache Einhandbedienung mittels
Scrollrad, viele im täglichen Einsatz praktische Funktionen, umfangreicher Bluetooth-Support und eine auf das mobile Textschreiben hin optimierte Tastatur.
>
Aber auch kein UMTS und kein Wlan

Nein, mein einfacher 7130 hat das nicht, er spielt auch keine Musik oder Videos ab. Aber es stecken 64MB RAM und ein schneller 312MHz XScale-Prozessor drin. Wartezeiten oder Verzögerungen gibts nicht.

Und es gibt auch Blackberry-Geräte mit UMTS etc.

, ausserdem ein recht kleines Display

Es geht. Das 7130 hat ein kleines 9cm-Display mit 240x260. Nix Tolles, aber scharf genug auch für kleinen Text (Videos etc ist ja nicht).

Grössere Modelle haben auch grössere Displays mit höherer Auflösung.

Dass hinter Blackberry eine Messaging-Lösung für grosse Unternehmen steckt brauche ich sicher nicht extra erwähnen.
>
Eben. Surfen macht damit sicher nicht so viel Spass.

Surfen macht sogar eine Menge Spass, vor Allem mit dem Opera Mobile Browser.

Ach ja, es hat keine Camera (da wo ich arbeite sind Camera-Mobiltelefone verboten). Viele Smartphones gibts auch ohne Camera.

Du kannst Dir beim iphone auch die Kamera schwaerzen lassen.

Zählt bei uns nicht. Nur ohne Camera oder ganz ohne Telefon.

Ich kenne wirklich kein anderes Geraet, dass Webseiten auch nur annaehernd so
perfekt darstellt.

Dann guck Dir mal den Opera Mobile an, egal auf welcher Plattform. Für Handhelds gibts sicher keinen besseren Browser.

Allerdings las ich mal, dass das UMTS-iphone dann von Vodafone kommen soll.
Dann waere es ja ev. Zeit fuer einen Wechsel...

Mal sehen, was Apples zweiter Versuch bringt. Ich hab keine Probleme, 400EUR für ein Mobiltelefon auszugeben. Allerdings muss es dafür dann aber mehr bieten als das aktuelle iPhone.

Benjamin
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