Re: X Windows bzw API
- From: "Henry Kiefer" <otc_friend@xxxxxxx>
- Date: Tue, 2 Aug 2005 17:17:11 +0200
Hallo Bernd -
> Für Win9x (bis ME) garantiere ich (weiß ich), dass MINOS nicht
funktioniert
> - und ich bin nicht in der Lage, mich darum jemals wieder zu kümmern, denn
> meine beiden letzten Rechner (also seit 5 Jahren) sind *nicht* zu Windows
> 9x kompatibel. D.h. man *kann* das gar nicht auf ihnen installieren. Ja,
> alles x86, geht aber trotzdem nicht (u.a. Treiber nicht verfügbar).
OK. Ich konkretisiere es: Erst Knoppix und dann Kanotix fielen bei mir
durch. Dagegen lief BeOS sehr zufriedenstellen, wenngleich dessen
Funktionsumfang mich nicht befriedigt und ich auch nicht den versprochenen
Geschwindigkeits-Boost feststellen konnte.
Auf MINOS bezog ich mich hier nicht.
>
> Wer tatsächlich ernsthaft behauptet, dass Windows installieren einfacher
sei
> als eine moderne Linux-Distribution, der hat keine moderne
> Linux-Distribution ausprobiert*. Man muss Linux auch nicht mehr
> installieren, um es auszuprobieren, es gibt genügend Live-CDs oder DVDs.
In
> der c't 13/2005 war jedenfalls eine von SuSE dabei, und da hat man nach
ca.
> 2 Minuten Boot-Zeit eine arbeitsfähige Linux-Version auf dem Bildschirm
> (wenn auch nicht auf der Platte). Wenn man einen Router mit DHCP hat, ist
> man nach diesen 2 Minuten sogar schon im Internet, ohne irgendeinen Knopf
> gedrückt zu haben. Gut, mit einem Steinzeit-Rechner, auf dem sich Windows
> 98 noch installieren läßt, wird man mit einer modernen Linux-Version wohl
> nicht glücklich.
Die Installation ist sicherlich noch das einfachste bei allen Systemen. Als
ich dann aber Linux nicht mehr booten konnte, weil im Bootprozeß
Dateisystemfehler entdeckt worden und diese dann in ca. hundert
Bildschirmseiten "in Deutsch(er) Langsprache" kaputtkorrigiert wurden.
"Wollen Sie bla bla...", ok ok ok ok ok eingeben. Dagegen ist Scandisk ja
ein Wunder der Programmierkunst.
.... und anderen unerfreulichen Dingen wie der schieren Unmöglichkeit
DAUERHAFT einen WLAN-Stick zu installieren und damit ins Internet zu
gehen...
hab ichs dann aufgegeben und mich wieder mehr der Arbeit und nicht dem
Spielen gewidmet. BTW: Hätte vielleicht wirklich sofort SuSE nehmen sollen.
Die Vielzahl an "Distributionen" schreckt den unbedarften neugierigen
Umsteiger bei Linux auch sehr ab. Hinter den wirklichen Sinn solcher
Maßnahmen kam ich bislang immer noch nicht.
>
> Für Privatanwender gibt es natürlich erhebliche Vorteile, wenn man sich
> Linux installiert: Zunächst einmal bekommt man Stabilität und Sicherheit
> umsonst, die es bei Windows auch für Geld nicht zu kaufen gibt. Dann: Für
> praktisch alle Fälle, die ein Privatanwender so braucht, hat man schon
> vorinstallierte Software, und zwar völlig legal. Außnahme: DVD abspielen,
> da muss man erst im Internet etwas 'runterladen (das ist zwar keine
> Raubkopie, aber Frau Zypries behauptet, es sei trotzdem illegal).
> Allerdings ist dem üblichen Windows-Privatanwender scheißegal, ob das
jetzt
> legal oder illegal ist, und deshalb sieht er auch keinen Vorteil. Seine
> Raubkopien laufen jedenfalls nicht auf Linux ;-). Und wer spielen will,
> soll sich eine Playstation kaufen.
:-)
Win98SE läuft sehr stabil. Wundert mich auch. Selbst wenn ich mittlerweile
mal wieder ne Menge Kram installiert habe.
DVD spiele ich garnicht. Ich hab nen schnöden alten VCR.
Wer ist denn Frau Zypries?
Womöglich hängt die neue Playstation die Desktop-PCs bald ab? Immerhin 3x
PowerPC zu einem guten Preis - wenn ich das richtig mitbekam.
Wunderlicherweise macht Apple ja jetzt genau das Gegenteil wahr, was sie vor
10 Jahren schon planten, nämlich den Umstieg von 68K bzw. PowerPC auf eine
Alternative, jetzt also x86.
>
> Als Programmier freier Software ist für mich Windows Zeitverschwendung.
Man
> braucht zu lange, um ein Ergebnis zu bekommen, das Ergebnis ist ob der
> vielen kleinen Bugs in Windows, um die man herumprogrammieren muss, nicht
> zufriedenstellend, und das Feedback ist ernüchternd. Die Rückmeldungen
sind
> jedenfalls bei weitem nicht proportional zu den Downloads.
Die Auswahl an freier oder kostengünstiger Software ist aber bei Win einfach
besser. Ich konnte leider keinen anderen Eindruck gewinnen. Sicherlich ist
Linux für professionellen Einsatz eher geeignet.
>
> *) oder zur Übung mal ein Windows NP/2000/XP auf einem Rechner mit
> SATA-Harddisk installiert. Da muss man *zuerst* eine Diskette (!!!)
> erstellen (!!!), auf der die notwendigen Treiber sind, und dann gleich
beim
> Start der Windows-Installations-CD auf F6 drücken, um dann später
überhaupt
> die Gelegenheit zu kriegen, diese Treiber zu laden (und auch das geht
*nur*
> von Laufwerk A:). Und ein ordentlicher moderner Rechner hat überhaupt kein
> Diskettenlaufwerk.
Ja. Nur mal so schnell geht oftmals garnicht heutzutage. Man kann
Depressionen kriegen davon.
Es dauert wirklich Jahre die Streu vom Weizen bei den Programmen zu trennen
und für den eigenen Gebrauch den richtigen Mix zu finden. Das macht einen
Umstieg umso schwerer. Wenn ich mir überlege, den wievielten Texteditor ich
schon ausprobierte.....
Nun ja, etwas vom Thema abgekommen.
Sonniger Gruß -
Henry
www.ehydra.de.vu
.
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