Re: Welche Serverhardware fuer VM?
- From: Benjamin Gawert <bgawert@xxxxxx>
- Date: Tue, 19 Feb 2008 20:22:51 +0100
* Jörn Hansch:
Die IT in unserem Buero ist etwas ueberholungsbeduerftig :-(
Auf dem Server sollen (neben normalem NAS und einen evt. FTp-Server) vor allem 6-7 VM (Windows XP; MS-Office sowie Netz- und datenbanklastige Branchensoftware; kein Multimedia) ordentlich und møglichst fix laufen. Das ganze sollte skalierbar und spæter auch gut aufruestbar sein!
Verstehe ich Dich richtig, auf dem Ding sollen 6-7 virtuelle Windowsxp-Maschinen laufen?
Pro VM kannst Du mindestens 1GB RAM einrechnen, ich würde der Performance Willen lieber mit 1.5GB rechnen, was bedeutet, dass schon alleine für die VMs schon 7GB - 10.5GB RAM benötigst -> 12GB oder 16GB RAM und ein 64bit-Betriebssystem.
Wenn die VMs halbwegs performant laufen sollen brauchst Du auch entsprechend CPU-Power. Als Minimum würde ich einen schnellen XEON der 5300- oder 5400-Reihe (Quadcore) ansehen, z.B. einen XEON 5355, in einem Dualprozessor-System.
BTW: auch die Netzwerkanbindung nicht vergessen! Ich würde Dir zwei Gbit-Netzwerkports im Server mit Link Aggregation empfehlen.
Hat jemand einen Tip fuer mich, was da in Frage kommen kønnte?
Fuer den Anfang schwebt mir ein Singleproz. mit 100 GB Raid und 4 GB Ram vor - ist das fuer die Anforderungen erstmal ausreichend?
Definitiv nein. Mit 4GB RAM kommst Du bei 6-7 VMs nicht weit, es sei denn, Du teilst den VMs sehr wenig Speicher zu -> langsam. Ein Prozessor ist wie geschrieben ok, und beim RAID kannst Du bedenkenlos auch auf SATA setzen.
(Vorrausgesetzt, dass das ganze spæter noch entsprechend aufruestbar ist?) Ist da ein Budget von ~2000€ fuer den Anfang realistisch?
Das wird eng, vor Allem wenn Du kein Spielzeug sondern Server-Hardware willst. Zwei CPUs bedeutet bei intel z.B. FB-DIMM-Speicher (teuer), aber auch mit Opterons kommst Du bei gleicher Leistung nicht billiger. Vom Selbstbau würde ich eh abraten, kauf lieber einen fertigen Server eines Markenherstellers wie HP oder Dell. Billiger kommt Selbstbau eh nicht, und im Schadensfall hast Du Garantie mit Vor-Ort-Service, bei dem Du das Ersatzteil am nächsten Tag hast. Beim Selbstbau darfst Du entweder das defekte Teil einschicken (dauert nicht selten Wochen) oder entsprechende Ersatzteile vorhalten (teuer, totes Kapital), und musst froh sein, wenn Du nach einem Jahr noch ein gleichwertiges Ersatzteil bekommst.
Für Deine Anforderungen passen würde z.B. von HP der ProLiant ML350 G5:
<http://h10010.www1.hp.com/wwpc/us/en/sm/WF05a/15351-15351-241434-241646-241477-1121586.html>
Lass Dir das Ding als BTO (Build-to-Order) von einem HP-Partner wie MCL zusammenstellen (ist oftmals überraschend günstig), mit einem XEON 5365, 12GB oder 16GB RAM und z.B. drei 250GB SATA Platten. Die Kiste kann zwei XEON 5300 und bis zu 32GB RAM aufnehmen und hat einen schnellen Smart Array E200 Hardware-RAID-Controller (SAS/SATA) on-Board und ist leicht erweiterbar. Dazu hat das Ding standardmässig 3 Jahre Garantie mit Vor-Ort-Service und (je nachdem, wo das Ding stehen soll, eventuell nicht ganz unwichtig) ist verdammt leise.
Benjamin
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