Re: Festplatte als Langzeitdatenspeicher



Richard W. Könning wrote:

Arno Welzel <nospam.0x3721@xxxxxxxxxxxxx> wrote:

Nico Kammel wrote:

Ich halte da wenig von.
Festplatten fallen meist aus, weil die Schmierstoffe abhanden kommen.
ACK. Das tun sie aber nicht "mal eben". Hersteller geben für aktuelle Modelle oft eine MTBF von 50.000 Stunden und mehr an. Selbst bei

50.000 ist aber arg wenig, Seagate gibt z.B. für seine Barracude

Ich sagte "50.000 und mehr" ;-)

7200.10-Serie eine MTBF von 700.000 h an. Davon ab hat aber MTBF
nichts mit Lebensdauer zu tun, auch Eintaggsfliegen könnten eine MTBF
von 700.000 h haben, wenn sie denn den einen Tag mit sehr großer
Wahrscheinlichkeit überleben würden.

Richtig - *alles* kann auch nach einer Woche kaputtgehen. Aber bei einer MTBF von fast 80 Jahren(!) kann man wohl davon ausgehen, dass eine redundante Lagerung auf 3 oder 4 Platten dieses Typs keine hohe Wahrscheinlichkeit für Datenverluste besteht, wenn die Teile mal die kritische Anfangsphase überstanden haben.

24h-Dauerbetrieb sind das über 5 Jahre. Bei guter Lagerung und

Nochmal, die MTBF gibt keine Lebensdauer an, sondern ist ein
statistisches Maß für die Fehlerhäufigkeit, mit der man z.B. (unter
der nicht ganz zutreffenden Annahme einer gleichmäßigen Verteilung)
die Wahrscheinlichkeit berechnen kann, wieviel Ausfälle man nach einem
Jahr (oder einem halben Jahr) zu erwarten hat.

Da aber die Lebensdauer aus genau diesem Grund nirgends angegeben wird, muss man eben die MTBF als Orientierung nehmen.

umsichtiger Handhabung sollte man diese Zeit auch bei gelegentlichem Betrieb problemlos erreichen. Und alle 3-4 Jahre auf neue Platten umkopieren ist auch nicht so problematisch - wenn nicht ohnehin sinnvoll, wenn neue Schnittstellen gängig werden, wie jetzt z.B. mit SATA.

Da mit Ausfällen zu rechnen ist, sollte man entweder mehrfach
speichern (also faktisch RAID-1) oder, wenn einem das zuviele Platten
kostet, ein Backup-System auf RAID-5-Basis wählen (wie es z.B. Heise
macht). Um Mißverständnissen vorzubeugen: das ist etwas anderes, als
seine Daten im Rechner auf einem RAID-5-Verbund abzulegen, nämlich ein
eigenständiges System mit u.a. möglichst unabhängiger Stromversorgung
und einem schmalen SW-Interface, d.h. die Platten sind nur indirekt
über die Backup-SW zugreifbar.

ACK.


--
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