Re: Mehr Plattendurchsatz für Workstation
- From: Richard W. Könning <Richard.Koenning@xxxxxxxxxxx>
- Date: Sun, 14 May 2006 23:36:06 +0200
Eric Wick <ericwhh@xxxxxxxxxxx> wrote:
Richard W. Könning <Richard.Koenning@xxxxxxxxxxx> wrote:
Welche Werte? Die genannten Randbedingungen (Power-On-Time und
Duty-Anteil) sind für jeden verständlich, der weiß, was MTBF bedeutet.
Ich denke nicht das die Käufer von Platten dies mit dem Hintergedanken
an "benutzen schadet dem Ding" machen. Bei MTBF Werten denken die meiste
Das wäre sehr naiv. Welche Dinge gibt es, denen "benutzen" nicht
schadet?
noch an echte Stunden von Kauf bis ableben.
Äh, was ist daran verwunderlich, daß die Zahl der Datenfehler mit
steigender Last nach oben geht? Hast Du etwa anderes erwartet?
Entscheidend ist ob der Hersteller ein Re-Read veranlasst damit übers
Kabel das richtige Byte zum Rechner geht. Irgendwann wird der Hersteller
das wegen der Performance kippen, dann geht eben das falsche Byte zum
Rechner und der Maschinencode ist ein anderer.
Bei einem non-recoverable error sollte das Laufwerk einen Fehler zum
OS hin melden.
typischen Desktopplatte geht man davon aus, daß sie 8-10 Stunden am
Tag eingeschaltet ist (aus dem von Dir angegebenen Link folgt u.a.,
daß IBM für sie ungünstigere Werte zugrundegelegt hat als Seagate).
In dem Markt muss jeder Hersteller wissen was er angibt, realere Werte
würde zumindest ich mehr schätzen als übertriebende. Die 8-10 Stunden
erreiche ich hier zb mit den Desktops nicht, selbst an Wochenenden wo
mal ein Rechner lange Zeit eingeschaltet ist.
Ich verstehe jetzt nicht, was Du sagen willst. Sind die Rechner bei
Dir weniger als 8-10 Stunden eingeschaltet? Wenn ja, dann würde ein
auf dieser Grundlage berechneter MTBF-Wert grösser ausfallen, d.h. der
vom Hersteller angegebene MTBF-Wert wäre für Deine Verhältnisse
*unter*trieben.
zweiten Boot-Versuch funktioniert. Da das Design-Life von Platten
typischerweise max. 5 Jahre beträgt, sehe ich keinen Grund, mich zu
beschweren.
Mit dem Wert bin ich auch einverstanden, solange die Industrie es
schafft den wirklich zu halten. So kann man eine Platte notfalls auch
noch gebraucht erwerben oder seine gebrauchte nach 2 Jahren
weiterverkaufen.
Beim Gebrauchtkauf muß man dem Verkäufer vertrauen, daß er die Platte
ordnungsgemäß betrieben hat (Temperatur, mechanische Belastung), ein
beträchtliches Risiko geht man also in jedem Fall ein.
Was soll mit dem Filesharer sein? Auch für seinen Einsatzbereich haben
Er produziert mit seinen blockweisen Mischübertragungen eine starke
Plattenbelastung, ich bin mal gespannt wann das jemand mit einer Studie
genauer ableuchtet. Defrag kann über Zeiträume noch stärker belasten,
aber Filesharing ist üblich ein 24/7 Job für eine Platte.
Ja und? Er muß halt damit rechnen, daß Standard-ATA-Platten in seinem
Nutzungsszenario eine deutlich niedrigere MTBF haben. Entweder kauft
er häufiger neue Platten oder er weicht auf für sein Szenario gebaute
Platten aus.
Industrie-Dauereinsatz auch nur ein halbes Jahr alt werden, der ist
einfach nur dämlich, analoges gilt für Festplatten.
Erinnert mich an Sätze aus der Amigazeit die man mir an den Kopf schmiss
"Du mit deinen bekloppten SCSI Platten, mit IDE krieg ich die zehnfache
Kapazität fürs gleiche Geld". Heute sehen wir das man Äpfel und Birnen
Dieser Satz stimmt selbst heute nicht. Und wenn ich die Amigazeit
nicht völlig falsch lokalisiere, müsste es damals noch SCSI-Platten
gegeben haben, die nicht teurer als ihre ATA-Pendants waren.
Ciao,
Richard
--
Dr. Richard Könning Heßstraße 63
Tel.: 089/5232488 80798 München
.
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