Re: Anf?nger, blutig
- From: Ottmar Ohlemacher <2ohl......r@xxxxxx>
- Date: Thu, 08 Sep 2005 17:50:49 +0200
Juergen Ilse <ilse@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx> wrote:
>Hallo,
>
>Ottmar Ohlemacher <2ohl......r@xxxxxx> wrote:
>> Juergen Ilse <ilse@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx> wrote:
>>>Ohne selbststaendiges einarbeiten in die Eigenarten des Systems wird
>>>man an der (notwendigen) Administration des eigenen Linuxsystems
>>>scheitern. Es ist also *notwendig* fuer die Neulinge, sich daran zu
>>>gewoehnen, selbststaendig nach Informationen zu suchen. Warum also
>>>nicht fruehzeitig darauf hinweisen?
>> Es ist nichts dagengen zu sagen, wenn jemand lesen lernt, jedoch habe
>> ich beobachtet, das die Suche nach einer Antwort auf eine Frage, die
>> beim erlernen von Linux auftaucht, ich schon mal locker eine Stunde
>> oder noch mehr Zeit aufwende, bis ich die passende Antwort auf eine
>> Frage gefunden habe.
>
>Als kleines Kind habe ich damals zum erlernen der Schriftsprache
>erheblich laenger gebraucht, und ich hatte mich nicht darueber be-
>schwert, dass das ja viel zu lange dauern wuerde ...
Es ging nich um das "Erlernen" sondern es ging einfach darum, die
richtige Information in diesem "unendlichen" Informationsmeer zu
finden.
//Nachtrag: Und das auch noch zur richtigen Zeit! Nicht selten hat man
mal irgendwo etwas gelesen, doch man erinnert sich nicht, wo das war
und sucht sich einen Wolf, weil man keine Lust hat, wegen einer
vermeintlich trivialen Frage angepinkelt zu werden.
>
>> Das sind dann alles Fragen, die dann hier mit "das mu? man doch nicht
>> in einer Newsgroup fragen" oder mit "warum fragst du so triviales
>> Zeug" disqualifiziert werden.
>
>Zeig mir doch bitte mal ein Posting von mir in dieser Gruppe, in dem
>ich nicht mindestens einen Hinweis auf die passende Informationsquelle
>gegeben sondern statt dessen den Fragsteller so abgekanzelt haette.
Nun, ich meinte nicht Dich speziell, obglich ich mir auch von dir
schon vorhalten lassen musste "Warum fragst du so triviales Zeug" - es
ging damals um den Unterschied zwischen Hardlinks und Softlinks, der
in dem Buch, welches _ICH_ gerade zur Verfügung hatte, so umständlich
erklärt war, dass ich es damals nicht verstand. Das lag aber definitiv
an dem Buch. Nun - ich denke, wenn ich ein Buch lese, dass ich damit
schon zeige, dass ich mich um meine Wissenserweiterung bemühe, dass
dann etwas, was in diesem Buch für mich nicht verständlich ist, dass
dann eine "Berechtigung" vorliegt, in einer Newsgroup nachzufragen,
wie das denn wohl in dem Buch gemeint gewesen ist.
Sich dann aber noch den Vorwurf gefallen lassen zu müssen, man stelle
triviale Frage ist wirklich nicht angenehm.
Seither hab ich meine Arbeitsweise "leicht" umgestellt und fülle ein
Frage-File mit meinen Fragen, um diese nicht zu vergessen und um
gegebenenfalls mich der Frage erneut zuzuwenden, wenn ich wieder eher
einen "Nerv" dazu habe.
Allerdings weiß ich nicht, ob es sinnvoll ist, wenn man einen
Newsgroup nicht benutzt, weil man keine Lust auf "dumme Kommentare"
hat, weil die Fragen, die in meinem persönlichen Fragefile "vor sich
hinschimmeln" nützen niemandem - außer vielleicht mir, wenn ich diese
Fragen dann irgendwann noch einmal durchlese, sich vielleicht die
einen oder andere Frage durch hinzugewonnenes Wissen selbst "erledigt"
hat oder man
>
>> K?rzlich wollte ich wissen, wie ich es schaffe, dass ich das Grubmenue
>> so ab?ndere, das ich den Runlevel in Grub mitschicke, damit ich im
>> voraus ausw?hlen kann, in welchen Runlevel mein Linux booten soll. Zur
>> Beantwortung dieser vermeintlich trivialen Frage hab ich einige
>> Stunden _nutzlos_ verbraten.
>
>Du warst mit der Kombination der Informationen aus dem "BootPrompt-HOWTO"
>und der Dokumentation zu Grub ueberfordert?
Himmelhergottsakrament - woher hätte ich wissen können oder sollen,
dass die Information, die ich suchte in dem "BootPromp-HOWTO drinnen
stehen könnte?
Ich hätte beim Überfliegen der Howtos zwischen "meiner Frage" und dem
Begriff "BootPrompt" zunächst einmal gar keine Assoziation
hergestellt. Mit Prompt assoziere ich das "Eingabeprompt" der Bash,
der sich in seiner Darstellungsart konfigurieren lässt.
>
>> Das Wort Runlevel taucht in der ganzen Grub-Doku nicht auf.
>
>Weil es dort auch nicht hineingehoert. Grub startet den Kernel und
>uebergibt ihm Kommandozeilenparameter. Optional kann Grub auch noch
>eine "initial Ramdisk" laden oder bei einigen Systemen (Grub kann
>ja verschiedene Systeme starten) auch noch Treiber parallel zum
>Kernel laden und starten. Welche Kommandozeilenparameter der Kernel
>kennt und dass der Kernel die nicht erkannten Kommandozeilenparameter
>an den Prozess "init" weiterreicht, hat mit Grub nicht mehr das
>geringste zu tun.
Aber dass muß man doch alles erst einmal wissen. Ich meine *jetzt*
nach obiger Erläuterung dringt in mein Bewußtsein, dass ich beim
Booten dem Kernel irgendwelche Parameter mit auf den Weg gegeben
werden und dass man irgendwo nachlesen kann, welche Parameter da in
Frage kommen und welche Syntax die haben müssten - allerding wäre mir
in Zusammenhang immer noch nicht der Begriff BootPrompt eingefallen.
>
>> Googeln nach "grub und runlevel" hat hat im Web nur Schrott gebracht
>
>Natuerlich, weil das alles nichts mit Grub zu tun hat sondern mit
>den Parametern die an den Kernel (und von diesem ggfs. an init)
>uebergeben werden.
Fein - wunderbar...wenn man das weiß und einem bewußt ist, dass man
dem Kernel beim botten bestimmte Parameter mit auf den Weg geben kann,
dann läst sich auch gezielter danach suchen....für denjenigen, der die
Antwort kennt und weiß, wo er suchen muß, für den ist es leicht,
jedoch derjenige, der nicht weiß wie die "Zaubersuchworte" lauten, der
sucht sich einen Wolf und findet nichts....und muß sich nachher auch
noch durch die Blume verklausuliert anhören, dass er doof sei.
> Wenn man sich also z.B. im BootPrompt-HOWTO
>oder in den Beispielen zur lilo.conf oder ... informiert haette,
>waere es ein leichtes gewesen, diese Erkenntnisse 1 zu 1 auf Grub
>zu uebertragen.
Lilo hat mich nicht interssiert, weil ich mit Grub arbeite, weil man
bei Grub verschiedene Kernels ber Menue bootbar sind, man also (so wie
ich das als Newbie richtig verstanden hab) per Meneu den Rechner mit
einem anderen (neuen) Kernel booten kann und man, wenn das "in die
Hose" geht auch problemlos per Menue wieder den alten Kernel booten
kann, ohne die Gefahr, dass ich mich sebst "aussperre". Mit Lilo sei
das nicht so einfach möglich, weil Lilo (so wie ich das las) einen
Kernel nur über (Sektoren, Zylinder, Head)-Adressierung adressieren
lässt - man also für jeden neuen Kernel den Lilo-Bootloader neu
installieren muß.
>Grub kennt dagegen keine Runlevel, warum sollte
>also etwas von "Runleveln" in der Grub-Doku zu finden sein?
Gute Frage. Mir ist aber ansonsten nix eingefallen, wo den zum Teufel
die Information stehen könnte, die ich suchte.
>
>> Als ich dann die Frage in der Gruppe gestellt hab, musst ich mir dann
>> auch noch vorhaltungen anh?ren, dass man "sowas einfaches" nicht in
>> einer _NEWS_-Group fragt.
>
>Hast du keinen Hinweis auf das "BootPrompt-HOWTO" oder auf die FAQ
>bekommen?
Nein - von Helmut Hullen kam der Kommentar "Sowas kannst du in vielen
Büchern nachlesen, dass mußt du nicht in einer Newsgroup fragen"...und
das, obwohl ich mich schon einige Stunden durch Informaionsmüll
gekämpft habe.
Auf meinen Hinweis, dass ich nix gefunden hab, kamm dann der Kommentar
"Dann nimm halt Lilo" - also Nix mit dem Hinweis auf die
Bootpromp-Howto, sonder der Hinweis auf einen Bootloader, den ich
nicht verwenden wollte.
Von Oliver Warzecha kamm der Hinweis, das man mit "e" das Grubmenue
dynamisch editieren kann....
.....das hatte ich zwar schon gewußt und hatte auch weinig mit meiner
eigentlichen Frage zu tun, dennnoch hat mich der Hinweis darauf
gebracht, jetzt einfach mal auf gut Glück das Grubmenue "aufs
Geradewohl" so lange zu verändern, bis ich herausgefunden hatte, wie
ich den Recher dazu bringe, in den Runlevel meiner Wahl zu booten.
Weil ich alle Möglichkeiten "quasi" ausgeschöpf hatte.
Ich hatte noch Information gesucht - lange Zeit - ohne Erfolg
ich hatte hier gefragt - ohne Erfolg
was blieb da anders übrig, als probieren :-(
Sicher kann man vom Standpunkt des "Wissenden", der weiß wo und wie
und mit welchen Stichworten er suchen muß immer "von oben herab"
argumentieren, dass das doch alle ganz "einfach" ist und der Newbee
doch blos in der Doku lesen muß - doch wo(?) in welcher Doku steht die
benötigte Information - es gibt so viele davon und die FAQ behandelt
blos einen minimalen Bruchteil der Information, nach der man sucht.
>Ohne jetzt nachzusehen bin ich ziemlich sicher, dass du
>in beiden dazu etwas gefunden haettest (moeglicherweise aber nicht
>direkt auf Grub sondern allgemein auf Bootloader bezogen ...).
Der Begriff Runlevel taucht in der FAQ garnicht auf!
Die Tatsache, dass man beim booten dem Kernel irgend welche
Nachrichten mit auf den Weg geben kann, steht auch nicht expliziet in
der FAQ drinnen, auch nicht, was den das alles für Nachrichten sind,
die da dem Kernel beim booten mit auf den Weg gegeben werden können,
wozu sie gut sind und welche Sytax sie haben....
Richtig ist, das an mehrere Stellen in der FAQ - in "Nebensätzen"
jeoch nicht als eigenständiges Thema immer mal wieder erwähnt wird,
dass man dem Kernel Parameter mit auf den Weg geben kann.
Wenn man allerdings sich nicht bewußt ist, dass man dem Kernel beim
booten Paramter mit auf den Weg geben kann und man auch den Begriff
Bootprompt nicht kennt, dann hat man absolut keine Chance, auf diese
Information zuzugreifen.
Ich bitte das zu berücksichtigen.
Von daher halte ich also auch nachträglich meine Frage für voll
berechtigt.
Dass ich aber auf meine (Newbie)Frage(n) immer wieder mit den
Vorwürfen konfrontiert werde, dass es trivial sein was ich frage (hast
du mir vorgeworfen), dass man meine Fragen auch in Büchern nachlesen
könnte (Gegenfrage: Was kann man eigentlich nicht in Büchern
nachlesen?) und ähnlich unangenehme Reaktionen lässt mich auch
weiterhin meine Forderung nach eine Newbeegruppe aufrecht erhalten,
weil auch gerne mal "guten" Gewissens eine Frage posten möchte, ohne
das Gefühl zu haben, vom nächsten besten, dem Newbiefragen hier lästig
sind, angepinkelt zu werden.
Und um das vielleicht noch mal ganz deutlich zu machen, so glaube ich
nicht, das ein Teil der arrivierten Linuxuser beurteilen kann, ob ein
Newbie sich um Antwort bemüht hat oder ob er Bücher list....
.....von daher sind viele Anwürfe einfach unberechtigt und verursachen
bei mir ausgesprochen schlechte Laune - allein mein Verstand verhilft
mir, meine Flüche nicht ungefiltert im Netz abzusondern.
mfG Ottmar
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