Re: "Idiotensichere Macs"
- From: Benjamin Gawert <bgawert@xxxxxx>
- Date: Thu, 19 Jan 2006 18:59:05 +0100
Ralf Metzger schrieb:
Dazu muß ich mir meine Windows-Kiste nicht mal unbedingt selbst zusammen bauen. Einer von der Stange ist oft auch schon genau so mit Billigkram vollgestopft, wie ein ohne Fachkenntnis selbst zusammengebauter. Zumindest in der Geiz-Kategorie. Und ob das dann noch geil ist...
Na klar, was soll denn in den Aldi-PCs, FSC "Gamer from Hell" oder den "Volks-PCs" denn sonst drin sein? Geiz ist geil ist gerade hierzulande extrem beliebt, und die Blödmärkte schieben auch immer brav massig Schrott nach, nach dem sich das Kaufvieh die Finger leckt.
Ein guter Marken-PC ist nicht billig und kostet in etwa soviel wie ein Mac, und man bekommt sowas auch nicht bei Aldi oder im Blödmarkt...
Vielleicht liegt es aber auch daran, daß eine große Anzahl instabiler Windows-Software existiert, die von der o.g. Klientel gerne installiert wird. Nicht immer benutzt, aber installiert.
Das auch, aber Du darfst die PC-Boulevardpresse nicht vergessen. "1001 Tips und Tricks, um Windows schneller/sicherer/stabiler/was-auch-immer zu machen" haben schon seit über 10 Jahren Hochkonjunktur beim Dummvolk. Dass der Kram nix bringt bzw. eher kontraproduktiv ist (zumal selbst die Verfasser derartiger Artikel nicht wissen, was die Parameter machen, an denen sie da rumdrehen), stört da nicht. Natürlich ist das dann das Betriebssystem schuld, weil es ja so schrottig ist, und dank der Tipsammlungen kann sich auch der dümmste Anwender als echter Crack fühlen...
Ich wage zu behaupten, dass >88% aller Windows-Probleme schlichtweg hausgemacht sind, sprich: verblödeter User, der an Sachen rumfummelt, von denen er keinen blassen Schimmer hat, dafür aber niemals die aktuellen Patches einspielt, weil MS spioniert ja seiner Steuererklärung hinterher. Als Ausgleich wird Schrott a la Norton Internet Security, ZoneAlarm und ähnlicher Mist installiert, weil man nur damit sicher durchs Netz kommt...
Ich habe manchmal das Gefühl, daß Programmierer, die für den Mac programmieren sich mehr Mühe geben, gute Software mit einem guten GUI zu entwickeln. Es ist vielleicht nur ein subjektiver Eindruck, aber zumindest hat man nicht so einen Wildwuchs wie bei vielen Programmen unter Linux und Windows.
Das kommt drauf an. Mit dem Wildwuchs bei Linux gebe ich Dir recht, selbst bei aktuellen Distributionen funktionieren viele mitgelieferte Programme schlichtweg nicht oder nicht richtig. Bei Windows ist es nicht ganz so schlimm, auch wenn hier natürlich schon ob der Masse an verfügbaren Programmen auch recht viel Schrott dabei ist (und das nicht nur von Freeware-/Open Source-Seite). Leider gibts aber auch beim Mac ziemlichen Schrott...
Damit meine ich jetzt nicht die Unterschiedlichen GUI-Toolkits, sondern die Anordnung von Menüpunkten, Benutzerführung, etc.. Da gibt's oft keine klare Linie. Jeder Programmierer macht das so, wie er gerne will. Das ist auch sein gutes Recht, nur für den Anwender wird's manchmal eben schwierig.
Naja, im Großen und Ganzen sind die meisten Windows-Programme relativ konsistent. Bei Linux dagegen macht wirklich jeder GUI-Designer, was er will...
Benjamin .
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