Re: Mehr Plattendurchsatz für Workstation
- From: Richard W. Könning <Richard.Koenning@xxxxxxxxxxx>
- Date: Sun, 21 May 2006 23:32:22 +0200
Eric Wick <ericwhh@xxxxxxxxxxx> wrote:
Richard W. Könning <Richard.Koenning@xxxxxxxxxxx> wrote:^^^^^^^^^^^
Das wäre sehr naiv. Welche Dinge gibt es, denen "benutzen" nicht
schadet?
Die Zyklen spielen eine Rolle, die maximal 12 Stunden eingeschalteter PC
pro Tag mögen noch gehen. Aber eine Limitierung auf einige Prozent ist
Wie kommst Du auf Limitierung? Natürlich kannst und darfst Du die
Platte mit einem höheren Anteil fahren, die MTBF geht dann halt in
nicht näher definierter Weise runter.
dann der Knackpunkt. Angenommen beim Fernseher steht kleingedruckt: 6h/d^^^^
10%ED womit man bei 36 Minuten ist die er eingeschaltet sein darf. 15
Wie kommst Du auf "darf"? Es wäre halt die Bedingung, für die die MTBF
angegeben wird (weil man z.B. diese Bedingungen als typisch für den
normalen Gebrauch ansieht), es heißt nicht, daß er nicht länger
eingeschaltet sein *darf*.
Minuten dauern die Nachrichten, 90 Minuten ein Fußballspiel......
Zum Glück ist man da noch nicht soweit, Röhren haben keine Angaben. Bei
TFT Fernsehern findet man schon ca 50000h für das Backlight. Genug für
22 Jahre lang 6 Stunden pro Tag fernsehen:-)
50000h MTBF oder Life-Time? Ich vermute ersteres. Auch Eintags-Fliegen
könnten eine MTBF von Jahren haben, wenn sie den ersten Tag mit hoher
Wahrscheinlichkeit überleben.
Bei einem non-recoverable error sollte das Laufwerk einen Fehler zum
OS hin melden.
Es muss aber noch ausgewertet werden, ich denke gerade da wird viel
gelumpe betrieben. Windows macht zb kein Write Verify, mit einem
Auswertung eines negativen Returncodes ist imho Standard in jedem
ernstzunehmenden OS (zu denen ich auch Windows zähle).
schlechten Kabel zerschreibt sich der ganze Dateninhalt. Aber so ist das
speichern natürlich schön schnell:-/
Wer schlechte Kabel einsetzt, ist selber schuld.
Ich verstehe jetzt nicht, was Du sagen willst. Sind die Rechner bei
Dir weniger als 8-10 Stunden eingeschaltet? Wenn ja, dann würde ein
Ja ich betreibe hier kein Filesharing oder ähnliches das so lange
Laufzeiten der Platten verursacht. Aber wenn die Rechner laufen, dann
arbeiten die Platten auch die ganze Zeit dabei. Soll heissen das ich
Unsinn. Bei typischem Desktop-Einsatz tun die Platten die allermeiste
Zeit nichts.
eine Platte die Strom haben darf aber ohne zu arbeiten ziemlich abstrus
finde. Eine ED Angabe ist was für Heizgeräte, den Haartrockner,
Nochmals, beim typischen Desktop-Einsatz tun die Platten die
allermeiste Zeit nichts, in vielen Fällen dürfte 10% noch gewaltig
übertrieben sein.
Heiklebepistole und Lötkolben. Was sagt die Hausfrau wenn das neue
Küchenmesser 20 Jahre ohne Rostansatz in der Schublade liegen darf, aber
nach mehr als 2 Broten schmieren pro Tag abbricht?
auf dieser Grundlage berechneter MTBF-Wert grösser ausfallen, d.h. der
vom Hersteller angegebene MTBF-Wert wäre für Deine Verhältnisse
*unter*trieben.
Mit dem MTBF kann ich leben, aber die Reduktion auf Usage passt so
Was meinst Du mit "Reduktion auf Usage"? Das die MTBF von der Usage
abhängig ist, scheint mir bislang von Dir unbestritten zu sein. Daß
man die MTBF für einen typsiche Usage-Wert angibt, halte *ich* für
vernünftig. Und ich bin der Meinung, daß die Usage mit 10% für
Desktop-Platten realistisch angegeben ist.
garnicht ins Bild. Eine Festplatte ist nunmal ein Arbeitstier das
laufend liest, speichert und eventuell auch noch swappt.
Eine Festplatte im typischen Desktop-Einsatz liest/schreibt nicht
dauernd, da der PC typischerweise auf Eingaben vom Benutzer wartet,
und dieser ist gnadenlos langsam.
Nutzungsszenario eine deutlich niedrigere MTBF haben. Entweder kauft
er häufiger neue Platten oder er weicht auf für sein Szenario gebaute
Platten aus.
Er hat aber ein Dilemma, der Laden bietet genau 2 Typen von Platten für
ihn an. Sehr teure SCSI oder normales ATA, mir ist keine Werbeanzeige
begegnet die bessere ATA Platten bewirbt und anbietet. Wie würde sich
sowas nennen?
Iirc wurde in einem der von Dir genannten Links ein Maxtor-Vertreter
interviewt, der stolz verkündete, daß Maxtor eine dritte Linie
zwischen High-Performance-SCSI und Low-Cost-ATA anbietet. WD (iirc)
bietet auch S-ATA-Platten mit 10K UPM an, die ebenfalls in diesen
Bereich zielen, allerdings sind diese Platten schon deutlich teurer
als normale S-ATA-Platten, selbst wenn sie nicht wesentlich billiger
als vergleichbare SCSI-Platten sind, spart man sich immer noch den
SCSI-HA.
Dieser Satz stimmt selbst heute nicht. Und wenn ich die Amigazeit
nicht völlig falsch lokalisiere, müsste es damals noch SCSI-Platten
gegeben haben, die nicht teurer als ihre ATA-Pendants waren.
Ja das stimmt, ich kaufte den A3000 mit einer Quantum LPS-5x und 50MB
Kapazität. Kurz darauf wurde eine Quantum ELS-170 dazugebaut, die
kostete 10DEM mehr als eine gleichgrosse ATA Platte. Eine LPS-170 sollte
aber 80DEM mehr kosten. Da gab es sogar bei SCSI einen gesplitteten
Markt, Lowcost und Highend existierte parallel. Diesen Markt vermisse
Und Lowcost ist 1998 verschwunden, die DCAS war z.B. bei IBM die
letzte dieser Art (von IBM Entry-Level-Server-Platte genannt).
ich bei aktuellen ATA Platten, immerhin verkauft man Storageschränke und
Raidrahmen für solche Laufwerke.
Wie gesagt, WD hat sowas im Angebot. Maxtor jetzt anscheinend auch.
Es ist schade das sie IBM Anzeige nicht konserviert wurde, ich fand sie^^^^^^^^^^^
Meinst Du damit das von Dir erwähnte Interview? Ich bin eigentlich
davon ausgegangen, daß das Interview im redaktionellen Teil der c't
stand. Und wenn es dort stand, dann müsste es sich auf meinen
c't-CD-ROMs finden lassen, wenn ich die geeigneten Suchworte kenne
(mehrere c't-Jahrgänge nochmal komplett zu lesen ist mir dann doch
zuviel Aufwand).
damals erschreckend und bin heute über die Situation leider nicht mehr
verwundert.
Ich vermute immer noch, daß Du damals irgend etwas falsch verstanden
hast, deswegen bin ich ja am Original-Artikel interessiert.
Ciao,
Richard
--
Dr. Richard Könning Heßstraße 63
Tel.: 089/5232488 80798 München
.
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