Re: Samba und Namensauflösung (WINS, hosts, lmhosts, DNS, DHCP, NetBIOS)
- From: Jan Wenzel <scripter01@xxxxxxx>
- Date: Tue, 14 Jul 2009 08:52:12 +0200
Hi,
Andreas Ströber schrieb:
Hi,[...]
Jochen Arndt wrote:
Andreas Ströber schrieb:
name resolve order = wins hosts lmhosts bcastDas 'wins' hier sorgt dafür, dass der Samba Server einen *anderen* WINS
Server befragt. Dazu muss die IP des Servers angegeben werden. Fehlt
sie, wird die Option ignoriert.
Ups. Dann habe ich das irgendwie falsch interpretiert. Ich dachte immer,
diese Option soll eben Samba veranlassen den zuvor aktivierten eigenen
WINS-Support zu nutzen. :o( Mea culpa.
Das Keyword wins wird nur verwendet, wenn ein WINS Server angegeben
wurde, anderenfalls wird es ignoriert. Es war also kein Fehler, das
einzutragen.
Die 'lmhosts' Option sagt dem Samba, er soll die Datei
/etc/samba/lmhosts zur WINS Auflösung verwenden. Fehlt diese Datei bzw.
Einträge für Rechner, kann es nicht funktionieren.
Die 'host' Option (*OHNE* 's' am Ende) verwendet die 'normale'
Namensauflösung (/etc/hosts, DNS, NIS) des Servers.
Argh. Gleich mehrere Fehler auf einmal. Dämlich, hab ich mich zu sehr
auf die Internet-manpage verlassen anstatt in die lokale zu guggen. :o(
Ebenfalls wieder kein Fehler, die Datei 'lmhosts' darf fehlen, sie wird
dann einfach ignoriert.
'bcast' ist klar. Das ist allerdings bei deinem Setup der Normalfall.
Wenn das der Normalfall ist, würde ich eigentlich erwarten dass ein
Client z.B. beim Befehl "nmblookup clientname" auf dem Linuxserver aber
ja dann Antwort gibt. Oder nicht?
Auf Broadcasts antwortet der eingebaute WINS Server nur, wenn
'wins proxy = yes' gesetzt ist. Die clients sollten normalerweise
(bei 'netbios-node-type 8' in der DHCP-Konfiguration) eine
Unicast-Anfrage an den netbios-name-server machen und erst als Fallback
eine Broadcast-Anfrage. Testen kannst Du den WINS Server mit
nmblookup -R -U 192.168.6.201 CLIENT
Mein Vorschlag:
[...]
Ich möchte möglichst wenige Angaben doppelt und/oder dreifach pflegen.
Deshalb möchte ich nach Möglichkeit keine Einträge in lmhosts und hosts
machen - wenn nicht unbedingt nötig. Funktioniert denn bcast
(zuverlässig)? Und/Oder arbeitet WINS irgendwie mit DNS zusammen?
Nachdem ich mal nun einen lokalen DNS aufgesetzt habe (siehe Antwort von
Paul Muster), kann ich prinzipiell auch via
\\server.fqdn.blabla.net\share darauf zugreifen. Ein \\server\share
dauert derzeit dafür einen Tick länger als zuvor... Verwendet Windows
für den ersten und den zweiten Aufruf tatsächlich verschiedene Wege zur
Namensauflösung? (Wenn ich mir einen Paketauszug mit tcpdump so ansehe,
dann scheint das wirklich der Fall zu sein... wie "praktisch" weil
übersichtlich :o( ).
Auf jeden Fall sollten die Optionen 'domain-name' und
'use-host-decl-names' gesetzt sein, also
option domain-name "domain.com";
option use-host-decl-names on;
in der DHCP-Konfiguration des Servers. Dann sollte auch ein \\server
funktionieren.
Hmmm. Also ich hab nun in die smb.conf folgendes eingetragen:
dns proxy = yes
wins support = yes
name resolve order = host bcast lmhosts
Aber... ein "nmblookup client" auf dem Server bringt immer noch keine
Antwort. Allerdings läuft DNS-Update auch noch nicht richtig. Aber
irgendwie scheint dann WINS derzeit praktisch überhaupt nicht zu laufen,
oder? Ich meine... für was aktiviere ich den WINS support wenn er
scheinbar nichts bringt?! Wann bekommt denn WINS die Daten? Und kann ich
die interne WINS-Datenbank irgendwie einsehen (z.B. cache-dump machen
lassen)?
Siehe oben, Unicast contra Broadcast.
Die Datenbank des WINS-Servers liegt normalerweise unter
/var/lib/samba/wins.dat, bei Versionen ab 3.2 unter /var/lib/samba/wins.tdb.
Danke für die bisherigen Tipps. Sie waren sehr hilfreich - wenngleich
ich auch noch nicht die finale Lösung habe.
grz
andi
/etc/samba/lmhosts anlegen und alle lokalen Windows Clients eintragen.
Damit kannst du dann alle Windows Rechner/Freigaben über ihren in dieser
Datei festgelegten Namen ansprechen. Geräte, die nur Services wie z.B.
HTTP oder SSH anbieten, sind hier unnötig.
/etc/hosts auf allen Rechnern anlegen (bei Windows unter
/system32/drivers). Damit kannst du dann alle Geräte über ihren in
dieser Datei festgelegten Namen ansprechen.
Das macht schon bei zwei Rechnern keinen Sinn mehr.
Alternativ (bzw. ab einer gewissen Anzahl Rechner zu empfehlen) kannst
du einen lokalen DNS Server einrichten, der die Anfragen für dein
192.168.6 Netz beantwortet und alles andere forwardet (an deinen Router
oder auch direkt die DNS Server deines Providers).
Für DNS und die hosts Dateien muss natürlich auch noch ein Abgleich mit
deinen DHCP Server stattfinden.
Joe
Der DNS scheint ja nun auch noch Probleme zu bereiten, wenn Du willst,
koennen wir uns das mal ansehen.
Gruss
Jan
.
- References:
- Samba und Namensauflösung (WINS, hosts, lmhosts, DNS, DHCP, NetBIOS)
- From: Andreas Ströber
- Re: Samba und Namensauflösung (WINS, hosts, lmhosts, DNS, DHCP, NetBIOS)
- From: Jochen Arndt
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