Re: Schade, aber das war Linux
- From: urgs@xxxxxxxxxxxxxxx (Franz Ferdinand Krallenwetzer)
- Date: Sat, 26 Jan 2008 19:35:39 GMT
On Sat, 26 Jan 2008 11:05:49 +0100, Markus Kohm <markus.kohm@xxxxxx>
wrote:
Und er erweckt dabei - und ich behaupte einfach mal, dass er das ganz
bewusst macht - dass das mit Linux nicht möglich wäre. Im Gegensatz zu
Windows ist es aber sogar möglich, auf einem 20 Jahre alten Rechner mit
Linux ins Netz zu gehen, ohne dabei Scheunentore offen zu lassen.
Das geht auch unter Windows, mal ganz davon abgesehen. Ein Rechner muß
keine Burgdame mit Keuschheitsgürtel sein, unten offen nur dem Herrn
der Schlüssel.
Was in der Linux-Welt auffällt, ist das Bekenntnis zum
Verfolgungswahn. Sicherheitseinstellungen heißen dort "paranoid", und
ein solcher Wahn ist unter Menschen eine behandlungsbedürftige
psychiatrische Erkrankung.
Ich hingegen meine, in einer Umgebung, in der ich Vertrauen walten
lassen kann, brauche ich keine Abschottungen, weil die den Arbeitsfluß
behindern. Ich will voll über meine Rechner verfügen können, denn ich
habe sie bezahlt und nicht Frau Suse oder Herr Debian. Nach außen hin
muß das Netzwerk dicht sein, per NAT-Filter und mit freigegebenen
Ports für Dienste, die ich freigeben will, wie zum Beispiel httpd und
ftpd. Also ist Linux da eher hinderlich als nützlich, wenn es das
interne Rechnernetz blockt, weil man ja so paranoid ist.
Ich möchte zweitens meine Rechner nicht um der Rechner willen
betreiben. Wenn man sich ins Auto setzt, läßt man ja auch nicht den
Motor an, weil das ein Motor ist, sondern man will damit fahren. Ich
will meine Rechner nicht wegen Linux benutzen, sondern um, knapp
formuliert, Mediendateien zu erstellen, Filme zu gucken, Musik zu
hören und zu machen und so weiter und so fort. Ich will mir einen
Webauftritt bauen, will vielleicht bloggen - aber nicht der große
Linux-Konfigurator sein, der sich Nächte um die Ohren schlägt und am
Suse-Zeugs scheitert, weil Suse keine funktionierende Möglichkeit
bietet, ein Grafik-Subsystem passend einzustellen. Das ist eine so
grundlegende Sache, wenn die schon nicht funktioniert, ist der Rest
noch viel weniger vertrauenswürdig - und an dieser Einschätzung ändert
auch das hier veröffentlichte linuxoide Gejammere nichts, auch die
Killfiles meiner Nichtleser ändern da nichts - Linux hat bezüglich der
technischen Qualität erhebliche Probleme und wird die wohl auch so
schnell nicht los, denn das würde auf eine zeit- und kostenintensive
Neuentwicklung von Linux hinauslaufen. Wer steckt die Milliarden da
rein, die ein neues PC-Betriebssystem wie Vista gekostet haben wird?
Ich hatte eben übrigens das Vergnügen mit Mandriva. Eine ganze DVD,
aber trotzdem muß über das Netz installiert werden. Der
Installationsprozeß brach allerdings zusammen. Vielleicht hat der
ftp-Server mal eben den User "Anonymous" gekickt, vielleicht war es
ein Softwarefehler, weiß ich nicht. Neu booten, weitermachen.
Schließlich war Mandriva komplett installiert. Neu booten, und was
macht Mandriva? Hängt sich beim Booten auf. Bleibt einfach stehen. Ja,
und sowas soll überzeugen? Von was denn? Rechnersicherheit etwa? Das
ich nicht lache!
Kralle
.
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