Re: Deinstallation von Software unter OS X



Wolfgang Kefurt schrieb am 29.06.2007 in <news:5ekb90F37q4loU1@xxxxxxxxxxxxxxxxxx>
Thomas Kaiser schrieb:

[Adobes und Microsofts Programme und deren "Ausbreitung" im Dateisystem]
Die halten sich doch sogar dran und kippen gemeinsam genutzte Libraries
und so Kram unterhalb »/Library/Application Support«, etc. ab.

Ja OK, dort sollte man als unbedarfter doch bereits nicht mehr
rumfummeln müssen...

Als "Unbedarfter" sollte man nirgends rumfummeln. Bzw. andersherum
sollte man immer nur an irgendwas schrauben, von dem man auch Ahnung
hat. Und es im Zweifelsfall einfach lassen.

Ich halte das hier mit meinen Installationen auf egal welcher Plattform
grundsätzlich so und scheine damit in relativ wenig Probleme zu rennen.

Und das wird auch je nach Ausprobierwahn des Users immer mehr und bleibt
dort liegen. Noch dazu sind solche unterstützenden Daten oft auch nicht
einfach zu finden und mit dem zugehörigen (zu entfernenden) Programm in
Verbindung zu bringen, weil sie etwa vom Programm völlig unabhängige
Namen besitzen und ähnliches. Nicht sehr optimal meiner Meinung nach.

Völlig egal meiner Meinung nach. Laß die Dateien doch einfach da liegen
und basta. Was stören die Dich denn? Die nehmen vielleicht bisserl Platz
weg. Aber was soll's? MacOS X alleine spült einem schon so viel Kram auf
die Platte, daß ein paar hundert MByte oder vielleicht sogar ein paar
GByte mehr doch auch schon nichts mehr ausmachen).

Aber wegen so ein paar MByte potentieller Plattenplatzeinsparung laß ich
mir doch nicht von einem *nicht korrekt funktionieren könnenden*
"Uninstaller" irgendwelche Löschvorschläge unterbreiten und bin am
Ende immer selbst der Dumme (weil ich ja nicht gut genug über die
Löschvorschläge drüber geschaut hat), wenn anschl. einerseits mehr fehlt
als nötig und andererseits trotzdem noch irgendwelcher Kram, der im
Zusammenhang mit dem eigentlich restlos zu entfernenden Programm stand,
auf Platte verbleibt.

Nein, *alle* Softwarehersteller sollten IMO Apples PackageMaker nehmen,
falls sie etwas ausliefern, was man nicht in ein Bundle stecken kann,
damit diese Krankheit namens "Installer VISE" endlich verschwindet. Mit
Apples Installer-Mechanismus entsteht wenigstens ein bisschen
Transparenz in der Form, daß man auch als Enduser relativ problemlos
nachschauen kann, was eigentlich alles installiert wird (kann man
einblendden lassen vom Installer).

Naja, ich weiß nicht...
Gerade eben habe ich DxO OpticsPro aktualisiert. Der Installer sieht
zumindest aus wie der von Apple und wieder einmal kommt keine Frage
wohin ich das Ding gerne hätte, nein er installiert ungefragt in den
Programmordner! Ich würde lieber _vorher_ gefragt werden, ob er nicht
doch in den Unterordner "Grafikprogramme" istallieren soll, anstatt
_nacher_ händisch zu verschieben ;-)

Also wenn eine Anwendung mit einem Installer daherkommt und nicht
einfach nur ein Disk-Image mit einem Application Bundle ausgeliefert
wird... dann ist das ein Warnhinweis. Nämlich, daß der Ersteller der
Software anschl. auch erwartet, daß seine Software genau dort liegt und
besser nicht verschoben wird.

Ganz im Ernst: Ich seziere berufsbedingt relativ häufig Installer und
Software und schlackere regelmäßig mit den Ohren, was für hartkodierter
Pfusch so alles auf die Menschheit losgelassen wird. Meist von
Programmierern, die sich das Lesen der entsprechenden Entwickler-Doku
von Apple gespart haben.

Da funktioniert dann plötzlich nichts mehr oder Software läuft gar Amok,
wenn man ein Programm aus /Applications heraus in einen Unterordner oder
sonstwohin verschiebt. Oder Updates funktionieren plötzlich nicht mehr,
etc.

Zusammenfassend: Application Bundles sind eine schicke Sache. Und es
gibt Software, die sich auch prima ausschließlich als solches ausliefern
läßt (was einen nicht davor schützt, daß diese Software aus ihrem Bundle
"ausbricht" und beim ersten Start noch hier&dort dies&das installiert).
Kommt Software als reines Application Bundle daher, muß also nicht
explizit installiert werden, so kann man davon ausgehen, daß man dieses
Bundle selbständig verschieben kann.

Wird ein Application Bundle allerdings innerhalb eines Installers
ausgeliefert, so würde ich nach all den Erfahrungen damit, tunlichst
davon absehen, daß Application Bundle zu verschieben. Einfach weil die
Programmierer damit dokumentiert haben, daß es einen guten Grund dafür
gibt, das per Installer auszuliefern *oder* sie einfach keine Ahnung von
ein paar Sachen am Mac haben und vielleicht die naive Vorstellung
pflegen, das müssen eben so sein.

Letzten Endes IMO bisserl egal, denn wo ein Programm liegt, ist doch
völlig egal, oder? Außer man hat's mit Aufräumen und braucht einfach
eine gewisse Ordnung. Jener Aufräumtrieb ist IMO für einen Großteil der
Probleme, die "Normaluser" so mit ihren Macs haben, verantwortlich (nur
so am Rande erwähnt)

Lies Dir Apples Vorgaben dazu einfach nochmal durch. Es gibt mehr als
Prefs, die irgendwo abgelegt werden müssen. Und es gibt Sachen, die
leider sonstwohin müssen (bspw. Filter/Backends/"Treiber" des Druck-
systems, oder Kernel Extensions oder StartupItems oder dies und das und
sonstnochwas -- es paßt eben nicht alles nur in ein Application Bundle)

OK, das geht aber schon sehr ins Eingemachte. Dann halt eine Routine,
welche beim löschen der Anwendug die verteilten Goodies wieder mitnimmt
und dem User nur die Prefs zu löschen überläasst. Besser?

Ja. Das ist eben das fehlende Konzept, das ich bemängele. Apple kann
sicher nicht so weit gehen und so eine Art Paketmanager, wie ihn bspw.
die BSD-Varianten mit ihrem "Ports System" oder irgendwelche Linux-
Distributionen haben, vorgeben, weil sich die 3rd-Party-Hersteller nicht
drum scheren würden.

Aber sie hätten einen Mechanismus implementieren können, der die
Änderungen, die ein Installer vornimmt sowie Dateien, die er im Rahmen
der Installation überschreibt, an einen System-Dienst übergibt, der dann
sonstwas damit macht. Damit ginge wenigstens ein einfaches "Undo" nach
einer Installation.

Wenn man das Ganze natürlich bisserl detaillierter durchdenkt, wird
einem schnell klar, daß auch so ein Mechanismus schnell an seine Grenzen
stößt und daß es $irgendwas zu einem Paketmanager Ähnliches (inkl. all
der Komplexität, die damit einhergeht) bräuchte, um das Problem
zufriedenstellend zu lösen. Sowas richtig zu machen, ist vermutlich
enorm aufwändig (inkl. Durchsetzen des Ansatzes bei den ganzen 3rd-
Party-Herstellern) und andererseits ausgesprochen unattraktiv in Bezug
auf "Kommt jetzt neu mit MacOS X 10.x"...

Also läßt man das Ganze eben sein und die Anwender haben nun entweder
ein Problem (ganz generell wenn sie dem Aufräum-Aberglauben nachhängen
oder schlecht schlafen, "weil da ja noch irgendwo Prefs und sowas sind")
oder eben nicht, wenn nie was "tief ins System Eingreifendes" installiert
wurde und daher das Wegschmeißen des Programmordners bzw. Application
Bundles die simpelste und völlig ausreichende Variante ist, um sich von
einem nicht mehr benötigten Programm zu trennen.

Gruss,

Thomas








Aber Pustekuchen -- da wird wohl auch nie was Sinnvolles von Apple
kommen. Entspricht einfach nicht der Entwicklungsphilosohpie dahinter
(und die lautet: "Friß oder stirb!")

Gruss,

Thomas

Das trifft den Kern am ehesten.

.



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