Re: Ist Kubuntu eher 'Bananaware'?



Martin Schnitkemper wrote:

· Christian Baer <christian.baer@xxxxxxxxxxxxxxx> schrieb:

Du bemängelst zwar, daß KDE nicht funktionabel sei, begründest aber
nicht, warum das Deiner Meinung nach so ist. Ich finde diese Diskussion
durchaus interessant, aber wenn wir über das Für und Wider schreiben,
dann bitte mit Begründung.

Seit Monaten wird dieses Thema schon in der KDE-Gruppe diskutiert,
deswegen wollte ich das hier nicht ein weiteres Mal aufwärmen.

Du bist doch derjenige der es am Meisten "aufwärmt", noch dazu mit völlig
an den Haaren herbeigezogenen Argumenten

Leider führen die Diskussionen zu keinem Ergebnis sondern enden immer
nur in persönlichen Angriffen. Andere Meinungen werden neben der eigenen
nicht geduldet und berechtigte Kritik als "Gesülze" abgetan.

Wenn es nur "Gesülze" wäre, wäre es ja harmlos.

Exemplarisch kannst du dir ja mal den durchaus sachlichen Beitrag von
Peter Lemken "Mal ein paar Eindruecke zu KDE 4.2 eines Umsteigers"

http://groups.google.de/group/de.comp.os.unix.apps.kde/browse_thread/thread/00d2e6da14f6663c?hl=de#

ansehen, und wie damit umgegangen wird.

Ja. Nach dem Motto "ich will... Die Entwickler müssen aber..."
Der Artikel ist ein Paradebeispiel dafür, wie man es *nicht* machen sollte

Welche großen Vorteile sollen denn überhaupt den Anreiz geben, von
einem ausgereiften Desktop (die KDE3 nunmal war) umzusteigen? Wirkliche
Verbesserungen wird es wohl überwiegend "unter der Haube" geben, wovon
die meisten Anwender gar nicht so viel merken werden - solange alles
weiterhin so läuft wie bisher.

Weiß ich nicht. Eben weil KDE3 eigentlich alles hatte was man brauchte
ist zumindest aus Anwendersicht die komplette Neuentwicklung von KDE4
völlig unnötig gewesen. Was "unter der Haube" passiert interessiert mich
eigentlich nur sekundär.

Was die "Anwender wollen" ist erst einmal sekundär.
Die Entwickler haben sich schließlich etwas dabei gedacht, als sie
beschlossen, KDE3 einzufrieren

Bei einem Versionssprung egal welcher Software erwartet man eigentlich
immer auch einen spürbaren Fortschritt und Verbesserungen.

Falsch. *Du* erwartest das.

Genau dieser Effekt ist bei KDE4 nicht eingetreten.

Schon wieder falsch. Weil die Verbesserungen nicht an den Stellen waren,
die *du* als wichtig betrachtest, behauptest du dies

Man beginnt die Entwicklung weit
zurück vor dem Entwicklungsstand von KDE3 und bekommt nicht mal
annähernd dessen Funktionalität und Stabilität hin.

Es ist schon jetzt annähernd auf dem alten Stand. Und in Teilen besser als
vorher

Anstatt einen einmal
erreichten Standard zu halten und auszubauen fällt man weit in die
Vergangenheit zurück.

"Weit in die Vergangenheit" entspricht bei dir also einige Monate

Irgendwann, eines fernen Tages den noch keiner
kennt werden sie sich mal wieder an den Standard von KDE3 angenähert
haben.

Das hoffe ich nicht. KDE3 ist gut, aber in Teilen verbesserungswürdig.
Ich will nicht, dass einfach nur das alte Zeug weiter auf KDE4 hehievt
wird

In der Zwischenzeit wird dem Anwender KDE3 entzogen und man muss
sich mit einem halbfertigen KDE4 zufrieden geben.

Du darfst gerne erklären wie dir "KDE3 entzogen" wird

Vormals stabil laufende Anwendungen wie KNode wurden völlig neu
entwickelt und laufen heute schlechter als jemals zuvor.

Nachweislich schlichter Unsinn. Speziell KNode unterscheidet sich weder im
Äußeren nich in der Funktionalität nennenswert von der KDE3-Version

Fehler werden
nur schleppend bereinigt oder garnicht. Die unzähligen KDE3-Anwendungen
laufen unter KDE4 entweder überhaupt nicht mehr oder nur mit Problemen.

Ich weiß nicht warum du so offen lügst. Aber du lügst.
Ich habe nicht eine einzige KDE3-Anwendung gefunden, die nicht mehr läuft.

Das Look&Feel passt sich nicht an KDE4 an, sie lassen sich mit den
KDE4-Systemwerkzeugen nicht konfigurieren usw.

Komisch, dass KDE3-Anwendungen sich nicht an KDE4 anpassen...

Das finde ich auch seltsam. Genauso seltsam finde ich aber auch die
Versionsnummer von KDE (derzeit glaube ich 4.2.2), was doch auf ein
ausgereiftes Produkt hoffen läßt.

Die Versionsnummern sind Schall und Rauch und spiegeln zumindest bei
KDE4 überhaupt nicht den Entwicklungsstand wieder. KDE4-RC1 würde den
Zustand treffender formulieren.

Man kann ja KDE4 anbieten, aber 3
vollkommen fallen zu lassen ist für meine Begriffe auch verfrüht.

Ich vermute mal, dass man jetzt alle Ressourcen zugunsten der
KDE4-Entwicklung abgezogen hat.

Stimmt. KDE3 wird nur noch geflegt, aber nicht mehr weiterentwickelt

Auf Dauer wird man ein parallele
Entwicklung beider Zweige nicht weiterführen können. Immerhin hält
dieser Zustand ja jetzt schon über ein Jahr an. Alleine deswegen wäre
schon eine Weiterentwicklung von KDE3 sinnvoller als eine komplette
Neuentwicklung von KDE4 from scratch gewesen. Aber angeblich ging das ja
nicht wegen des zugrundeliegenden Qt4-Frameworks.

Richtig. Es ist sogar fast völlig unmöglich. Zwar gibt es Kompatibilitäts-
Bibliotheken, aber auch damit ist der Aufwand recht hoch, ein KDE3-
Programm halb-KDE3/halb-KDE4 zu machen

Ich frage mich nur, wie das in Zukunft weitergehen soll. Was ist, wenn
irgendwann mal Qt5, Qt6 ... Qtn herauskommt. Will man sich dann immer
wieder neu den Luxus leisten, KDE neu zu entwickeln? Dann wird sich das
Projekt aber zu einer Dauerbaustelle entwickeln.

Du spekulierst etwas in QT hinein, was du gar nicht wissen kannst

führen? Wenn Du Dir ein neues Auto kaufst, erwartest Du ja auch keinen
Adapter zu bekommen, damit der alte Dachgepäckträger noch paßt, oder?

Man wird aber auch nicht ein neues Auto auf dem Chassis einer Thin Lizzy
entwickeln um dann irgendwann wieder den Standard des aktuellen
Automobilbaus zu erreichen.

Richtig. QT3 ist in diesem Fall die Thin Lizzy
QT4 ist in jeder Hinsicht besser. Und es ist *wesentlich* schneller und
spart dabei sogar noch Resourcen

Wenn die Veränderungen zu groß werden, ist die Lösung, alles von Grund
auf neu zu schreiben oftmals besser als am alten Code rumzudoktorn.

Diese Rechnung scheint aber bei KDE4 nicht aufzugehen. Das Projekt ist
einfach zu groß, um es in absehbarer Zeit stemmen zu können.

Unsinn. Viele Anwendungen sind ja bereits portiert

Eben hast Du noch den Mangel an Funktionen von KDE4 im vergleich zu 3
bemängelt. Warum ist das bei KDE ein Manko und bei Gnome eine Tugend?

Ich habe bemängelt, dass KDE4 nicht den Funktionsumfang von KDE3
besitzt, an dem es einfach zu messen ist, wenn wir Fortschritte und
keine Rückschritte sehen wollen.

Gnome scheint ja den Spagat zu schaffen, seine Software weiter zu
entwickeln und zu verbessern, ohne dass man das Projekt von Grund auf
neu entwickelt.

Du vergißt dabei solche "Kleinigkeiten" wie DBUS, das auch von KDE4
verwendet wird.

Woher der (scheinbar) plötzliche Drang zum Mininamlismus kommt, weiß
ich nicht.

Aus der Erkenntnis, dass ein überladener Desktop wie KDE4 träge und
instabil arbeitet,

KDE4 ist auf der gleichen Hardware *schneller* als KDE3.
Und es arbeitet bei mir annähernd so stabil wie die letzte KDE3 Version


und dass man nur einen Bruchteil seiner Fähigkeiten
tatsächlich benötigt und dass genau das auch ein minimalistischer Dektop
wie LXDE bietet.

Du heulst noch immer herum, dass KDE4 nicht deine gewünschte
Funktionalität hätte. findest aber nicht seltsam dass man angeblich nur
"einen Bruchteil seiner Fähigkeiten" benötigt.

Tatsache ist aber auch, daß auch schöne Effekte auf den
Desktop sehr beliebt sind. Aero, Compiz und Aqua sind recht prominente
Beispiele. Und sie haben auch ihre Daseinsberechtigung. Nicht so sehr,

Dagegen wäre grundsätzlich auch nichts einzuwenden, wenn sich nicht
ausgerechnet KDE auf die Fahnen geschrieben hätte, den Desktop mit
Effekten zu revolutionieren.

Niemand zwingt dich, sie zu verwenden

Es gibt ja wahrlich noch genug zu tun, warum verschwendet man da seine
Manpower in die Realisierung irgendwelcher fragwürdiger Desktopeffekte.

Weil man es kann. Seit wann darfst du den Entwicklern vorschreiben, was
sie wann zu machen haben?

Das Spielereien die man mal machen wenn alles andere fertig ist und
einen die Langeweile plagt. Ich glaube auch nicht, dass die Qualität
eines Desktops an dessen Effekten festgemacht wird.

Nein, *sollte* man nicht.
Ich schätze, die Mehrzahl der potentiellen Anwender läßt sich durch genau
so etwas beeindrucken

Es gibt bereits genügend Composition Manager wie Compiz, Mantisse oder
Beryl. Damit sollten eigentlich alle Bedürfnisse abgedeckt sein. Ich
kann absolut keine Notwendigkeit erkennen, dass so etwas auch noch in
KDE integriert werden muss. Vor allem wenn es noch wesentlich
wichtigeres zu erledigen gibt, da werden die Prioritäten einfach falsch
gesetzt.

Noch mal. Du hast nicht die geringste Berechtigung, den Entwicklern so
etwas vorzuschreiben.

trister (so à la Uralt-Mac oder Atari). Ob das jetzt wirklich zum
Streßabbau führt, sei dahingestellt. Ich arbeit jedenfalls gerne an so
einem Rechner.

Mit schwillt beim Thema KDE4 regelmäßig der Kamm. Ich glaube auch nicht,
dass wabbelnde Fenster und anderer Schnickschnack beruhigend auf mich
einwirken würden.

Irrelevant

Ich habe KDE4 für mich mittlerweile aufgegeben. Gottseidank gibt es ja
noch genügend Alternativen, so dass man bei Nichtgefallen nicht
unbedingt auf diesen Desktop fixiert ist.


Darf man dann hoffen, dass du jetzt *endlich* mal deine unqualifizierten
Kommentare zu einem Projekt, von dem du keinerlei Hintergründe begreifst,
endlich einmal einstellst?
--
My opinions may have changed, but not the fact that I am right.


.



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    (de.comp.os.unix.apps.kde)