Re: Apple Pages OpenOffice



Thomas Kaiser <Thomas.Kaiser@xxxxxxxxxxxxx> wrote:
Oliver N. Kuehlwein schrieb am 01.02.2008 in <news:fnusgh$b6i$3@xxxxxxxxxxxx>
Thomas Richard <tomac@xxxxxxxxxx> wrote:
On 31 Jan., 16:59, Andr=E9 Igler <aig...@xxxxxxxxxxxxx> wrote:

[Umstieg Quark nach InDesign]

Wenn das aber wirklich stimmt, und ein Bier und ein bisschen Handbuch
st=F6bern f=FCr die neuen Shortcuts wirklich reicht, dann w=FCrd ich
eher davon ausgehen, dass Quark schon =FCbermotorisiert war.

Das ist es, was ich befürchte. Dieses Selbststudium und Kurse a la VHS
führen dazu, dass Fähigkeiten (auch von Programmen) nur zu einem
kleinen Teil genutzt werden und sich eine Art Betriebsblinheit in der
eigenen Arbeitsweise einstellt.

Das stimmt so stark verallgemeinert schlichtweg nicht. Autodidaktik
hat viele Gesichter, bspw. habe ich einen Kunden/Spezl, der wie folgt
an bspw. InDesign rangeht:

[zahlreiche gute Möglichkeiten zur eigenen Weiterbildung]

Obiges ist vom insgesamten Zeitaufwand her ähnlich einem passenden und
umfänglichen Seminar gleichzusetzen. Nur geschieht das quasi nebenher,
am täglichen Bedarf bzw. der Tagesproduktion orientiert (heute einen
Kübel Mengensatz zu erledigen? Dann tun wir uns eben _vorher_ zwei
Stunden "verschachtelte Formate" und "XML" eintüten) und mit insgesamt
deutlich mehr dabei anzuhäufendem Wissen rund ums eigentliche Thema.

Wobei das dann warscheinlich zu einem Großteil _bezahlte_ Arbeitzeit
ist.

Es ist halt Typ-Sache, ob man sich sowas eher in einem Seminar reintut
oder per Selbststudium -- wenn man das so betreibt, wie oben, bleibt auf
jeden Fall mehr hängen und man hat schon die Metho*** und das
Instrumentarium am Start, die auch beim besten Training der Welt
auftretenden Lücken, _selbst_ und _zeitnah_ füllen zu können, wenn man
an Punkte kommt, wo man nicht mehr weiterweiß.

Und bitte nicht falsch verstehen: Ich halte Trainings/Seminare für
durchaus sinnvoll -- halte ja auch selbst regelmäßig welche ab. Aber das
kann IMO nur eine Quelle für Fachwissen bzw. ein umfänglicher Einstieg
in eine Thematik sein.

Genau so meinte ich das auch. Man sollte diese Quellen nicht per se
ausschliessen.

Nach dem Motto: Ich benutze in allen neuen Programmen nur die
Funktionen, die ich aus der Ursprungsversion meines ersten Programmes
dieser Richtung kenne, weil das ja damals schon ging und die
bahnbrechenden Neuigkeiten bekomme ich allenfalls durch Zufall mit.

Das ist der Personenkreis, der sich gar nicht weiter-/fortbildet. Nur zu
wissen, wo in der neuesten Version die Menüeinträge und Shortcuts
hingerutscht sind, um zu arbeiten wie zu vorher, bedeutet einfach nur
Stillstand. Und ist das bei der Mehrzahl der Beschäftigten anzutreffende
Verhalten. Es wird ja bei Einführung einer neuen Version meist noch
nicht mal die Hilfe oder Doku konsultiert, die heutzutage beinahe immer
ein "Was ist neu in Version XY?" in überschaubarem Umfang mitbringt.

Aber vielleicht wird gerade dieser mit einem Seminar wieder an die
neueste Entwicklung herangeführt, von der er sich (selbst) abgekoppelt
hatte. Zum Beispiel auch deswegen weil er nachfragen kann und durch den
Kontakt zum Dozenten und den anderen Teilnehmern über den Tellerrand
blickt.

--
Oliver
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