Re: Samba und Namensauflösung (WINS, hosts, lmhosts, DNS, DHCP, NetBIOS)



Hi,


Jochen Arndt wrote:
Andreas Ströber schrieb:

[...]

Was jedoch nicht funktioniert ist ein http://drucker ausgehend von einem
Client oder ein "ping rechner" vom Server wenn ich Namen und eben nicht
die IP-Adresse der Zielpunkte verwende.

Das hat mit Samba nichts zu tun. Dafür ist die Namensauflösung
zuständig. Also z.B. per Datei /etc/hosts oder DNS.


Ist klar, ja.


[...]

Dafür ist in der Tat WINS zuständig.

[...]

Auszug smb.conf:
preferred master = yes
domain master = yes
local master = yes

dns proxy = no

wins support = yes

Dadurch wird Samba zum wins Server.

name resolve order = wins hosts lmhosts bcast

Das 'wins' hier sorgt dafür, dass der Samba Server einen *anderen* WINS
Server befragt. Dazu muss die IP des Servers angegeben werden. Fehlt
sie, wird die Option ignoriert.

Ups. Dann habe ich das irgendwie falsch interpretiert. Ich dachte immer,
diese Option soll eben Samba veranlassen den zuvor aktivierten eigenen
WINS-Support zu nutzen. :o( Mea culpa.


Die 'lmhosts' Option sagt dem Samba, er soll die Datei
/etc/samba/lmhosts zur WINS Auflösung verwenden. Fehlt diese Datei bzw.
Einträge für Rechner, kann es nicht funktionieren.

Die 'host' Option (*OHNE* 's' am Ende) verwendet die 'normale'
Namensauflösung (/etc/hosts, DNS, NIS) des Servers.

Argh. Gleich mehrere Fehler auf einmal. Dämlich, hab ich mich zu sehr
auf die Internet-manpage verlassen anstatt in die lokale zu guggen. :o(


'bcast' ist klar. Das ist allerdings bei deinem Setup der Normalfall.

Wenn das der Normalfall ist, würde ich eigentlich erwarten dass ein
Client z.B. beim Befehl "nmblookup clientname" auf dem Linuxserver aber
ja dann Antwort gibt. Oder nicht?


Mein Vorschlag:

[...]

Ich möchte möglichst wenige Angaben doppelt und/oder dreifach pflegen.
Deshalb möchte ich nach Möglichkeit keine Einträge in lmhosts und hosts
machen - wenn nicht unbedingt nötig. Funktioniert denn bcast
(zuverlässig)? Und/Oder arbeitet WINS irgendwie mit DNS zusammen?

Nachdem ich mal nun einen lokalen DNS aufgesetzt habe (siehe Antwort von
Paul Muster), kann ich prinzipiell auch via
\\server.fqdn.blabla.net\share darauf zugreifen. Ein \\server\share
dauert derzeit dafür einen Tick länger als zuvor... Verwendet Windows
für den ersten und den zweiten Aufruf tatsächlich verschiedene Wege zur
Namensauflösung? (Wenn ich mir einen Paketauszug mit tcpdump so ansehe,
dann scheint das wirklich der Fall zu sein... wie "praktisch" weil
übersichtlich :o( ).


Hmmm. Also ich hab nun in die smb.conf folgendes eingetragen:

dns proxy = yes
wins support = yes
name resolve order = host bcast lmhosts

Aber... ein "nmblookup client" auf dem Server bringt immer noch keine
Antwort. Allerdings läuft DNS-Update auch noch nicht richtig. Aber
irgendwie scheint dann WINS derzeit praktisch überhaupt nicht zu laufen,
oder? Ich meine... für was aktiviere ich den WINS support wenn er
scheinbar nichts bringt?! Wann bekommt denn WINS die Daten? Und kann ich
die interne WINS-Datenbank irgendwie einsehen (z.B. cache-dump machen
lassen)?

Danke für die bisherigen Tipps. Sie waren sehr hilfreich - wenngleich
ich auch noch nicht die finale Lösung habe.
grz
andi



/etc/samba/lmhosts anlegen und alle lokalen Windows Clients eintragen.
Damit kannst du dann alle Windows Rechner/Freigaben über ihren in dieser
Datei festgelegten Namen ansprechen. Geräte, die nur Services wie z.B.
HTTP oder SSH anbieten, sind hier unnötig.

/etc/hosts auf allen Rechnern anlegen (bei Windows unter
/system32/drivers). Damit kannst du dann alle Geräte über ihren in
dieser Datei festgelegten Namen ansprechen.

Alternativ (bzw. ab einer gewissen Anzahl Rechner zu empfehlen) kannst
du einen lokalen DNS Server einrichten, der die Anfragen für dein
192.168.6 Netz beantwortet und alles andere forwardet (an deinen Router
oder auch direkt die DNS Server deines Providers).

Für DNS und die hosts Dateien muss natürlich auch noch ein Abgleich mit
deinen DHCP Server stattfinden.


Joe
.



Relevant Pages