Re: Wiederherstellung RAID-Backup



Guten Tag

Andreas Wenzke <andreas.wenzke@xxxxxx> schrieb

8-9 Tage
Und Du wunderst Dich, warum es nun immer noch zu Problemen kommt?
Der Zustand des Raid kann sich zwischenzeitlich stark verschlechtert
haben.
Ja, das war sicher riskant. Allerdings denke ich, dass der Zustand des
RAIDs schon vorher so war.

Der Zustand war schon schlecht, sonst haette schon das Rebuild
funktioniert.
Doch ist es unwahrscheintlich, dass die ganzen Versuche und Zeit es
haben besser werden lassen.

Lass den Patient sterben und basele einen Neuen.
Und spiele dann von den vielen verschiedenen Platten die Daten wieder
ein, fertige dann endlich ein komplettes Backup an und bewahre es gut
auf.
(Schliesslich scheint es hier um unter 2TB Daten zu gehen.)
Das NAS gehört einem Freund, der eben zig Audios und Videos teilweise
redundant auf zig externen Festplatten hatte.

.... und sie somit sogar selber einspielen kann.
Nebenbei: die wenigsten Raid-Systeme sind als mobile Datenspeicher
fuer den Heimgebrauch und Heimtransport gedacht.

Das NAS wurde als zentrales Medien-Archiv angeschafft.
Ich habe von Anfang an auf ein vernünftiges Backup gedrängt, aber da es
noch allerlei Anderes zu tun gab, ist er nicht dazu gekommen, da etwas
Vernünftiges einzurichten.

*hust* Ich vermute 'mal, dass er das 4Port-Raid5 als Neuware gekauft
hat.
ST31000340AS sind aktuell kaum noch zu habn und mit fast 100Euro
Stueck weit ueber preis. Sagen wir, er hat pro Platte 50 Euro gezahlt:
200 Euro fuer die HDDs.
Qnap Turbo Station TS-409 Pro aktuell bei rund 350 Euro.
Bei Nutzdaten von unter 2TB.
Somit sehe ich einen Kostenaufwand von mehr als 500 Euro. Dazu der
Zeitaufwand ein Raid5 ueber 4 Platten zu errichten, initialisieren,
pruefen und fuellen.
Waeren dei der Datenmende 2 Stueck 2TB HDD nicht billiger und
schneller gewesen?
Eine der 2TB HDD kann in einem NAS-faehigen Gehaeuse arbeiten und die
Zweite als USB oder eSATA das Backup erstellen.
Billiger, schneller und weniger Probleme in diesem Fall.
Dein Kumpel mag nun gelernt haben:
Es ght billiger, schneller (mit Backup) und fuer diesen aktuellen
Anwendungszweck besser, wenn man nicht nur auf Prestige "Raid5" setzt,
sondern die Sache etwas genauer durchdenkt.
Von der Zeitersparniss der 8-9 Tage, die Du bisher daran herum
werkelst kan man dann auch absehen.

Die ganz relevanten Daten (Kundendaten etc.) sind noch anderswo vorhanden.

Also: Lass das Raid5 sterben, teste alle beteiligten Platten intensiv.
Wenn sie fehlerfrei sind, setze das Raid5 neu auf, initialisiere es
ordentlich, und lass ihn die Daten wieder aufspielen.
Achja: Und wenn es schon um ein raid5 mit eigener Firmware und sogar
Kunden/Firmendaten im geschaeftlichen Umfeld geht: Macht keien
Experimente mit Softwareerweiterungen auf dem Raid wenn das Backup
nicht aktuell ist!

Es wäre nett, wenn man den Aufwand vermeiden könnte.

Ach, der Aufwand von nun 8-9 Tagen ist doch sowieso schon drin.
Vergiss das alte Raid5! Es sind nun rund ueber 200Stunden schon
verballert worden. In der Zeit waere das Ding schon laengst wieder am
laufen oder die Fehlerstelle lokalisiert und Ersatzbeschaffung
angestossen.
Bisher ist nur unnoetig Zeit verschwendet worden. In der Zeit haette
man die Dateien sogar von Hand selektieren und den Kpiervorgang auf
das neue Raid anstossen koennen.
Vergiss es also jetzt darauf zu hoffen "Zeit" oder gar "Aufwand" zu
ersparen. Es steck jetzt schon mehr von beidem in der Sache drin, als
es haette sein muessen.
ich beiss emich auch gerne an Problemen fest, aber wenn es keinen Sinn
macht, lasse ich dabei auch dann irgendwann los.
2 Tage und vielleicht noch ein Wochenende (dass dem Hobby Computer)
geschuldet waere, mehr waere die Sache nicht wert gewesen - wenn die
Daten ja sowieso noch irgendwo vorhanden und zugaenglich sind.

Wie bekome ich ihn dazu, beim Kopieren Lesefehler zu ignorieren?
Dazu muestest Du die Firmware des Raid gut genug kennen.
Evtl. hilft Dir der Support oder das Manual noch etwas, aber wenn die
Daten auch wo anders noch vorliegen: lass es sterben und erzeuge ein
Neues.
Gibt es nicht so etwas wie dd_rescue auf Dateiebene?

Nur, wenn es in der Firmware drin ist und das musst Du jemand fragen,
der die Firmware kennt. Klar, darauf laeuft ein angepasstes Linux,
aber die Linux-ueblichen Befehle hast Du ja vermutlich schon probiert.

So in der Art "Kopiere, bei Lesefehlern mache mit der nächsten Datei
weiter"?

Wieviel unnoetige Zeit willst du da noch reinstecken?

Ich denke, dass der Großteil der Daten noch problemlos lesbar ist, über
300 GB hat er ja schon erfolgreich kopiert.

Dann merke dir doch, bei wecher Datei er Probelem hat und ueberspringe
sie einfach bei der Auswahl der zu kopierenden Daten.

Da es ein Freund ist, der mir auch schon oft weitergeholfen hat, will
ich ihn auch nicht mit: "Tja, hättest Du mal früher ein Backup gemacht!"
abspeisen...

Wo ist das Problem? Dass er hierbei lernt, wie wichtig ein Backup fuer
wichtige Daten ist?
Dass er lernt Festplatten mit seit laaaangem bekannten
Firmwareproblemen sind keine sichere Bank? (Ist er ein grosser Freund
von russischem Roulette?)
Dass er lernt, dass Datenrekonstruktion leider doch Aufwaendig sein
kann?
Klar, es ist schoen, wenn man einem guten Freund helfen kann und ich
helfe auch sehr gerne, aber Du allein bekommst es aktuell ja nicht
hin. Und wenn er es eben auch nich kann: geht zu jemand der es kann
oder verschwendet nicht noch mehr Zeit mit Versuchen, sondern geht die
Problemloesung endlich direkt an.

Sorry fuer die hoffentlich klaren Worte, aber endlos an einem
annaehernd hoffungslosen Fall zu werkeln, wenn es mehr Zeit
verschwendet als die Alternative ist sinnlos.
.



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