Re: X Windows bzw API
- From: "Henry Kiefer" <otc_friend@xxxxxxx>
- Date: Wed, 3 Aug 2005 14:13:47 +0200
> > OK. Ich konkretisiere es: Erst Knoppix und dann Kanotix fielen bei mir
> > durch.
>
> Das muss am Rechner liegen. Bei mir laufen sowohl Knoppix als auch Kanotix
> ohen Probleme, aber Windows98 geht einfach nicht. Allerdings habe ich auch
> eine etwas ältere Knoppix-Version, die auf meinem Rechner nicht will.
Tja, der gleiche Rechner läuft anstandslos mit Win98SE. Es ist ein älteres
Modell im Originalzustand (also kein Modding oder so).
Daß die Soundkarte unter Linux nicht funktionierte, habe ich nicht als
wirklich wichtig empfunden.
>
> > Die Installation ist sicherlich noch das einfachste bei allen Systemen.
> > Als ich dann aber Linux nicht mehr booten konnte, weil im Bootprozeß
> > Dateisystemfehler entdeckt worden und diese dann in ca. hundert
> > Bildschirmseiten "in Deutsch(er) Langsprache" kaputtkorrigiert wurden.
> > "Wollen Sie bla bla...", ok ok ok ok ok eingeben. Dagegen ist Scandisk
ja
> > ein Wunder der Programmierkunst.
>
> Seit Jahren gibt's Dateisysteme mit Journal. Ich würde es mal als
> Anfängerfehler einstufen, wenn man heute noch ext2 verwendet - und dann
> soll man sich aber nicht darüber beschweren, dass eine Linux-Installation
> mit Technik von vor 10 Jahren sich anfühlt wie vor 10 Jahren ;-).
Hm. Eine Expertin hat mir die Installation auf Platte erklärt mit dem
Hinweis ich möge ReiserFS nehmen. Das tat ich dann auch. Nach meinem
Kenntnisstand ist das ein Jounalling-FS. Wieso der Rechner beim Booten (alle
x-mal) dann einen Fullcheck des Dateisystems brauch, konnte ich auch nicht
ergründen. Jedenfalls dauerte das dann jedesmal eine Ewigkeit bis der
Rechner weiterbootete. Überspringen kann man das auch nicht.
>
> > hab ichs dann aufgegeben und mich wieder mehr der Arbeit und nicht dem
> > Spielen gewidmet. BTW: Hätte vielleicht wirklich sofort SuSE nehmen
> > sollen. Die Vielzahl an "Distributionen" schreckt den unbedarften
> > neugierigen Umsteiger bei Linux auch sehr ab. Hinter den wirklichen Sinn
> > solcher Maßnahmen kam ich bislang immer noch nicht.
>
> Es sind keine "Maßnahmen", dass es viele Distributionen gibt, es liegt
> einfach in der Natur der Sache. Linux ist frei, jede kann eine
Distribution
> machen, wenn er will. Es gibt auch keinen Masterplan, oder sowas. Es gibt
> keine Linux Inc., die entscheidet, was mit Linux passiert. Die
> Distributionen haben auch klar differenzierte Zielsetzungen, und weil es
> einen Markt gibt, muss man sich eben als Benutzer auch damit
> auseinandersetzen.
Sicherlich. Nur wie es mit Vererbung und Kindern nun mal ist, ist jeder neue
Ast unterschiedlich zum Original und wer behält dann die Übersicht? Allein
vom Kernel existieren und werden bewußt (ältere) benutzt(!) diverse
Versionen, sowohl in zeitlicher Version als auch in Versionen nach
freigeschalteten Funktionen. Nur ein Experte kann da die Übersicht behalten
und vor allem das richtige benutzen. Wie gesagt, wer den ganzen Tag mit
seinem PC verbringen will/muß, hat damit sicherlich nicht so ein großes
Problem wie ein Anwender, der nur ein bißchen seine Homepage hosten will,
den eigenen Web-Server mit PHP betreibt und ein paar weitere Anwendungen
brauch.
>
> Der Sinn der Sache ist, dass nicht jedes Linux für jeden gleich gut
geeignet
> ist.
Ich hab mich echt tagelang reingekniet unter den verwirrten Augen meiner
besseren Hälfte...
....und mußte es einfach aufgeben, da ich nicht ewig lebe.
> Noch-Bundesjustizministerin.
Achso. Politik interessiert mich nicht sonderlich.
>
> Wer heute lediglich einen Rechner ohne DVD-Laufwerk sein Eigen nennt, der
> ist fast schon für's Vintage-Computer-Festival geeignet ;-). Ich würde ihm
> auch nicht empfehlen, SuSE Linux zu installieren, denn da ist die Hälfte
> der Programme nur auf der DVD drauf (analog Knoppix oder Kanotix booten:
> Auch da sind die wirklich rund laufenden Systeme die auf DVD).
Der Rechner (sagen wir einer meiner Rechner) hat sehr wohl DVD genau aus
diesem Grund. Hab es bislang aber noch nicht gebraucht.
Im Übrigen hänge ich trotz alledem der Vorstellung nach, daß ein Rechner
nicht ein paar hundert MB für Software brauch. Sonst würde ich mich ja auch
nicht für Forth interessieren. Gute alte Assemblerzeit!
>
> > Womöglich hängt die neue Playstation die Desktop-PCs bald ab? Immerhin
3x
> > PowerPC zu einem guten Preis - wenn ich das richtig mitbekam.
>
> 3x PowerPC ist die neue Xbox. Die Playstation hat 1x PowerPC und 8x Cell.
Aha. Naja, spielen tue ich ja auch nicht. Bin also nicht interessant fürs
Marketing ;-)
PowerPC ist übrigens furchtbar in Assembler (Hatte mal eine Hardware mit
diesem Typ entwickeln müssen). Manche CPUs lassen sich nur in Hochsprache
leicht (übersichtlich) programmieren.
>
> > Die Auswahl an freier oder kostengünstiger Software ist aber bei Win
> > einfach besser. Ich konnte leider keinen anderen Eindruck gewinnen.
>
> Ich werde hin und wieder von meiner Schwester gefragt "kennst Du ein xxx
für
> Windows". Ich suche dann in den üblichen Quellen. Die Anzahl der Treffer
> ist garantiert höher, aber wenn ich z.B. einen freien CD/DVD-Brenner
suche,
> kommt kein einziges der 20 Treffer an den Leistungsumfang von K3B heran.
Je nach eigenem Fokus ist man unterschiedlich blind.
>
> > Sicherlich ist Linux für professionellen Einsatz eher geeignet.
>
> Ja. Aber ich bin bei Leuten, die von sich selbst zugeben, mit Linux nicht
> weit gekommen zu sein, sehr skeptisch, was Aussagen über die Qualität und
> Quantität von Software unter Linux angeht. Wenn man unter "kostengünstiger
> Software" natürlich sowas wie die mehreren 100 Raubkopien zum offiziellen
> Verkaufspreis von insgesamt 50000¤ versteht, die unter Windows-Nutzern
> anscheinend üblich sind, dann kann ich die Argumentation allerdings
> nachvollziehen.
Weder behaupte ich Linux-erfahren, noch ein Windoof-Experte zu sein -
allenfalls fortgeschrittener Win-User aus Notwendigkeit. Frag mich lieber
was zu Elektronik-Hardware - da bin ich "Experte".
Mittlerweile kaufe ich eigentlich keine Software mehr. Entweder habe ich sie
bereits rumliegen oder es ist eh kostenlos. Ich werd nie mehr ein paar
hundert Mark für einen C-Compiler ausgeben wie vor 15 Jahren. Lohnt nicht
wie die Erfahrung zeigt. Mittlerweile existiert zumindest für Win und wohl
auch für Linux anwenderfunktional gleiche Software für lau.
Sonnigster Gruß -
Henry
www.ehydra.de.vu
.
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