Re: Frage zu Limit rekursiver Funktionen!



Stefan Reuther schrieb:
> Alexander Bartolich <alexander.bartolich@xxxxxx> wrote:
>> [...]
>> 48-bit-Zeiger brauchen de-facto den selben Platz wie 64-bit-Zeiger,
>> ohne den selben Gewinn zu bringen.
>
> Man kann nun trefflich darüber streiten, ob man nun 16 Milliarden GB
> Adressraum braucht oder ob nicht auch 32000 GB schon viel mehr sind
> als man je nutzen wird. Zumindest für das, was ich so tue, ist
> beides weit jenseits von gut und böse. Ich würde zwischen 48 und 64
> Bit keinen qualitativen Unterschied merken.

Arbeiten mit größeren Datenmengen, z.B. ein Feld von 1000 * 1000 * 1000
doubles, ist in einem 64-bit-Adressraum trivial (kann ein Mathematiker
in FORTRAN 77 machen), erfordert ansonsten richtige Programmierer.

Arbeiten mit Dateien größer 2 GB ist auf 32-bit Systemen sehr aufwendig.
Mit einem 64-bit-Adressraum kann man solche Dateien einfach als Memory-
Mapped-File einblenden.

Klassische Anwendungen sind Archive (ZIP von der ganzen Platte ...),
Multimedia (10 Minuten Video ~ 2 GB) und Datenbanken im weiteren Sinn
(z.B. auch die CNFS-Buffer des INN-Newsservers).

Oder halt beide Fachgebiete kombiniert, etwa Frequenzanalyse von Videos.

Flache 64-bit-Zeiger machen das Leben des Programmierers einfacher.
Segment/Offset nur schwerer.

>>> [...]
>>> Da diese Threads sich immer noch den 32-bit-Adressraum teilen müssen,
>>> wäre das immer noch ein Fortschritt gegenüber z.B. den weniger als
>>> tausend Threads die du unter heutigen Betriebssystemen theoretisch
>>> bekommen kannst (2 GB User-Adressraum, minus Bereich für Code, dividiert
>>> durch z.B. 2 MB Stack-Adressraum pro Thread);
>> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>> Häh?! Wo kommt die Zahl her?
>
> [...]
> Ist halt ne Standardeinstellung, und meine Erfahrung sagt, dass 99%
> aller real-existierenden Coder sich da nie drüber Gedanken machen
> und es dabei belassen.

Sobald ein Coder an diese Grenze stößt, wird er sich automatisch
Gedanken darüber machen ... deine Aussage ist alleine schon deswegen
falsch.

--
Es gibt keine Tyrannei im Zustand der Verwirrung.
.



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