Re: WeTab oder ähnliche Tabletts mit Linux Erfahrungen?



Hallo,

Am 27.12.2010 19:51, schrieb Heiko Bauke:
Hi,

On Sun, 26 Dec 2010 14:10:25 +0100
Jo Tin<joti1234@xxxxxxxxxxx> wrote:

Ich bin am überlegen mir ein Tablett zuzulegen.

Habs gestern gemacht :-)


ich auch. Habe aber noch kein passendes Gerät gefunden. Nach dem Apple
sein (leider viel zu geschlossenes) iPad vorstellte, kamen etliche
Clones auf den Markt, von denen mich aber bisher keines überzeugte.
Die allermeisten Modelle scheiden schon aus, weil keine
UMTS-Unterstützung vorhanden. Fand die Ankündigung zum WeTab sehr
spannend. Was dann tatsächlich geliefert wurde, war aber doch eher
ernüchternd (unausgereifte Software, mieses Display, laut, kurze
Akkulaufzeit ... ). Nach den Kritiken, die ich bisher las, hat Samsung
mit seinem Galaxy Tab wohl bisher das ausgereiftetste Gerät am Markt.
Ist aber kein Schnäppchen. Ich würde erwarten, dass 2011 noch einige
brauchbare Modelle erscheinen.

Das Galaxy hab ich mir angeschaut, und das scheint auch recht vielseitig zu sein, es ist etwas handlicher und hat auch einen Foto.
Allerdings habe ich es nicht genommen da ich mir nicht sicher war ob open office da installiert werden kann.
Außerdem wollte ich eine offene Plattform.


Am liebsten wäre mir
ein Linux basiertes mit offenem System.

Der ganze Hype um iPad und Co. kommt gerade daher, dass diese Systeme
nicht offen sind, und darum vermeintlich eine Reihe neuer
Geschäftsmodelle ermöglicht. Wer's offen mag, wird wahrscheinlich am
besten ein Modell mit Atom-CPU (vielleicht NEXOC Pad 10 - 3G, kennt
das wer?) nehmen, ein gewöhnliches Linux aufspielen und dann versuchen,
die Tablet-PC-spezifischen Komponenten (Touchscreen u.a.) halbwegs zum
Laufen zu bekommen.


Das WePad ist nicht schlecht, allerdings muss man sich viel selbst einrichten, es fehlt eigentlich mehr als was geht.

Schon nach der Erstinitialisierungs traten die ersten Probleme auf.
Wie mir ein Mitarbeiter bei Mediamarkt schon eindrucksvoll zeigte, waren danach nur zwei Icons auf dem Desktop, er vermutete auch dass da nicht mehr Programme mitgeliefert würden (schlechte Werbung für das WePad).
Nach einer Aktualisierung einem Neustart und noch einer Aktualisierung, war der Desktop aber komplett. Aber was heißt schon komplett.
Internet, Adressen, Mail (Claws) verschiedene Werbung, Nachrichten, Ebook, Wetter, Bing, Browser, etc. sind vorhanden. Allerdings in einer auf Hand- Wisch- Bedienung optimierten Version, die auf die Grundlegenden Aufgaben beschränkt sind.

Nach einem nachinstallieren verschiedener Programme aus dem App Store (ist aber fast alles Gratis), war dann Office (open Office incl. Zeichen und Datenbank) komplett. Mit der root Schell lassen sich dann noch weitere Programme installieren. Hier läuft jetzt Thunderbird, Firefox, Java, Nautilus und samba (in der Grundversion kann man nicht auf Verzeichnisse anderer Rechner zugreifen).

Telefonieren scheint außer mit skype nicht zu gehen und auch nicht vorgesehen zu sein.
Die on Screen Tastatur ist recht gewöhnungsbedürftig und da fehlen auch einige Tasten (eine über USB angeschlossene Tastatur wurde aber sofort integriert). Allerdings scheinen die weggelassenen Tasten bei einigen Programmen Probleme zu bereiten (z.B. habe ich den Firefox in den Vollbildschirm geschaltet (xvkbd) ohne eine Möglichkeit zu haben den zu beenden, ohne externe Tastatur).

Ansonsten läuft alles recht flüssig und lässt sich (fast) auf einen normalen Linux Desktop aufbohren. Dass der Lüfter manchmal etwas rauscht merkt man eigentlich immer erst wenn er sich wieder abschaltet:-)

Das hier schreibe ich gerade auf den WePad mit externer Tastatur.
Die Batterie hält bei intensiver Nutzung ca 3 Std. aber unterwegs werde ich es ja nicht ständig benutzen, ich hoffe dass das dann reicht.

Ich setz das mal einfach hier rein, vielleicht hilfts ja jemanden:-)

MFG Jo

.



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