Re: Ubuntu-GUI-Terror



Lasse Kliemann <stu33404@xxxxxxxxxxxxxxxx>:

Alexander Skwar <alexander@xxxxxxxxxx> wrote:

Ich meinte:

Da die grafische Installation von vielen Leuten als einfacher
angesehen wird, steigt auch die Effizienz in der Bedienung des
Systems. Vermeintlich kompliziertere oder weniger intuitive
Systeme werden meist nicht so effizient bedient.

Das widerspricht meiner Erfahrung.

Schön. Meiner nicht.

Vermeintlich kompliziertere Systeme
bieten manchmal eine Hemmschwelle, im wesentlichen ist das eine
emotionale Angelegenheit.

Ja. Und diese Hemmschwelle könnte vermutlich bei einem nicht
kleinen Teil der Leute dazu führen, das sie sich gar nicht erst
mit dem System beschäftigen. Canonical will eben dies bei Ubuntu
vermeiden.

Warum sollte absichtlich eine Hemmschwelle eingebaut werden? Geht's
doch darum, elitär zu bleiben?

Ist diese überwunden (und sie *kann*
überwunden werden), dann kommen die Vorteile der vermeintlich
komplizierteren Lösung zum Tragen.

Welche Vorteile wären das denn bitte bei dem Textmode Installer?
Das LVM/RAID unterstützt wird, zählt *NICHT*, denn das ist kein
Vorteil eiens *Textmode* Installers.

Diese können bei guten textbasierten
Interfaces enorm sein.

Und bei dem vorliegenden Installer?

Wobei es gar nicht so sehr auf 'textbasiert'
ankommt, sondern mehr darauf, dass Eingaben tastaturgestützt machbar
sind und kein Mauszwang besteht.

Nein, darauf kommt's nicht an. Ein Maus*zwang* wird von vielen
sicherlich noch nicht mal wahrgenommen werden - man schaue sich
einfach nur mal an, wieviel die Leute mit der Maus bedienen, selbst
wenn es alternative Möglichkeiten gibt.

Andererseits ist ein *Zwang* nicht wirklich gut. Es sollte auch
noch die Möglichkeit geben, mit der Tastatur die Applikation zu
bedienen. Hier ist Windows wirklich gut.

Allerdings: Wie kann denn der *vorliegende* Textmode Installer mit der
Maus bedient werden? Ich habe da keinen Cursor gesehen, als ich
die Maus bewegt habe. Du?

Es wurde bereits festgehalten, dass der Anfänger die Desktop-CD
herunterladen wird.

Vermutlich, ja. Dem stimme ich zu.

Hat er das getan, ist er auf die GUI festgenagelt.

Du schreibst das so, als ob das ein Problem sei. Gerade bei Ubuntu
kann ich Dich nicht verstehen.

Warum nicht beim Start der Installation fragen, was er möchte?

Weil Auswahl manche User abschreckt.

Dann
können "Mutige" mal den Text-Installer probieren und so vielleicht auf
den Geschmack kommen.

Warum sollten sie? Und: Auf welchen "Geschmack" denn? Den, von einem
öden Interface abgeschreckt zu werden, mit dem man auch nicht mehr
machen kann, als das Produkt zu installieren?

Auf den Geschmack eines effizient bedienbaren Interfaces,

Dies gibt's ja schon mit der GUI Version des Installers. Also?

bei dem nicht
analoge Zeigegeräte für diskrete Eingaben zweckentfremdet werden, zB.

Hä?

Willst Du mich anmachen, oder was? :)

Wo ist das Problem 10x (Zahl ist frei erfunden) auf "Next" zu klicken? Mehr
muss ja im einfachsten Falle nicht gemacht werden.

Selbst ich musste erst suchen, um eine Möglichkeit für den
Text-Installer zu finden. Das wird der Anfänger bestimmt nicht tun.

Wieso sollte er auch? Für den Anfänger scheint Canonical die Live CD
und den darauf befindlichen Installer als ausreichend zu erachten.

'Ausreichend' ist mir nicht gut genug.

Du bist nicht der Nabel der Welt. Ich auch nicht.

Gewissermaßen ist auch Windows 'ausreichend'.

Ganz recht.

Alexander Skwar
--
IF I HAD A MINE SHAFT, I don't think I would just abandon it. There's
got to be a better way.
-- Jack Handley, The New Mexican, 1988.

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