Re: Wozu noch DOS?
- From: Stefan Reuther <stefan.news@xxxxxxxx>
- Date: Thu, 27 Jul 2006 22:33:42 +0200
Udo Kuhnt wrote:
Stefan Reuther schrieb:
Du hast nur vergessen zu erwähnen, daß Du bei der Hostmaschine auch
auf das Booten warten mußt, was den Vorteil leider wieder
dahinschmelzen läßt. :-)
DOS hat nun zugegebenermaßen den Nachteil, daß bei einem Programmier-
fehler oft ein Reboot fällig ist.
Tatsächlich? Wenn mir unter DR-DOS im Multitaskingbetrieb ein Task
abstürzt, dann entferne ich ihn einfach und gut ist's. :-)
Und das geht auch noch, wenn der Task den Tastaturinterrupt übernommen
hat und wild im Speicher rumschreibt?
Schutz davor bietet eigentlich nur ein System mit Speicherschutz und
virtualisierter Hardware. Also zum Beispiel Windows oder Linux mit
entsprechender DOS-Box. Ich kenne den DR-DOS-Multitasker nicht, glaube
aber nicht, dass der das alles kann. Dann hieße er ja "Windows" :-) Der
von DOS 4 konnte es jedenfalls nicht.
Zum Abbrechen von "einfachen" hängenden Tasks gibt's ja so TSRs, die
einfach auf Tastendruck einmal INT 21/AX=4C00 aka 'Terminate' ausführen.
Aber das Programm, an dem ich rumentwickle, hat ein etwas elaboriertere
Nutzerschnittstelle, und auch noch andere Sauereien wie einen eigenen
DPMI-Loader, Grafik, umprogrammierten Timer usw. Wenn du das beendest,
ohne ihm die Möglichkeit zu geben, aufzuräumen, hast du deine
Grafikkarte im Splitscreen-Modus und die Uhr läuft 200x so schnell.
Stefan
.
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