Re: Aktuelle Linux Distribution fuer FSC Esprimo P5615 gesucht
- From: Rainer Koenig <Rainer.Koenig.Usenet@xxxxxx>
- Date: Mon, 28 May 2007 19:26:34 +0200
Hallo Otbert,
Otbert Froehlich <cjofr@xxxxxxxx> writes:
ist es schon irgendjemand gelungen, eine aktuelle Distribution mit
64 bit kernel unaufwaendig auf dem im Subject genannten Desktop
(beschrieben in c't 17/06) zu installieren?
Bislang habe ich mit SUSE (10.2) und UBUNTU (6.10 und 7.04)
Schiffbruch erlitten. Eine Suche im Netz brachte nur spaerliche
Hinweise auf Probleme mit ACPI und die SATA-Laufwerke (HD und DVD)
aber keine Loesungen.
Neuere Distributionen sollten eigentlich tun. Ich selber habe auf dieser
Plattform bereits installiert:
- RHEL 5
- Debian 4.0
- SUSE Linux Enterprise Desktop 10 (damit ist das Ding auch zertifiziert)
- SUSE Linux 10.2
- Fedora Core 6 (mit einem Trick für die Graphik)
- WIENUX
SATA sollte eigentlich keine Probleme bereiten wenn Du im "native Mode"
fährst und auf das im BIOS definierbare RAID-Zeugs verzichtest.
Einziges bekanntes "Feature" bei 64-bit-Distros wie SUSE10.2 ist, daß
man beim Installieren hängen bleibt weil er auf irgendwelche IRQs wartet.
Wenn man die Kernel-Meldungen via Serielle Konsole mitschneidet bemerkt
man vorher eine Zeile "MP-BIOS-Bug: Timer not connected to IO-APIC".
Dieser Fehler ist aber mit Kernel-Parametern wie ACPI=off umgehbar.
Zudem wird der Bugfix wohl bald ins BIOS eingebaut werden, dann kannst
Du diesen Fehler vermeiden indem Du im BIOS die HPET-Timer ausschaltest.
Wenn schon eine Installation zu Ende gekommen war, dann ist der
PC halt im laufenden Betrieb eingefroren. Bislang habe ich
nur verschiedene Versionen von Solaris-Express und Windows XP
problemlos verwenden koennen.
Verschiedene Symptome (aber keine verwertbaren Fehlermeldungen):
- Einfrieren von Maus und Tastatur
- haengender Plattenzugriff
- nur noch Griesel auf dem LCD, umschalten auf Konsole-Modus nicht
mehr moeglich
Das hört sich aber seltsam an. Hast Du ggf. schon mal einen Speicher-
test laufen lassen? Denn Deine 3 GB sehen für mich "seltsam" aus,
wurde das so geliefert oder hast Du selbst nachgerüstet?
Die Hardware:
BTX-Mainboard: FSC D2461 mit Chipsatz Nvidia nForce 6150 und
integrierter Grafik
Prozessor: AMD Athlon-64 X2 4600+ / AM2 Sockel
Hauptspeicher: 3 GByte (2 * 512 MByte und 2* 1 GByte)
HD: 2 * SATA2 (149 GByte + 232 GByte)
DVD: HL GCC-N10N DVD-ROM, SATA
Maus und Tastatur nur ueber USB anschliessbar
Bin fuer jeden Hinweis dankbar,
Im Zweifelsfall rufe die FSC-Hotline an und melde eine Störung. Evtl.
hast Du ja tatsächlich einen Defekt auf dem Mainboard, das sollte dann
getauscht werden. Wie gesagt, meine Erfahrungen mit dem System sind
nicht schlecht und das sage ich nicht nur weil ich der Linux-Papst
bei FSC bin und mein Job genau Linux auf den Desktops ist. :-)
Antworten weiterhin in die Newsgroup, die lese ich auch auf der Arbeit
und da Du "FSC" im Subject stehen hast wird mir dieser Thread dort
auch hervorgehoben. Wenn Du weitere Details für Insider beisteuern
willst: Identnummer des Gerätes und BIOS-Release. Die Identnummer
findest Du auf dem Aufkleber am Gehäuse, ist irgendwas mit 4 Buchstaben
und 6 Zahlen, die BIOS-Release findest Du im BIOS-Infoscreen (F2 fürs
BIOS, dann F1), die sollte R1.xx.2461.yy sein. Wobei xx und yy dann
das eigentlich interessante sind. Diese Fragen wird aber wohl auch
der Hotliner stellen.
HTH
Rainer
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