Re: Floppy-Images erstellen + bootfähig machen
- From: Markus Wichmann <nullplan@xxxxxxx>
- Date: Fri, 23 Mar 2007 15:56:03 +0100
Sieghard Schicktanz schrieb:
Hallo Markus,
Du schriebst am Mon, 19 Mar 2007 19:25:24 +0100:
...Tja - der grub braucht eben die BIOS-Kennung, um die richtigen Parameter
Aha, aber wie kriege ich ihn dann auf eine virtuelle Floppy?
Naja - wie Du gesehen hast, so garnicht.
Tja, wie du jetzt sehen kannst, ging es doch.
...OK, dann eben mithilfe von Bochs und der "offiziellen" Methode:
Ja. Vielleicht war das missverständlich: Ich habe die Kommandos
hintereinander weg ausgeführt, so wie sie dastanden, und sie nur mit
Ne, das war so schon verständlich. Es fehlt aber trotzdem der Aufruf von
"grub-install", den Du auf das per loop gemountete Image losgelassen
hattest - _hier_ hätte er funktioniert, weil ja _im_ Emulator das Image
als "echte" Floppy behandelt wird.
Du weist, dass Bochs kein OS mitliefert? Ich hätte mir also eine Distro
runterladen müssen, die grub installieren kann, nur um das bisschen
Floppy-Install zu machen, was ich auch sonst richtig hinbekommen habe?
Näh, so nicht.
Ja, aber laut der Anleitung auf <http://www.osdever.net>, Abschnitt
Tutorials und dort "Using Grub" soll man das so machen. Also erst die
Also _nicht_ installieren? Dann vergiß' die Anleitung lieber...
*hüstel* die hat schon so unter Windows (wo ich meine ersten Versuche
mit einem OS machte) geklappt. Da hieß es zwar nicht
cat $gdir/stage[12] > /dev/loop0
sondern
copy /b %gdir%\stage1 + %gdir%\stage2 boot
dd if=boot of=\\.\a:
aber das Resultat ist ja das gleiche.
stage[12]-Dateien zusammenhängend auf eine Floppy schreiben (raw), dann
eine zweite Floppy formatieren und dort die stage-Dateien drauf packen
(habe ich vergessen, tut aber nix zur Sache, weil die ja auf der zweiten
Floppy fehlen, die erste aber schon nicht bootet), dann die formatlose
Diskette booten und GRUB per 'setup (fd1) (fd1)' auf die zweite Floppy
Äh - wie soll denn _das_ gehen? Wie soll man eine "formatlose Diskette
booten" können? Zum einen muß eine bootfähige Diskette wenigstens schon
einen Lader enthalten, und zum anderen muß da ja was da sein, _das_ sie
"booten" kann, sonst ist ja nix da, mit dem man überhaupt was anfangen
könnte - nicht mal mehr das BIOS... (Das ist ab Boot nicht mehr zuständig.)
Mit "formatlos" meine ich "nicht formatiert". Dem BIOS ist nämlich
schnurzpiepe, in welchem Dateisystem die Floppy gehalten ist. Solange
die Bytes 511 und 512 die Bootloader-Signatur ($55AA) enthalten, werden
diese 512 Byte in den Speicher geladen (an die Stelle $7C00) und dort
ausgeführt. (Formatieren wäre eh sinnfrei gewesen, weil die notwendige
Tabelle, die beim Formatieren erzeugt wird, erst mal das zeitliche
gesegnet hätte.
schreiben. So habe ich das schon unter Windows hingekriegt, dort habe
Glaub' ich Dir nicht. Nicht _so_.
Kannste glauben, doch so.
Ich habe auch mehrere Hinweise darauf, dass dd nicht in KiB zählt, weil
Natürlich zählt der nicht von sich aus in "KiB", ohne weitere Angabe
benutzt der die "traditionelle" (CP/M-) Blockgröße von 128 Byte. Willst Du
was anderes, mußt Du ihm das mit dem Parameter "bs" (BlockSize) sagen.
Ich habe ihm ja ein "bs=1k" gegeben, aber wenn er das mit "bs=1000"
übersetzt, ist das Image keine Diskette.
- dd erzählt, es habe 1.5 MB erstellt. Es müssten aber 1.1 M(i)B sein.
Möglich - M als 10^6 gerechnet und aufgerundet...
Ja, das war mal eine Aufgabe in der Info-Klassenarbeit von letztem Jahr
gewesen, das auszurechnen. Es sind nun einmal 1440 KiB, und das sind
nicht 1,44 MB.
- mkdosfs meint, das loop-device hätte keine Floppy-Maße. (mkfs.vfat
schweigt darüber)
mkdosfs interessiert sich nur soweit für die File-System-Größe, als es die
Blocks referenzierbar machen muß. Ansonsten "frißt" es jede Größe, die mit
dem angegebenen Format machbar ist.
Na ja, es meckerte ja auch nicht wirklich, es schrieb nur, dass es den
Festplattenmodus anstelle des Floppy-Modus benutzt.
(BTW, mkfs.vfat sollte eigentlich nur
ein Link auf mkdosfs sein.)
Dem ist auch so, trotzdem hat dich nur mkdosfs beschwert. Ich tippe auf
einen internen Umschalter (if paramstr(0)='mkdosfs' then be_verbose :=
true;)
Die gebootete Diskette war die ohne Dateisystem. Also die mit 'cat
stage[12] > loop0' erstellte. Da war also definitiv stage2 drauf. Der
stage2 ist nicht vom BIOS ladbar. stage1 ist es (das _ist_ ein Ladesektor),
braucht aber weitere Angaben, die _eingepatcht_ werden müssen, was
normalerweise die "grub shell" macht oder zur Vereinfachung "grub-install".
Hm... seltsamerweise scheint das aber so zu klappen, wenn man nicht die
von SuSE verseuchten stage-Dateien nimmt, sondern dieselben selber bastelt.
die Plattengeometrie eines 3,5"-FDD? Darüber schweigt das Netz.
S. /etc/fdprm. Wonach hast Du gesucht? Du hättest verschüttet werden müssen.
Ich suchte nach "Floppy-Disk". Irgendwann fand ich eine Seite des
Elektronik-Kompendiums, auf der die Parameter aufgelistet waren.
Leider schweig das Internet auch darüber, wie man unter Linux ein
Disketten-Image aus /dev/null heraus holt. Ich weiß selber, dass ich
Aus /dev/null kannst Du nix rausholen - was da drin ist, bleibt drin;)
Meinst Du sowas:
dd if=/dev/zero of=Disketten.image bs=1024 count=1440
Ja, exakt das hat mir dann geholfen.
geht nicht? Ja, Du mußt es noch "formatieren": mkdosfs Disketten.image
Das Format ist GRUB erst mal primär egal. Erstmal muss der Bootloader in
den Speicher. Danach kann man über Dateisysteme sprechen. Prinzipiell
kannst du GRUB mit cat auf eine Diskette packen und damit sein System
booten, nur wäre eben nix mit menu.lst, weil nichts da wäre, wo die sein
könnte. Da müsste man also jedes mal selber die Kommandos tippen.
Mounten geht auch mit der "loop"-Option: mount -o loop Disketten.image x
Weiß ich. Ich mounte lieber direkt die Schleife, wenn ich da das Image
schon einmal dran habe. (Wäre sinnfrei, die Schleife erst zu leeren, um
sie dann wieder zu füllen.)
Dann zeigt mir "df":
.../Disketten.image
vfat 1424 0 1424 0% .../x
Und das kann ich problemlos beschreiben und wieder lesen, wie eine echte
Floppy...
Ja, ich auch. Jetzt. Dass das ganze Problem SuSis Schuld war, muss man
natürlich auch erst wissen.
Tschö,
Markus
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