Re: Linux-Notebook gesucht
- From: Pascal B. Kreil <news@xxxxxxxxxxxxxx>
- Date: Tue, 11 Jul 2006 10:44:55 +0200
On Tue, 11 Jul 2006 00:47:29 +0200, Oliver Battenfeld
<oliver.battenfeld.news2@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx> wrote:
Pascal B. Kreil schrieb:
Hallo,
On Mon, 10 Jul 2006 20:33:49 +0200, Oliver Battenfeld
<oliver.battenfeld.news2@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx> wrote:
Einleitungsroman?
Langeweile?
ja, das ist aber kein Kunststück und schon lange kein Verdienst oderGibts aber nur bei MacOS und Windows.
Vorteil von MacOS.
Genau. Das gibt es bei proprietären Systemen.
Das bedeutet, dass man im Sinne einer problemlosen Inbetriebnahme
proprietären Systemen den Vorzug geben muss. Windows und MacOS sind
aber alles andere als proprietär, der Begriff ist hier falsch, denn
dann wäre auch Linux proprietär.
Das System hat seine Vorteile auf verschiedenen Feldern, der Desktop des
normalen Endanwenders gehört allerdings nicht dazu.
Natürlich gehört der dazu, nicht nur hinsichtlich der Usability. Das Setup
kann das Problem sein, gerade bei Notebooks. Das kann man notfalls kaufen.
Wie gesagt... das mit angepasstem ubuntu ausgelieferte T43p
funktionierte nicht komplett. Den Artikel dazu gabs in der iX, das
Heft weiss ich aber nicht auswendig und müsste selbst erst einmal
suchen.
"Quitschbunt" waren nur die allerersten iBooks.
... ich dachte schon, du beziehst dich auf "Problem".
Die Macianer mit denen ich zu tun habe beschweren sich nicht
ansatzweise so sehr über derartige Probleme, wie es nach Deiner
Aussage scheinen mag. Wobei ich über die Geräte von Formac jetzt
einmal den wohlwollenden Mantel des Schweigens lege.
Die externe Hardware ist ebenfalls nur in dieser Farbgebung
erhältlich. Was ist denn nun an silber, schwarz und weiss
"quietschbunt"?
Mir geht es nicht um Details wie konkrete Farben, sondern um die
Philosophie. Was beim Macbook Pro wichtiger war, sieht man ja derzeit
gerade am frei Haus gelieferten Tinnitus.
Es ist aber falsch, dass *alle* Pros pfeiffen, genauso wie es
unrichtig ist, dass alle Thinkpads pfeifen. Es betrifft einige Geräte,
ja. Nicht alle.
Wenn Du mich allerdings fragst, ob ich persönlich diese Serie für
einen "Schnellschuss" halte, dann muss ich das mit "Ja" beantworten.
Die Gründe sind allerdings recht vielfältig und liegen primär in
Problemen die sich mit der Umstellung ergeben haben. Hier hätten die
Entwickler vielleicht noch etwas mehr Zeit zur Anpassung gebraucht.
Der Schritt war richtig und offenbar ist es Apple als einzigem
Hersteller gelungen sich an die Intel-Designmuster zu halten. Das
Ergebnis ist schnell, stromsparend und leise (Lüfter). Wobei es jetzt
nach dem letzten Update wohl noch einmal zu einer deutlichen Anpassung
des Lüfterverhaltens gekommen ist, weil er doch recht heftig
(wenngleich spät) loslegte.
Dann kennst du eben keinen mit ausreichender Sachkenntnis. Du darfst gerneWelches Notebook?
hier vorbeikommen und dir gleich mehrere Notebooks anschauen, bei denen
sämtliche Hardware korrekt funktioniert.
Dell Inspiron 9400, IBM T42, Dell Latitude C810.
Und es funktioniert bei allen Geräten wirklich die komplette Hardware
ohne Einschränkungen? Auf Anhieb?
Und würdest Du Dich zur Gattung ONU zählen?
Dazu müsste ich erstmal wissen, was das bedeutet.
Otto-Normal-User (wer sich an Attribution-Lines hochzieht sollte das
eigentlich wissen)
Ich habe vor nicht allzu langer Zeit einmal rein für Spass auf einem
(zugegeben alten) ASUS L8000 ein ubuntu 5.10 installiert. Die Hardware
funktionierte soweit ich das grob überblicken konnte auf Anhieb. Was
dann aber Probleme machte war die 3COM-XJack-OfficeConnect, für die
ubuntu nur WEP anbot und auch nur die US-Kanäle einstellen konnte. Für
WPA wäre es dann nötig gewesen massig Änderungen an den Conf-Files
vorzunehmen um dann in einem späteren Schritt den Net-Manager nutzen
zu können.
Das ist einem einfachen Anwender, für den schon eine Batch-Datei zum
Ausgeben von "Hallo" auf dem Bildschirm ein Problem darstellt einfach
nicht zumutbar. Da beisst die Maus keinen Faden ab.
Es sieht bei klassichen Desktop-Büchsen mit dem Linux-Support deutlich
besser aus, als bei den deutlich weniger verbreiteten Notebooks. Linux
auf dem Notebook bedeutet entweder der Verzicht auf Funktionen oder
die aktive Recherche nach den benötigten Treibern, die es weder an
zentraler Stelle, noch vom Hardwarehersteller gibt und die nur
gefunden werden können wenn der Anwender exakt weiss was er eigentlich
sucht und braucht. Beim Desktop gibt es das in dieser Weise nicht --
wobei ich WLAN-PCI-Karten da auch mal aussen vor lasse.
So wie auf dem von mir schonmal genannten T43p, welches mit
angepasstem Linux ausgeliefert wurde. Es liefen einige Sachen nicht --
und das im Auslieferungszustand.
Ich hätte mich jetzt erstmal beim Händler beschwert, statt die Schuld auf
Linux zu schieben.
Der hat auf die Probleme hingewiesen, versprach aber sich auch
weiterhin des Problems anzunehmen.
Bei IBM sollte es ja im Prinzip die wenigsten Probleme durch ibm-acpi
geben. Der unterstützt ja mittlerweile die IBM-spezifischen Funktionen
und Tasten.
Das grundlegende Problem liegt aber woanders.Alles läuft unter Windows ohne Probleme. Unter Linux ist massive
Handarbeit angesagt. Wo liegt denn nun das Problem? Bei Windows
offenkundig nicht.
Doch, beim System "Windows", bei schlampig designter Hardware und schlecht
dokumentierten Schnittstellen. Sowas kann Apple mittlerweile übrigens auch.
Wenn die Hardware mit Windows funktioniert ist sie nicht zwangsläufig
"schlampig". Dieses Argument wird leider immer wieder vorgebracht wenn
man bei Linux auf Probleme stösst. Wenn die Software nicht klappt ist
Windows schuld, klappt Linux auf der Hardware nicht ist die Hardware
schuld. Das Argument kann ich aber so nicht gelten lassen. Wenn es
möglich ist für die betreffende Hardware Windows-Treiber zu
entwickeln, dann *muss* es schlicht und einfach genauso möglich sein
dafür Treiber für Linux zu entwickeln. Stellt sich der
Hardwarehersteller aber auf den Standpunkt, dass er keine
Informationen über die Hardware veröffentlichen will, so ist das ein
klares Statement und eine Willensbildung des Herstellers und sagt
genau _garnichts_ über die Qualität der Hardware aus.
Es ist ein BSD-Derivat.Der Unterbau ist BSDSelbst das ist längst nicht die ganze Wahrheit.
Pft. In dem Sinne ist Linux auch ein BSD-Derivat.
Falsch. Linux hat seinen Ursprung in Minix. BSD wurde von der Uni
Berkeley entwickelt stammt direkt vom AT&T Unix-Zweig ab. Es sind zwei
vollkommen unterschiedliche Ursprünge. Ergo kann man sagen, dass BSD
deutlich näher an Unix herankommt als Linux.
Gnome ist da schon deutlich besser
In welchem Sinne?
Usability und Übersichtlichkeit. Ein unbedarfter Anwender kommt damit
deutlich schneller zurecht als mit bspw. KDE.
-- allerdings ist das angesichts
der Tatsache, dass ursprünglich aus der Apple-Ecke kam nicht
sonderlich verwunderlich.
Äh, wie meinen?
Na, wo liegen denn die Ursprünge von Gnome? Komponenten davon stammen
ursprünglich von (AFAIK) ehemaligen Apple-Mitarbeitern, wobei sich das
AFAIK auf "ehemaligen" bezieht.
und übernimmt Servertätigkeiten (und genau dafür wurde es ja auch
entwickelt).
LOL. Darf ich das ausdrucken und einrahmen? :-)
Gerne. Linus hat bis vor wenigen Jahren nie behauptet, Linux sei für
den Desktop gedacht. Erst seit ein paar Jahren sieht er in
regelmässigen Abständen den Durchbruch für Linux auf dem Desktop
innerhalb von 12 Monaten.
Pauschal sicher nicht. Da aber die OP normale Anwenderin ist (wenn man
unter häufigem Virenbefall leidet lässt es nur diesen Schluss zu)
halte ich weiterhin MacOS für eine durchaus zu überlegende
Alternative, der gegenüber Linux der deutliche Vorzug gegeben werden
sollte.
Da der Opensource-Aspekt eine Rolle spielte, kommt es eben nicht infrage.
Dann kommt auch keine PC-Hardware infrage weil weder die Firmware der
Komponenten noch das BIOS OpenSource ist.
Es ist auch bei Closed-Source Betriebssystemen möglich die
Anwendungssoftware aus dem OSS-Lager zu beziehen. Es ist ein
Kompromiss, aber den geht jeder ein, der ein Linux auf einer
ClosedSource-Hardware installiert.
Außerdem braucht man ja Apple-Hardware für eine MacOS-Lizenz. Viel Geld für
ein OS und einen Klopapierspender *g*
Mich erinnert das irgendwie an die Zwangs-Polemik damaliger Zeiten als
es noch ATARI und AMIGA gab.
Tjo. Sowas gibt's allerdings in "gut" auch für und als freie Software.Nein. Es gibt keine vergleichbare VM-Lösung aus dem OSS-Lager für
"frei". An was hattest Du denn konkret gedacht?
Xen mit VT-Hardware, Wine und sogar Qemu. Du darfst jetzt natürlich noch auf
dem VM-Begriff herumreiten :-)
Tu ich nicht. Aber von den genannten ist nur eins eine VM.
Xen ist auf speziell angepasste Versionen der zu installierenden
Software angewiesen.
Wine ist eine reine Emulation, genauer gesagt die sinnlosse
Verbrennung von Lebenszeit um Windows nachzuprogrammieren. Dieses
Projekt scheitert früher oder später schon alleine aufgrund der ganzen
undokumentierten Windows-Funktionen.
Qemu ist in der Tat eine VM, allerdings ist sie in dem Moment wo man
sie ernsthaft verwenden möchte nicht mehr kostenlos und AFAIR auch
nicht mehr OpenSource weil man zwingend auf einen Speed-Treiber
angewiesen ist. Ohne ist das Ding einfach nur eine grausame Schnecke.
Dann kann man direkt auf Lösungen wie von Parallels oder VMWare
zurückgreifen, wobei erstere mit knapp 50,- € deutlich näher an die
Preisvorstellungen bei OpenSource-Programmen herankommt.
Jedes System hat seine Vorteile und auch Nachteile. Wenn man aber ein
System für den Endanwender sucht, so bleibt eigentlich nur die
Reihenfolge MacOS, Windows, Linux (wobei hier sichelrich ubuntu die
grössten Chancen in Punkto "einfach" hat und derzeit allen
alteingesessenen Distris die Ränge abläuft). Um wirklich
Endanwedertauglich zu werden muss Linux deutlich aus dem Freak-Licht
heraustreten und vor allen Dingen sollten die Entwickler endlich
einmal an *einem* Strang ziehen und nicht zig verschiedene
Distributionen mit untereinander inkompatiblen Programmen,
verschiedenen Bedienkonzepten und hunderten von Sub-Zweigen (weil sich
wieder man ein Grüppchen in seiner "Ehre" verletzt fühlt) unterhalten.
Ich hab' kein Problem mit Veränderungen und schon alle Systeme seit
dem C64 durch und auch mit Linux kein Problem -- aber das ist kein
Massstab. Heute muss aber ein System für den Endanwender in Punkto
"Einfachheit" zu Windows oder MacOS mindestens ebenbürtig sein um eine
ernstzunehmende Rolle auf dem Desktop zu spielen. Ob mir das gefällt
oder nicht steht dabei gar nicht zur Debatte.
Bis denne,
Pascal
.
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