Re: Sind Treiberinstallationen noetig?



Stefan Kanthak wrote on 09. March 2009:

"Andreas Kohlbach" <ank@xxxxxxxxxxxxx> schrieb:

Laser-Drucker können AFAIK alle per Postscript angesprochen
werden, was Linux von Haus aus kann. Mag sein, dass aber besondere
Funktionen, die nicht per Postscript gesteuert werden, nicht
funktionieren.

Nein, PostScript-faehige Laserdrucker sind klar in der Unterzahl!
Welcher Hersteller zahlt denn freiwillig an Adobe, nur um mit "PS"
werben zu koennen?

HPs reden i.A. PCL[456] und koennen PS nach Aufruestung (bei aelteren
Modellen als SIMM ausgefuehrt). Kyoceras bringen sowohl einen PCL-
als auch PS-Abkoemmling (KPDL), ihren eigenen Dialekt (Prescribe) und
WIMRE sogar noch ESC/P mit.
Etc...

Okay. Aber ist Erwähntes nicht alles gut dokumentiert? Wenn ja, sollten
die unter anderen Bestriebsystemen als Windows auch problemlos
funktionieren.

Oder Dial-Up-Modems. Echte Modems brauchen gar keinen Treiber. Sie werden
per AT-Kommandos angesprochen. Das OS kommuniziert nur mit der
> Schnittstelle am Computer und braucht dafür einen Treiber (hat natürlich
jedes OS, was auf einem PC laufen soll dabei).

Dennoch unterscheiden sich die Modems in ihrem Funktionsumfang.

Ich hatte mal ein USR Sportster inklusive internen Speicher für
Voicebox. Für Windows brachte es eine CD mit Treibern und allem Möglichen
mit. Trotzdem lief es auch unter Linux, da sich alles per AT-Kommando
machen ließ. So auch das Abspielen von Anrufen auf der Voicebox
etc. Einige Leute hatten damals kleine Bash-Skripte geschrieben. Das war
nicht so bunt, wie die Software für Windows (ich hatte damals, 2000,
Windows 2000 noch laufen neben Linux), aber deckte wohl den kompletten
Funktionsumfang ab.

Nur Windows meint, man müsse auch dafür einen Treiber haben. Obwohl man,
wenn man AT-Kommandos direkt an den "Com Port" schickt (per "echo") auch
unter Windows dann ohne speziellen Treiber das Modem steuern kann.

Windows hat natuerlich einen generischen Treiber fuer AT-kompatible
Modems. Das, was Du Treiber nennst, ist lediglich eine Tabelle mit der
Abbildung "Funktion -> spezifische AT-Sequenz".


IIRC kann man ein solches Modem nicht direkt anstecken, ein
Terminal-Programm starten, und AT-Kommandos absetzen. Man musste eben den
generischen Treiber installieren. Der vermutlich auch nur die Kommandos
durch reichte. Unter Linux (und IIRC BeOS damals) brauchte es keinen
"Treiber". Unter Linux hatte ich z.B. minicom gestartet nach dem
Anstecken und Booten, und es ging sofort.

Ohne diese Tabelle wird ein AT-Modem nur mit dem generischen
Befehlssatz angesprochen, Sonder- funktionen bleiben aussen vor.

IIRC ging ohne diesen Treiber bei Windows gar nichts. Für Windows war
kein Modem vorhanden bis dieser Treiber installiert war.

Was wohl aber ging, war per CMD etwas wie "echo ATD12345678 > com1:"
abzusetzen. Geht also doch, nur eben nicht, hat man Programme wie
Hyperterm (oder wie das heißt) gestartet.

Selbiges gilt auch fuer den (Adobe) PostScript-Treiber von Windows 2000
und hoeher: zur kompletten Ansteuerung Deines PS-Druckers brauchst Du
die modellspezifische PPD des Druckerherstellers. Hast Du keine, dann
kannst Du eine generische PPD verwenden, aber nicht alle Funktionen
nutzen.

Immerhin gehen scheinbar Standardfunktionen.

Soll ich mit dem Monitor-"Treiber" weitermachen?

Nein. ;-)

[...]

Bei Linux braucht es mitunter gar keinen Treiber. Es geht einfach.

Ohne PPD kannst Du (genau wie unter Windows) die spezifischen Funktionen
des jeweiligen Druckers nicht nutzen!

Genau. Aber bei "Schrotthardware" (AFAIK a.B. Lexmark Tinenstrahler) geht
ohne Treiber nicht mal das. Oder Win-Modems. Wenn man die wenigstens
dokumentieren würde. Aber das tut man i.d.R. nicht, *das* ist der Punkt.

F'up erspare ich mir, folgt ja eh keiner.
--
I know what you're thinking punk. You're thinking did he fire six shots or only
five. And to tell you the truth I forgot myself in all this excitement. But
being this is a 44 Magnum, the most powerful handgun in the world and will blow
your head clean off, you've got to ask yourself a question. Do I feel lucky?
.



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