Re: Alternative zur Time Capsule?



Holger Schulz schrieb in <news:1iwrmbu.b9hz7nd0qz9zN%qdl@xxxxxxx>
Gerald Eíscher <Spamer@xxxxxxxxxxxxxxxxxxx> wrote:

Und wer es schafft, eine Linux-Kiste für TM-Backups zu konfigurieren,
der schafft auch einen Restore.

Wer seine dateien nach /dev/null schreiben kann, schafft auch den
Restore.

Du übertreibst wie üblich ein bisserl :-)

Bzw. gibt's zwischen Schwarz und Weiß ein paar Grauabstufungen. Es ist
ja schon per se nicht so toll, wie Time Machine übers Netzwerk agiert
(Sicherung in ein fragiles mitwachsendes Disk-Image), selbst wenn wie im
Falle von Apples TimeCapsule durch Support für FPSyncFork/FPSyncDir
sichergestellt werden soll, daß die zu sichernden Daten auch auf Platte
angekommen sind.

Die Bastel-Varianten im Netz (auch die mit "offiziellem Segen" also im
Gehäuse eines NAS-Herstellers mit "TM-kompatibel"-Wapperl drauf) nehmen
halt nochmal ein Stück Robustheit/Sicherheit weg, indem ungeklärt ist,
ob nicht zu sichernde Daten sich im Fall des Falles in irgendwelchen
Caches vaporisieren anstatt auf Disk geschrieben worden zu sein.

Alles Dinge, die man eigentlich für Backup nicht will (ja, auch schon
der originäre TimeCapsule-Ansatz stinkt nach Notlösung)

Da lobe ich mir das Konzept bzw. eher die Sicherungsinfrastruktur von
Backup2Go. Da wird auch durchs Netz gesichert aber auf dem Backup-Server
die Dateien direkt ins Dateisystem gelegt (identische Dateien zwischen
zwei Läufen als Hardlinks -- Directory-basierte Hardlinks gibt's aber
keine mangels allgemeiner Unterstützung durch Dateisysteme). Läuft der
Backupserver unter Solaris 10 oder MacOS X (Server) 10.6 und findet ZFS
Verwendung, dann wird mit jedem Sicherungslauf auch ein Snapshot
angelegt und der User kann sich beim Restore ähnlich wie in TimeMachine
an einer Zeitleiste entlanghangeln.

Und bedingt durch die Speicherung des Ganzen im Filesystem kann auf dem
Backup-Server wiederum das Ganze problemlos noch auf Tape, ein anderes
System oder sonstwohin gesichert werden (Backup weg weil Sparseimage
kaputt also ausgeschlossen)

Schick wäre halt, diese Backup-Infrastruktur mit TimeMachine verheiraten
zu können, einerseits weil Restore-GUI perfekt ins System integriert und
TimeMachine vor allem ja eine Abstraktion des reinen "Dateien/Verzeichnisse
sichern"-Ansatzes darstellt. Aber ich wiederhol' mich nur und interessieren
tut's eh niemand :-)

Gruss,

Thomas
.



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