Java-Rauschen (war: Re: Getter & Setter)



Jochen Theodorou wrote:
J. Stoever schrieb:
HTML ist als Plaintext auch grausam anzusehen. Und ?
aber bei HTML ist nicht so sehr der Source als viel mehr das was im Browser angezeigt wird wichtig. Ausserdem hat HTML alleine nicht

Und Java wird in der IDE angezeigt ;)

wirklich irgendwelche Konrollstrukturen... Kurzum es ist eine beschreibungssprache und als solche etwas völlig anderes als eine allgemeine Programmiersprache. Ich sehe XML zum Beipsiel auch nicht als etwas dass für den menschlichen Leser bestimmt ist, sondern ich bezeichne das als "cross machine language", kurz XML eben ;) Zudem habe ich bei HTML oft nur eine Datei, die ich betrachte.... bei Java hast du nur selten eine Klasse.

Klar, das sind ganz grundverschiedene Dinger. Ich wollte damit auch nur den Punkt machen, dass es nicht viel Sinn macht, Sachen aus einer unrealistischen Perspektive zu betrachten.

Wer im Jahre 2008 noch ohne IDE coded, ist imo entweder Totalamateur oder so veraltet dass er vermutlich sowieso nur ANSI-C beherrscht. Oder Assembler.Das heisst nicht das man in ruby weniger produktiv
ehm... finde ich jetzt nicht... man sollte sich eher fragen warum man die IDE überhaupt braucht und für was man die eigentlich braucht. Und

Warum ? Ich finde, eine interessantere Frage ist, warum man ueberhaupt gegen eine IDE ist. Ich sehe jetzt so spontan keine Nachteile (*) die es mir wuenschenswert zu erscheinen lassen, mich von IDEs zu distanzieren.

dann sollte man sich mal umschauen ob es nicht auch besser geht. Ich behaupte ja nicht, dass man wenn man Ruby benutzt nicht auch irgendwann eine IDE gut brauchen kann... Nur hängt das mit einer bestimmten Menge an Code zusammen und die erreicht man bei Java schneller als bei zum Beispiel Ruby. Schneller nicht im Sinne von Produktivität, sondern man

Java ist ja nun auch generell fuer andere Probleme geeignet als andere Sprachen. Wenn man ein schnelles kleines 5-Zeilen-Script basteln will, braucht man natuerlich auch keine IDE, aber dann waer' es auch normalerweise nicht sehr sinnvoll, Java dafuer einzusetzen. Ich wuerde mal, ganz pauschal jetzt, und in diesem Zusammenhang, sagen, dass sich Java eher fuer groessere Projekte eignet. Und fuer die ist dann eine IDE sowieso angebracht, egal welche Sprache.

es gibt Leute die Argumentieren für Smalltalk gerade wegen der IDE. Aber da ist die IDE indirekt Teil der Sprache und in das System integriert. Da bedeutet auch "seine" IDE zu benutzen, dass man von speziell angepassten Code spricht... nunja, ich will das jetzt nicht auswalzen.

Ja, natuerlich. Sprachen waren schon immer (naja, fast) eng mit den IDEs verbunden. Man denke da nur an das alte Turbo Pascal mit der Borland IDE, oder an die diversen Microsoft-Produkte. Das ist eben bei manchen so, sehe ich jetzt aber nicht wirklich als problematisch.


Ich habe auch nie behauptet dass ich Java nicht oder XML nicht mag.

Schon klar, das war eine rein rhetorische Aussage, um die Kritik zu polarisieren.

Ich habe Java als IDE-driven bezeichnet, weil es ohne IDE grausam ist. Dass heisst nicht das ich Java deswegen nicht mag. Ich sehe es allerdings für eine textbasierte Programmiersprache als Nachteil an, wenn sie aufgrund der "Umständlichkeit" der Sprache ohne IDE kaum nutzbar ist. Bei auf Grafiken basierenden Sprachen kommt man ohne IDE ja

Warum ? Dafuer muesstest Du mir, wie gesagt, erklaeren, warum es Dir wuenschenswert erscheint, Java ohne IDE zu nutzen.

Die Krise ist schon längst da, weil man solche Monster-IDEs überhaupt braucht. Man muss auch akzeptieren dass sich Java nicht sonderlich gut für manche Dinge eignet... dazu gehört zum Beispiel Multicoreprogrammierung (und ich meine mehr als 10 Kerne). Sicher... man

Wirklich ? Wieso ? Ich kenn' mich mit solchen Groessenordnungen gar nicht aus, wuerde mich aber trotzdem interessieren.

Also eine Sprache, die in komprimierter Form zeigt, was die unkomprimierte Form machen würde... Letztlich ist das aber eine neue Sprache, auch wenn sie auf Java basiert und 1:1 umgesetzt werden kann.

Waer' dann halt ein weiterer Abstraktionslevel.

Wenn man sich in "alternativen" Kreisen bewegt lernt man vor allem: Nicht alle Programmierer werden deine Auffassung teilen, auch wenn deine Argumente noch so stichhaltig sind. Und: Viele werden sich persönlich oder ihre Lieblingssprache angegriffen sehen, dich als jemanden bezeichnen der alles schlecht machen will (oder schlimmeres), auch wenn es dafür keinen objektiven Grund gibt.

Ja, natuerlich. Nichts koennen Programmierer besser, als sich ueber Nichtigkeiten streiten, am besten jahrelang ;)

Das ist keineswegs speziell für Java so. Fang mal in einer Rubygruppe damit an wie toll du Java findest und ein flamewar ist praktisch garantiert.

Meine Jugend hab' ich mit C vs Pascal und Windows vs DOS verschwendet ;)

Ich will auch nicht sagen X ist besser als Y. Insbesondere Groovy habe ich nie als Sprache gesehen die Java ablösen will, sondern die mit Java zusammenarbeiten will. Allerdings sollte man auch in der Lage sein mal zu versuchen logisch argumentierend zu Diskutieren und mal in Kauf nehmen dass die Lieblingssprache Nachteile hat und dass es andere besser können.

Das "Problem" ist ja nicht wirklich ein Java-Problem. Wie Du selber sagst, da gibt es durchaus noch ein paar mehr Sprachen die aehnlich laut Rauschen. Aber wie gesagt sehe ich noch nicht, dass dieses "Problem" wirklich eins ist, und nicht einfach eine (neutrale) Eigenschaft.

*: Natuerlich gibt es Nachteile bei vielen IDEs, aber das sind alles Sachen, die nicht inherent mit IDEs verbunden sind, sondern nur spezifische Probleme, die man loesen koennte, ohne auf eine IDE zu verzichten (z.B. Feature overload und aehnliches).
.



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