Re: Macbook Pro und Linux



* Jakobus Schuerz:

Das Design ist Geschmackssache, aber in der Preisklasse bekommst Du
anderweitig vermutlich besser unterstützte Hardware für das gleiche oder
weniger Geld - und dann auch mit ordentlichem Service.

Dann nenn mir bitte ein Notebook, welches ich für 1500 bis 2000 EUR
bekomme, welches einen C2D mit 2-4GB RAM einer 160GB HD einen Display,
welches eine für mich ansprechende Auflösung und Schärfe (siehe unten)
hat... Und einigermassen was gleichschaut

Soll das ein Scherz sein? Mal abgesehen davon, dass Apple ziemlich schnell die schwere Rechtskeule rausholt, wenn ein anderer Hersteller etwas rausbringt, was einem Apple-Produkt auch nur im entferntesten ähnlich sieht: in der von Dir genannten Preisklasse finden sich fast ausschliesslich Business-Notebooks. Und die sind selten in hellen Farben gehalten, weil das silberne Zeugs im Business-Umfeld nur dann nicht peinlich wirkt, wenn ein angebissener Apfel drauf ist.

Augenfehler? FYI: "unscharfe" TFTs gibts nicht, Punkt. Ein TFT liefert
bei nativer Auflösung und digitaler Anbindung *immer* ein gestochen
scharfes Bild. Unscharf wird es nur dann, wenn das Display in einer
niedrigeren Auflösung als der nativen betrieben wird. Das ist dann aber
wohl kaum dem Display anzulasten sondern schlichtweg ein Anwender-Problem.

Sehr eigenartig... Dell Inspiron, Hofer-Notebook, div. andere (hab nicht
alle Marken und Typen im Kopf - hab mir aber mehrere beim
Blödmann-Elektronikmarkt angesehen) liefern die unterschiedlichsten
Qualitäten im Hinblich auf Bildschärfe...

Entweder Deine Augen sind nicht in Ordnung oder die Geräte liefen nicht mit der nativen Auflösung.

OK, die sind alle mit Windose
gelaufen...

Dann kann es z.B. sein, dass ClearType (Kantenglättung für Fonts) eingeschaltet war. Auf CRTs hilft das oftmals, bei TFTs dagegen siehts meist ziemlich beschissen aus und verursacht eine gewisse Unschärfe bei Schriften (und nur da). Kann man aber einstellen.

Du hast noch nicht geschrieben ob Du einen Rasierspiegel willst oder ein entspiegeltes Display. In der Business-Klasse sind Rasierspiegel (aus gutem Grund btw!) kaum zu finden.

(Jetzt muss
ich zugeben, die neuen LED-Displays der neuen MBP hab ich in real noch
nicht gesehen. Kenne nur das Display eines ca ein Jahr alten MBP meiner
Wohnungskollegin...)
Die LED-Varianten leiden wohl unter einer ziemlich miesen Ausleuchtung
(Farbverfälschungen).

Das entspricht nicht dem, was ich bisweilen gelesen habe.

Aktuelle c't S84: "...Abhilfe [bzgl des hohen Stromverbrauchs von CFL-Hintergrundbeleuchtungen] schaffen Panels mit einer Hintergrundbeleuchtung durch LEDs, denn diese verbrauchen weniger Strom. [...]Die Verteilung der Helligkeit über die gesamte Schirmfläche war bei den ersten Testgeräten mehr schlecht als recht: Wir hatten streifige und fleckige Bilder zu bemängeln - der weiße Hintergrund einer Webseite erscheint dann beispielsweise nicht gleichmässig hell. Bislang traut sich nur Apple, 15,4"-Displays mit LEDs zu erleuchten - auch hier mit einer ungleichmässigen Helligkeitsverteilung."

Oder hier:
<http://www.heise.de/ct/07/14/024/>

"Bislang gab es LED-beleuchtete Displays nur mit kleinerer Diagonale, etwa weil die Ausleuchtung Probleme bereitete. Beim MacBook Pro liegt die Ausleuchtung zwar auf dem Niveau der bisherigen Panels mit Leuchtstoffröhren, trotzdem blickt man auf horizontale gräuliche Streifen oben und unten. Der Grund ist das schon bei einer kleinen Änderung der vertikalen Blickrichtung blasser werdende Bild - es gibt keinen Winkel, unter dem ein konstantes Weiß zu sehen ist. Allerdings zeigt diese Anzeige nicht die von den meisten anderen Panels gewohnte Farbverfälschung bei geänderter Blickrichtung: Das Bild wird zwar blasser, aber die Farben bleiben konstant."

Dazu wird lt. c't das MacBook Pro auch bei wenig Last verdammt warm, das Kühlkonzept scheint also ein Designfehler zu sein.

Also was spricht nun wirklich dagegen, Linux auf einer Mac-Hardware
laufen zu lassen?
Vermutlich wohl die Tatsache, dass es da draussen normale Notebooks
gibt, die auch seitens des Herstellers unter Linux unterstützt werden.

Sind es zwei, drei oder vier Typen?
Die offiziell für Linux unterstützten Typen, welche ich gefunden habe,
haben entweder schlechte Kritiken bekommen hinsichtlich der Verarbeitung
oder waren um 1000 EUR teurer als das MBP.

Das MacBook Pro wird auch nicht offiziell unter Linux unterstützt.

Ausserdem: jeder, der auch nur etwas Erfahrung mit Linux hat, wird Dir raten, für Linux eben *nicht* die neueste Hardwaregeneration zu kaufen. Das MacBook Pro basiert auf der nagelneuen Santa Rosa Plattform, und hat dazu noch eine Geforce8-Grafik, die aufgrund ihrer völlig neuen Architektur sogar unter Windows noch lange nicht perfekt läuft.

Für Linux solltest Du eher auf die letzte Hardwaregeneration gehen, d.h. ebenfalls Core2 Duo, aber mit i945M-Chipsatz.

Für mich ist das MBP "auch nur eines von vielen" Geräten, auf denen ich
halt andere Hardware-Probleme mit Linux zu lösen habe. Nur halt eines,
das mir WESENTLICH besser gefällt. ;)

Dann kaufe es Dir halt in Gottes Namen. Du hast aber nunmal hier und in der Notebook-Gruppe gefragt, ob man Dir zum MBP mit Linux raten würde, und in beiden Gruppen wurde Dir überwiegend abgeraten. Offenbar schlichtweg darum, weil es bessere Geräte für den Zweck gibt und auch die Hardwarequalität in dieser Preisklasse bei anderen Herstellern besser ist - und es eine ordentliche Garantie gibt (Apples 1 Jahr Wegwerfgarantie sind in dieser Preisklasse echt einzigartig - Standard sind bei anderen Herstellern 3 Jahre), was bei knapp 2kEUR sicher nicht ganz unwichtig ist.

Wie in einem anderen Posting schon angedeutet wurde nimmt man Apple-Hardware primär wegen des Betriebssystems Mac OS X, nicht weil die Hardware selbst so qualitativ hochwertig wäre.

Wenn Dein Kriterium allerdings "sieht aus wie das MBP" ist dann gibt es keine Alternative. Dann erübrigt sich aber auch die Diskussion.

Das kann schon sein. Wie Dir aber schon in der Notebook-Gruppe gesagt
wurde gibt es geeignetere Geräte für Linux (z.B. eben Thinkpads). Und
auch ich habe den Eindruck, dass es Dir nicht um einen Rat hinsichtlich
eines guten Linux-Notebooks geht, sondern dass Du schlichtweg nur nach
Bestätigung suchst, weil Du auf das MacBook Pro fixiert bist.

Tinkpads, welche ich unter Geizhals.at gefunden habe (Ähnliche
Hardwaredaten!):
Lenovo IBM ThinkPad T60p, Core 2 Duo T7400 2.16GHz, 2048MB, 100GB,
DVD+/-RW, 15.4" (UO0C2GE) 21 Angebote ab € 3179,--
Lenovo IBM ThinkPad T60p, Core 2 Duo T7400 2.16GHz, 2048MB, 100GB,
DVD+/-RW, 15.4" (UO9C2GE) 10 Angebote ab € 3190,--
Lenovo IBM ThinkPad T60p, Core 2 Duo T7600 2.33GHz, 2048MB, 100GB,
DVD+/-RW, 15.4" (UO0J3GE) 24 Angebote ab € 2988,--

oder:
Lenovo IBM ThinkPad T61, Core 2 Duo T7100 1.80GHz, 1024MB, 120GB,
DVD+/-RW, 15.4" (NI25DGE) 39 Angebote ab € 1498,86
Lenovo IBM ThinkPad T61, Core 2 Duo T7300 2.00GHz, 1024MB, 120GB,
DVD/CD-RW, 15.4" (NI04XGE) 1 Angebot um € 1854,--
Lenovo IBM ThinkPad Z61e, Celeron-M 410 1.46GHz, 256MB, 40GB, DVD/CD-RW,
15.4" (UB121GE) 6 Angebote ab € 1123,80

Dagegen:

Apple MacBook Core 2 Duo, 13.3", T7400 2.16GHz, 1024MB, 160GB,
SuperDrive, weiß 25 Angebote ab € 1323,--
Apple MacBook Pro Core 2 Duo, 15.4", T7500 2.20GHz, 2048MB, 120GB
(MA895*/A) 42 Angebote ab € 1837,99
Apple MacBook Pro Core 2 Duo, 15.4", T7500 2.20GHz, 2048MB, 160GB 75
Angebote ab € 1921,--
Apple MacBook Pro Core 2 Duo, 15.4", T7500 2.20GHz, 2048MB, 200GB 36
Angebote ab € 2017,--

Weißt du jetzt, was ich meine?

Nicht ganz. Offenbar weisst Du selbst nicht so genau, was Du eigentlich willst. Reicht Chipsatzgrafik (Du hast das MacBook angeführt) oder muss es eine GPU mit eigenem RAM sein? Wenn ja, in welcher Leistungsklasse? Welche Auflösung soll das Display haben? Glare oder entspiegelt? usw. Das Einzige, was zumindest ich aus den Threads rauslese ist, dass Du Dich innerlich schon für das MBP entschieden hast und jetzt offenbar nur auf der Suche nach Bestätigung bist.

Wie dem auch sei: Qualitativ ein ganzes Stück über dem MacBook Pro liegt von Lenovo die T-Serie. Die von Dir rausgesuchten T60p sind übrigens deswegen so teuer, weil die "p"-Varianten eine professionelle Grafik (FireGL) besitzen und für verschiedene professionelle Anwendungen zertifiziert sind, was sich natürlich ganz deutlich auch im Preis äussert. Das dürfte für Dich unnötig sein.

Technisch vergleichbar mit dem MBP wäre z.B. das T61, z.B. mit Core2 Duo T7300 2x2GHz, 1GB RAM, 160GB, Quadro NVS 140M (bgl. GF8400GT), DVD+-RW, 3 Jahren Garantie, ab 1728,19EUR
<http://geizhals.at/deutschland/a266683.html>
<http://geizhals.at/deutschland/a266684.html>

Von HP gibts in dieser Klasse z.B. das 8510p, mit C2D T7700 2x2.4GHz, 2GB RAM, 120GB, ATI Radeon X2600 256MB, DVD+-RW, 3 Jahre Garantie ab 1793,13EUR
<http://geizhals.at/deutschland/a271132.html>
Die Verarbeitung ist übrigens top und kann locker mit dem MBP mithalten.

Bei Dell hab ich gerade auch mal nachgesehen. Ein Inspiron 1520 mit T7500 2x2.2GHz, 2GB RAM, WSXGA+-Display, 160GB, GF8400MGS 128MB, DVD+-RW, Bluetooth, gibts für 1393,98EUR mit 1 Jahr Garantie bzw. 1527,99EUR mit 3 Jahre. Tip: nie per Internet bestellen, sondern telefonisch. Da lässt sich ein kostenfreier Versand und das eine oder andere Goodie (z.B. eine schnellere CPU) raushandeln.

Und das nur bei 5min suchen, und auch nur bei den Herstellern, die ich bedenkenlos empfehlen kann (also kein Acer, Sony, FSC, Aldi/Medion etc). Sicher gibts da noch mehr.

Also sag mir bitte, wo ich ein "gleichwertiges" von dir oft erwähntes
"billiges" Thinkpad herbekomme, das billiger ist als ein MBP.

Für Linux würde ich Dir wie gesagt eher zu einem Gerät der Vorgeneration raten:

<http://geizhals.at/deutschland/a245761.html>
<http://geizhals.at/deutschland/a235215.html>
<http://geizhals.at/deutschland/a237665.html>
Thinkpad T60, C2D T7400 2x2.16GHz, 1GB RAM, 120GB, DVD+-RW, Radeon X1400 128MB, 15,4" WSXGA+-Display, 3 Jahre Garantie ab 1798.-EUR

Ansonsten kann ich Dir das HP nc8340 empfehlen:
<http://geizhals.at/deutschland/a232949.html>

Wenn Chipsatzgrafik reicht dann guck Dir auch mal das HP nx7300 an:
<http://geizhals.at/deutschland/a246656.html>

Benjamin
.



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  • Re: Macbook Pro und Linux
    ... Hardware bekommt man nur in WESENTLICH schlechterem Design um wesentlich ... Das ist dann aber wohl kaum dem Display anzulasten sondern schlichtweg ein Anwender-Problem. ... Vermutlich wohl die Tatsache, dass es da draussen normale Notebooks gibt, die auch seitens des Herstellers unter Linux unterstützt werden. ...
    (de.comp.sys.mac.misc)
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    (de.comp.sys.mac.misc)
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    (de.comp.sys.mac.misc)
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    (news.software.readers)
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    ... I find that it's much easier to explain how audio routing works when people know the fundamentals. ... In hardware I always send them to the block diagram, and if necessary, coach them in reading it. ... I get the hint that Jack has something to do with this, but it's just not clear from what I can see from the JACK GUI. ... Has Linux "found" the sound card? ...
    (rec.audio.pro)