Re: IBM/Lenovo Supportqualität im Eimer
- From: T.C. <Devil505@xxxxxxxxxxxxx>
- Date: Mon, 12 Dec 2005 18:20:02 +0100
On Sun, 11 Dec 2005 10:07:51 +0100, "Felix E. Klee"
<felix.klee@xxxxxxx> wrote:
> T.C. wrote:
> > Prinzipiell wuerde ich die Unterscheidung Hardware = kostenloser
> > Support, Software = kostenpflichtig nicht unterstuetzen - ich finde
> > dass der "Distributor" sehr wohl auch eine gewisse Verantwortung
> > dafuer traegt, dass grade die mit der Hardware gelieferte Software
> > halbwegs klaglos ihren Dienst tut (ich hab sie schliesslich
> > mitbezahlt)...
>
> Drei Punkte dazu:
>
> * Du kannst in der Regel nicht vom Hardware-Hersteller erwarten, dass er
> mit Dir zusammen Deine seit Auslieferung stark veränderte
> Software-Konfiguration kostenlos durchgeht und in Ordnung bringt,
> außer Du hast einen entsprechenden Supportvertrag gekauft. Wenn es
> Probleme gibt, wird er üblicherweise empfehlen, das mitgelieferte
> Rettungssystem zurückzuspielen.
Wenn Du die Antwort schon an dieser Stelle meines Postings schreibst:
das Obige bezog sich noch im Wesentlichen auf die Software, die vom
Hersteller im Bundle mitgeliefert wird (im Falle von Thinkpads also
Windows XP/ XP Pro oder fruehere Versionen und das ganze
IBM-Software-Paket mit Thinkpad-spezifischer Software, seit Lenovo's
Zeiten unter "Thinkvantage" bekannt...)
....auf ggf. spaeter installierte Software/ Treiber habe ich weiter
unten Bezug genommen, aber sei es wie's will, die Grenzen sind
fliessend: allein schon die vielen Thinkvantage Programme und
teilweise IBM-OEM Treiber, die beim Aufspielen von den IBM-CDs wie
auch aus der Pre-Desktop-Area ungefragt mitinstalliert werden, koennen
so manche Folgeprobleme verursachen, die nur sehr bedingt allein MS
Windows anzulasten sind...
....mit einem Thinkpad bekomme ich eben NICHT nur einen Laptop, auf dem
das "nackte" Windows laeuft...
"Installieren sie Windows neu" kann auch keine ernstgemeinte Antwort
eines Herstellers sein, der Rechner verkauft, mit denen vom Besitzer
Geld verdient werden soll - ein Wiederherstellen des
"Arbeits-Environments" erfordert i.d.R. deutlich mehr an Aufwand und
Zeit...
Niemand, kein Support der Welt, kein Microsoft hoechstselbst kann alle
moeglichen Fehler per Ferndiagnose beheben, aber etwas mehr Engagement
als von vielen Herstellern demonstriert kann man mit Fug und Recht
erwarten - speziell wenn man wie im Falle von IBM gehoerige
Preisaufschlaege u.A. wegen des vermeintlich guten Supports in Kauf
nimmt...
>
> * Wenn es sich um voraussichtlich um einen Software-Fehler handelt,
> kann man versuchen, ihn mit einem Bug-Report zu melden, und darauf
> hoffen, dass das Problem in der nächsten Version behoben ist.
Im Falle von nachgeruesteter Hardware ist es wahrscheinlich
sinnvoller, die Hardware zurueckzugeben und Alternativen
auszuprobieren - auf Nachbesserung durch Treibersupport zu hoffen, ist
eher ein Gluecksspiel mit hoechst ungewissem Ausgang...
>
> * Viele Hersteller berechnen bei Eigenverschulden für eine
> Support-Anfrage nichts. Bei Laptops habe ich mit diesem Fall keine
> Erfahrung - also am besten vorher telefonisch erkundigen.
Falls Du mit "Eigenverschulden" die Schuld des Herstellers meinst:
schon bedauerlich, dass es nur "viele" und nicht "alle" sind...
"Eigenverschulden" des Benutzers ist ein kniffliges Thema: wenn ich
eine Hardware installiere, die aus Kompatibilitaetsgruenden auf meinem
PC/ Laptop (ohne mein vorheriges Wissen) nicht funktioniert, wessen
Verschulden ist das dann?
>
> > aber viel zu viele Hardware-Anbieter (wie im
> > uebrigen auch und auch Software-Anbieter) ziehen sich zu oft hinter
> > das "Beschweren Sie sich bei Microsoft"-Argument zurueck - das ist so
> > auch nicht in Ordnung, speziell wenn das Produkt nicht explizit als
> > "unter Windows problembehaftet" beworben wird...
>
> Und umgekehrt: Ich wollte mal auf einem meiner Rechner Win2000
> installieren, ging aber nicht, weil Win2000 Probleme hatte, die
> SCSI-Karte von Dawicontrol zu erkennen. Ich wurde dann ein paarmal
> zwischen Microsoft und Dawicontrol hin und hergeschickt. Weil auch der
> Händler, bei dem ich die Kiste gekauft hatte, keinen Rat hatte, hab
> ich's irgenwann gesteckt und Linux installiert.
Knifflig: ich haette vermutlich eher den Controller gewechselt als das
Betriebssystem - ich hatte ja vermutlich vorher meine Gruende, Win2k
als Betriebssystem zu benutzen (zumindest wenn ich auf dem Rechner
"arbeite")...
T.C.
.
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