Re: Wozu Linux privat einsetzen?
- From: Andreas Kohlbach <ankman@xxxxxxxxx>
- Date: Thu, 22 Dec 2005 11:39:33 -0500
Dirk Ohme wrote on 22. December 2005:
>
> Andreas Kohlbach schrieb im Newsbeitrag
>> Wer, wie unter Windows (auch unter Linux) zum
>> Formatieren der Festplatte schreitet, wenn mal
>> etwas nicht geht, gibt auch "im realen Leben"
>> schnell auf, oder ist auf Hilfe anderer
>> angewiesen.
>
> Ziemlich pauschal diese Aussage, oder? Manch' einer stellt nach der
> Erstinstallation fest, dass es ihm doch lieber ist, /var woanders als
> in / zu haben, und dass das Plattmachen der Platte sicherer ist, als
> wenn man die (anderen) Partitionen verkleinert.
Ich meine dass der, der sich ernsthaft mit Linux beschäftigen will,
Probleme ohne Plattmachen des ganzen Systems beheben kann.
Meiner Erfahrung nach mit meinen "Bekannten", die Windows nutzen, ist
format c: das Mittel. Auch wenn diese Linux probieren, machen sie es
lieber platt bei Problemen, als mich zu fragen.
Es liegt IMO an der Mentalität der Leute. Wie im realen Leben, spiegelt
sich das auch am Computer wieder.
> Die Lebenszeit meiner (DLD-/Knoppix-)Linux- und Windows-Installationen
> waren in der Vergangenheit mehr durch die Lebenszeit der Hardware,
> denn durch sonstige Einflüsse begrenzt. Ich hab' auch oft genug von
> einer auf die andere Platte migriert ... nur um festzustellen, dass
> ein Neuanfang besser gewesen wäre, weil man die größere Platte lieber
> doch anders eingerichtet hätte, als die alte Platte eingerichtet war.
Ich hatte meine Suse 7.3 auf drei verschiedenen Festpatten (meist wegen
Vergrößerung), bis die Dritte auch starb. Man kann das machen, ich hatte
trotzdem bei einem neuen Rechner dann ein anderes OS drauf , obwohl ich
einige selbst gebastelte Konfigurationen von der Suse übernommen hatte.
> Wenn jemand seine Platte neu formatiert und ein OS neu aufsetzt -
> gleich ob xyz-Linux oder Windows -, dann mag das durchaus seine Gründe
> haben und der Lerneffekt dienlich sein. Denn auch bei der Installation
> eines Systems gibt es genügend Fallstricke und man kann was
> lernen. Mehr noch: Durch "unattended install" kann man sehr viel
> optimieren, gerade für den Fall des Crash Recovery.
Ich glaube nicht, dass die von mir beschriebenen User lernfähig sind. Und
das unabhängig vom OS.
> Mit Backups und so befasst Du Dich ja schon, oder?
Habe ich, aber nicht die besagten "Bekannten". Außer ihrem Pr0n und
Filmchen. Die sind ihnen doch so wichtig, dass sie die, wohl nachdem man
die ein, zwei Mal wegen format c: "verloren" hatte, auf CD brannte.
--
Andreas
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