Re: Parallele PCI I/O Karte nachinstallieren
- From: Michael Baeuerle <michael.baeuerle@xxxxxxx>
- Date: Sat, 23 Jun 2007 13:31:22 +0200
Joseph Terner wrote:
Michael Baeuerle wrote:
Joseph Terner wrote:
Michael Baeuerle wrote:
Koennte man nicht eine PCI/ISA bridge wie sie seinerzeit auf jedem
Mainboard zu finden war mit auf die Karte packen? Kostet Geld, und
koennte mit einem schon vorhandenen ISA Bus kollidieren. "Nicht
realisierbar" ist aber IMHO was anderes ... eher "macht keinen Sinn".
Die PCI-to-ISA-Bridge war nicht nur seinerzeit, sondern ist auch immer
noch auf jedem x86-Mainboard zu finden, die ist nämlich zur Anbindung
des NEC-µPD765/Intel-82072A/82077A-kompatiblen Floppy-Controllers nach
wie vor erforderlich.
Ich bin da gerade nicht up-to-date, ist der Controller wirklich noch
ueberall drin? Floppy-Laufwerke sind doch schon seit geraumer Zeit
ausgestorben.
Diskettenlaufwerke werden immer noch neu hergestellt und sind leichter
zu bekommen als DVD-RAM-Laufwerke mit Cartridge-Aufnahme.
Das verstehe ich auch nicht, jetzt ist schon die MO Technik am
aussterben und DVD-RAM ist nichtmal mit Cartdridge ein wirklicher Ersatz
dafuer. Niemand scheint ein zuverlassiges removable direct-access Medium
mehr zu brauchen. Selbst mein Videorekorder nimmt DVD-RAM mit Cartridge,
aber Daten sind ja offenbar nicht so wichtig ...
Solange Windows XP nicht ausgestorben ist, wird das auch noch so
bleiben. Dessen Installationsprogramm besteht auf Storage-Treiber von
Diskette.
Seit der Markteinfuehrung von Vista ist es doch bei neuen PCs quasi
ausgestorben. Es sei denn Firmen koennten die alten Versionen noch
ordern.
Der heilige Gral der Abwärtskompatiblität tut sein übriges. ;-)
ISA Slots gibts nicht mehr, RS232 und Parallelport sind weg,
Ja, im Consumer-Bereich. Das mit der Abwärtskompatibilität bezog sich in
erster Linie auf die Software. Darum gurken doch alle mit x86 herum,
oder nicht? ;-)
Klar, abseits davon gibt es ausser OSS in der Regel keine Alternativen
zum nativen kommerziellen OS. Dank OSS laeuft auf einer Sun aber auch
Linux und BSD. Scheitern tuts nachher an Flash, Acrobat Reader und
solchem Kram der eben doch nur fuer ganz wenige Plattformen existiert.
Aber es gibt ja xpdf und Flash wird zu 99% sowieso nur fuer Kinderkram
verwendet.
Trotzdem stellt sich die Frage: Wie kommt die in den Mainboard-Chipsatz
integrierte 8237-Emulation an den PCI-Parallelport? Dessen Portrange
kann die PCI-Karte ja nicht belegen.
Deswegen habe ich ja angenommen, dass man die ganze ISA Bridge
(inclusive 8237) auf die PCI Karte packt.
Ich prognostiziere, daß der 8237 auch nach Abschaffung des
Floppycontrollers als Stub zurückbleiben wird. Die Gefahr geht kein
Hersteller ein, daß sich eine Menge Software komisch verhält, weil da
plötzlich auf I/O-Adresse 0 nix mehr ist.
Natürlich kann man einen 8237 auf die PCI-Karte tun, dann muß die
Software aber auch wissen, wo sie ihn findet. Aber wenn die Software das
eh wissen muß, dann kann man es aber auch gleich richtig machen.
Das ist ein Argument.
Wenn das alles so einfach wäre, warum mußten dann im letzten Jahrzehnt
solche Handstände bei PCI-Soundkarten[1] veranstaltet werden, um sie
Sound-Blaster-kompatibel zu machen?
Andere Baustelle, das war eine DOS Altlast.
Um die geht es doch. Ansgar sprach von irgendwelchen Portadressen aus
dem ISA-Range. Die braucht man nur, um DOS-Altlasten zu bedienen.
OK. Ich dachte jetzt eher an einen vorhandenen ECP Treiber den man durch
Hinzupatchen einer variablen Basisadresse irgendwo auf dem PCI portieren
koennte. Sowas gabs doch mal mit pseudo-NE2000 Netzwerk auf PCI.
Haette DOS sich um den Sound
gekuemmert (ist ja eigentlich der Job des OS),
Das ist zweifellos der Job eines modernen Betriebssystems, aber nicht
der von DOS (Disk Operating System). Für Hardwarezugriff ist DOS nicht
zuständig, sondern das BIOS.
Den laecherlichen Job der dann noch uebrig bleibt haette man dann auch
gleich noch ins BIOS integrieren koennen ;-) Vielleicht waere die Welt
dann nicht mit MS betraft worden ...
Fuer mich ist ein "OS" was anderes (meine persoenliche Ansicht). Aber
ein "DOS" das nicht in der Lage ist selbst auf Platten zuzugreifen -
kein Kommentar.
waere es nicht noetig
gewesen die SB-Zugriffe in jedes Spiel reinzuprogrammieren. So wars aber
und man musste deswegen versuchen den Programmen weiterhin den "ISA
view" auf den PCI Sound zu bieten.
Naja, hätte man die paar DMA-Signal-Leitungen mit auf den PCI gepackt,
dann wäre das kein Thema gewesen. Die Kompatibilität zur ISA-VGA inkl.
Video-Memory unter 1 MB und Video-BIOS hat man ja auch hingekriegt.
Man koennte zwar so laufen aber mit Kruecken machts offenbar viel mehr
Spass ;-)
Micha
.
- References:
- Parallele PCI I/O Karte nachinstallieren
- From: thomas mollowitz
- Re: Parallele PCI I/O Karte nachinstallieren
- From: Gunnar Schuster
- Re: Parallele PCI I/O Karte nachinstallieren
- From: Ansgar Strickerschmidt
- Re: Parallele PCI I/O Karte nachinstallieren
- From: Joseph Terner
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- From: Michael Baeuerle
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- From: Joseph Terner
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- From: Joseph Terner
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