HP vs. Brother (war: Re: guter kleiner Farbdrucker für Privatgebrauch mit MacOS X gesucht)
- From: Jens Bürger <ichhassespam@xxxxxxxxxxx>
- Date: Sat, 05 May 2007 11:02:25 +0200
Andreas H. Zappel schrieb:
Jens Bürger <ichhassespam@xxxxxxxxxxx> wrote:
Aber aus Erfahrung: das Gerät erfüllt deine Anforderungen, hat 3 Jahre Garantie und die gewünschten niedrigen Druckkosten (wir drucken hier mit
Die man bei Brother auch braucht. Mein MFC 580 war mittlerweile
zweimal beim Service - immer wieder der Druckkopf defekt.
Immerhin: er wurde offenbar gewechselt - ich möchte wetten, dass man unter anderen Umständen (heißt auch: bei anderen Herstellern) darauf plädiert hätte, dass der Druckkopf ein Verschleißteil ist und deswegen nur kostenpflichtig getauscht werden kann.
So unterschiedlich können die Erfahrungen sein:
Also ich betreue zwei MFC 425 - einen mit keinem bis wenigem Druckvolumen (daher die guten Erfahrungen mit dem Eintrocknen) und einen mit mittlerem Druckaufkommen (50-100 Seiten pro Woche etwa).
HP Drucker empfehle ich schon länger nicht mehr, da m. E. die Qualität der Hardware und auch die der Software (resp. Treiber) in den letzten Jahren enorm nachgelassen hat - im Gegensatz zu den Preisen.
Mein Officejet 5610 laeuft besser und schneller als der MFC 580 -
sowohl am Mac als auch an den Dosen hier.
Ich habe auch das unglaubliche Vergnügen, vor zwei Jahren das damalige Konkurrenzprodukt von HP, den Photosmart 2610, installieren zu dürfen und betreue ihn auch heute noch. Dabei habe ich, z. T. auch Windows-lastig, diese Erfahrungen gemacht.
Zur Hardware:
Den ersten 2610 bekam ich nicht richtig installiert, da er abstürzte (!), während man auf einem Rechner die Treiber installierte --> Bluescreen AM DRUCKER.
Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass es auch andere Firmen mit vegleichbaren Produkten (wie z. B. Brother mit dem MFC 425CN) gibt. Das Gehäuse macht einen robusten Eindruck, aber - wie ich es vom Deskjet 5550 gewohnt war - typisch klobig und unnötig voluminös. Dazu kommt dann noch der Spaß, den sich HP mit dem externen Netzteil gönnt, das man dann auch noch irgendwo verstauen darf. Schließlich kam dann im privaten Bereich die Anschaffung so eines Multifunktionsgerätes auf uns zu, sodass ich mich umschaute und wir uns für den MFC 425CN entschieden. Und das nicht zuletzt auch wegen der Größe: ich habe beide Geräte (PSC 2610 und MFC425CN) hier gehabt: das HP-Ding ist ein unförmiger Klotz, der Brother-Drucker dagegen klein und kompakt, obwohl er noch mehr Funktionalität (ADF und Netzteil eingebaut!)
Zur Software:
Ein einziger Krampf. Ein Ressourcenfresser sondergleichen. Man kann sich entscheiden, ob man viel (400 MB) oder ganz viel (600 MB) Speicher für das supertolle bunte HP-Paket verballern will. Das sind auch die einzigen Optionen, die man hat - man ist noch nicht einmal in der Lage, einfach "nur mal schnell" das Gerät nur als Drucker zu installieren.
Während der Brother MFC seine Daten auf der Speicherkarte entweder als USB-Mass-Storage-Device (bei Anschluss an USB) oder per FTP (bei Anschluss übers Netzwerk) bereitstellt, ist der HP Photosmart ein Windows-Netzlaufwerk - das je nach Gemütslage funktioniert und dann und wann einen Neustart des Druckers erfordert.
Die Software des HP ist nach bester "Wir verleugnen, dass es in Windows auch Accounts ohne Administrator-Rechte gibt" programmiert und der Update-Mechanismus nervt so auch gerne mal, wenn man als normaler Benutzer angemeldet ist - und schlägt dann natürlich fehl, weil man ja keine Administratorrechte hat.
Bekommt der Treiber mal keine Verbindung mehr zum Drucker (ist mir bisher nur bei Windowssystemen passiert), gibts bei HP offiziell nur die Möglichkeit, die Treiber neu zu installieren (also 600 MB runter und anschließend wieder daruf) - das funktioniert so gut, dass ein System so zerschossen wurde, dass sich der Treiber jetzt nicht mehr installieren lässt, weil er der Ansicht ist, er wäre schon installiert.
Bei Brother hingegen erreicht man mit ein paar Mausklicks Einstellungen für IP-Adressen und dergleichen.
Zum Preis:
Der HP Photosmart 2610 kostete damals etwa doppelt so viel wie der MFC 425CN - und das mit weniger Funktionen (Micky-Maus-Farbdisplay für bunte Bildchen für Fotodarstellung und PictBridge brauche ich nicht). Der Brother brachte dafür 3 Jahre Garantie und den ADF.
Zum Support:
Das schärfste überhaupt. Ich hatte ja bisher immer gedacht, so ein großes Unternehmen wie HP hätte auch einen guten Support, wie ich das z. B. von IBM schon gehört habe. Aber offensichlich gilt für HP wie für die Telekom: bist du kein Geschäftskunde, bist du Niemand.
Das Problem mit dem ersten Gerät war also zusammengefasst: während der Installation am Client stürzt der Drucker ab. Desweiteren stürzt der Drucker auch ab, wenn man über die Aktualisierungsfunktion der Software den Drucker aktualisieren will.
Anfragen per Mail wurden überhaupt nicht beantwortet. Dann habe ich in einer etwa 1-stündigen Chat-Session mit einem sogenannten HP-Support-Experten (die Verwendung des Chats statt Telefonanruf wird ausdrücklich empfohlen) eine völlig unqualifizierte Aussage bekommen.
Bei der zweiten Chat-Session brauchte ich eine Stunde, bis ich den Experten soweit hatte, dass er verstanden hat, wo das Problem liegt und bekam dann so hochprofessionelle Tipps wie "Installieren Sie Windows doch mal neu."
Nach vielleicht ein bis zwei Arbeitstagen an Aufwand war man dann so gütig, endlich den Drucker zu tauschen.
Das Ergebnis: einen anderen Drucker haben wir nun, der funktioniert auch fast, man muss ihn nur alle paar Wochen mal neu starten, da sich das Netzwerkshare aufgehangen hat und dank der primitiven Einbindung dann bei jedem Client beim hochfahren von Windows gewarnt wird, dass die Verbindung zum Netzwerkshare des Druckers nicht mehr hergestellt werden konnte.
Mit dem Brother hatte ich auch schonmal ein Problem: das Faxen an UMS-Nummern klappte nicht, da das MFC sofort wieder auflegte. Eine formlose Mail an Brother und drei Tage später kam eine Mail zurück, die zunächst kurz erläuterte, warum das so ist und wie man es beheben kann.
Mein Fazit:
Spätestens nach den schlechten Erfahrungen mit dem Support stand für mich fest, dass der nächste Drucker kein HP wird. Wenn der MFC 425 die drei Jahre übersteht, würde mir das fürs erste schon reichen. Für den Privathaushalt und für kleine bis mittlere Druckaufkommen vollkommen ausreichend, zumal es - wie gesagt - günstige Tinte gibt und Brother dem nicht mit aller Macht einen Riegel vorzuschieben versucht wie HP.
Jens
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