Re: System spinnt



Christian Froese wrote:

Hi,

Albrecht Mehl wrote:

Albrecht Mehl schrieb:
Seitdem ich mit einer ramdisk auf meinem Suse-10.2-System experimentiert
habe, läuft das System Amok.
Was genau hast du gemacht, womit hast du experimentiert? Hast du eine
ramdisc oder ein ramfs direkt in der fstab eingetragen oder wie sahen deine
genau Experimente aus?

Wenn die Aussage stimmt, dass du schon ab und zu im / nachdem BIOS ein
Problem hast, dann wird vermutlich dein RAM kaputt sein, oder eine BIOS
Einstellung verkehrt sein, erst nach dem "Uncompressing Linux ..."
übernimmt Linux die Kontrolle, alles vorher ist Angelegenheit des BIOS oder
des Bootloaders.

Neustartende Systeme können durch defekten RAM oder auch überlastete,
altersschwache Netzteil ausgelöst werden. Was sagt memtest86?

Ich möchte für Experten noch nachtragen, daß während des Hochfahrens des
Rettungssystems unter den vielen, vielen Zeilen auch eine Fehlermeldung
war:

microcode on /usr/lib/microcode type tmpfs (rw) failed
Das könnte ein Hinweis sein, dass im Rescuesystem kein Microcode Update
(eine Art Firmware für den Prozessor) für deine CPU installierbar ist,
kenne neuere SuSE Versionen und ihre Initscripte allerdings nicht.

Kannst du auf einer Shell den Befehl
mount -t tmpfs microcode /usr/lib/microcode ; echo $?
absetzen und was ist die Ausgabe?

Ist das Verzeichnis /usr/lib/microcode überhaupt existent?


Ich kann nicht beurteilen, ob das mit meinem Problem zusammenhängt,
schreibe es aber mal, weil mehr Information immer besser als weniger ist.
Ich vermute nicht.

Hier steht was von RAM-Disk!
Das wird leider oft durcheinander geworfen. tmpfs ist keine RAM Disc im
eigentlichen Sinne, sondern ein Pseudo-Dateisystem, welches im Gegensatz zu
ramfs (auch keine RAM Disc, sondern ein Pseudo-Dateisystem) auch
ausgelagert werden kann.

tmpfs Dateisysteme wachsen und schrumpfen mit dem Inhalt, ihre maximale
Größe ist in den meisten Fällen begrenzt (physikalischer RAM / 2) und der
Kernel wacht sehr genau darüber. Sollte eine bestimmte Grenze erreicht
sein, so beginnt der Kernel damit längere Zeit nicht genutzte Dateien des
tmpfs auf die Festplatte (swap) auszulagern. Der Kernel selbst nutzt ramfs
um darüber das initramfs und schlussendlich auch das rootfs (seit der 2.6er
Serie) abzubilden.

Eine RAM Disc im klassischen Sinne wäre /dev/ram0 oder ähnliches. Diese
verbleibt im RAM. Aber auch hier sehe ich keine Möglichkeit sich das System
nachhaltig zu zerstören, da der Kernel eher einen OOM auslösen wird als
eine Situation aufkommen zu lassen in der Schaden entstehen kann. Und nach
einem Neustart hat sich das Thema dann so oder so erledigt.

Also wird es wohl mit deinem Experiment zu tun haben.
Das sieht eher nach einer Standardmeldung aus einem Initscript aus, das
versucht microcodes nachzuladen.

Viele Teile von Linux nutzen inzwischen eine kleine RAM-Disk: udev,
diverse Tempverzeichnisse, ....

Und da wird es schon Probleme geben.
Warum sollte es Probleme geben? Wir nutzen tmpfs auf allen Systemen vom
minimalen Embeddedsystem bis hin zum Server. Auf meiner lokalen
Arbeitsstation sind es insgesamt 10 kleine tmpfs Dateisysteme, die alle
fröhlich und Problemlos nebeneinander laufen. Ich tippe eher auf ein
Hardwareproblem.


Gruß

Sebastian
--
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.



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