Re: skalierbares und redundantes Speichersystem



Markus Malkusch wrote:
...
Wrdest Du den Ist-Zustand (Server samt Anbindung an die Clients) noch
mal nher beschreiben?

Ca. 130 Clients an 7 Switches, die selber an einem Switch verbunden
sind. Bis hierhin war's 100MBit dann geht's vom zentralen Switch auf
ein 1GBit Switch an dem auch der Server hängt.

Ok, also dürfte schon ne Menge auf dem Kasten los sein, wenn direkt
dahinter ein GBit-Interface sitzt.

Der Server selbst ist
'ne Linuxkiste mit Samba und 4 Platten im Raid-5 bei denen bald der
1TB erschöpft ist und auch kein weiterer Kanal für 'ne neue Platte
frei ist. So wurd's mir zumindest erklärt. Das Problem ist das ich
jetzt die dritte Generation nach den Urvätern dieser Topologie bin
und keine wirkliche Dokumentation vorhanden ist.

Ist aber ein Software-RAID, oder?
Hast Du noch ein paar Informationen zum Rechner selber?
Interessant wären bspw.
- verbaute Innereien (Board, Karten, Platten [Anschluss], ggf.
Controller)
- Externa: Gehäuse (Platz?) und Netzteil

Dann könnte man sich Gedanken um die weitere Verwendung (Backup-Server
oder Controller für DAS) machen.

Euch scheint es ja primr auf Platz anzukommen - da ist SCSI bzw.
dessen Abwandelungen schlichtweg zu teuer.

Und vorallem aber um Skalierbarkeit. D.h. den Platz zu erhöhen soll
auch in Zukunft ohne Probleme sein und für den Endnutzer transparent.

Hmmm ... wie siehts da eigentlich unter Linux samt Samba mit Laufwerken
2 TB (an einem Stück) aus? Wie würde sich die daran eventuell hängende
Windows-Welt verhalten?
Ich weiss ja nicht, wie transparent sich das für die Anwender nun
darstellen soll: Platz für alle an einem Stück oder (bildlich
gesprochen) bspw. Stockwerke Eins und Zwei auf Laufwerk 1, und dann,
wenn der Platz nicht mehr reicht, Platten nachlegen, zweites Array
erstellen, zweite Etage samt Freigaben auf zweites Laufwerk
verschieben - zwei Etagen glücklich? Würde das als "Transparenz"
reichen?

Ich wrde mich da insgesamt in Richtung easyRAID (bspw. aus Richtung
Starline) orientieren: mit einer 12-Laufwerkslsung wie dem Q12 oder
gar dem Q16 solltet Ihr mit acht Laufwerken im RAID5 um 300 GB erst
einmal ausreichend Platz haben. Spter wre dann noch Platz fr
mindestens weitere vier Laufwerke - wenn bspw. die 500er Platten
noch gnstiger sind ...

Und wie geht's danach weiter?

Zwei Szenarien sähe ich da:
- die 300er Platten des ersten Arrays durch etwas (deutlich) Größeres
ersetzen
Wie weit die Online-Kapazitätserweiterung der großen easyRAIDs geht,
weiss ich leider nicht:
Entweder kann man ein vorhandenes Array nur um mehr Platten erweitern,
oder auch Platte für Platte durch Größere ersetzen. In jedem Fall muss
man den neu gewonnenen Platz dem RAID begreifbar machen und anschließend
auf OS-Ebene das entsprechende Laufwerk vergößern - oder eben ein
Zweites erstellen.

- ein zweites externes RAID kaufen und mit Platten bestücken
Speziell in dem Fall würde es sich rentieren, einen SCSI-Controller >U2W
mitsamt schnellem Bus dahinter angeschafft zu haben ...
BTW: ich erinnere mich dunkel daran, hier mal gelesen zu haben, dass die
Zahl der Hersteller von SCSI-Controllern, die mit Devices (und nichts
anderes sind die im easyRAID erstellten Arrays für den Controller ja) >
2 TB umgehen können, sich auf "1" beschränkt. Ärgerlicher Weise waren
das ICP Vortex mit Ihren nicht ganz günstigen, internen RAID-Controllern
:/
Ich hoffe, das hat sich inzwischen geändert. Auch das wäre eine Frage an
den kompetenten Support von Starline Wert.

Alternativ bauen bspw. www.happyware.de auf Supermicro-Basis sehr
interessante Server mit bis zu 15 internen Platten - auch auf Open-E
NAS-Basis.

Also ich habe mir jetzt auf Wikipedia die Artikel zu NAS, SAN, FC und
iSCSI reingezogen

Da hast Du mir etwas voraus.

und verstehe nicht ganz die Unterschiede zwischen
SAN und NAS.
Besteht so ein NAS aus Servern die miteinander für einen Client (in
unserem Fall der Samba-Server) ein großes Blockdevice darstellt?

Also unter NAS versteht man gemeinhin Speicherplatz am Netzwerk - das
kann ein Festplattengehäuse mit Ethernet-Anschluss und ein wenig
(lahmer) Elektronik drin sein, das kann (zumindest IMHO) auch von der
Definition her ein Server sein, der nichts anderes macht, als Daten für
andere Rechner vorzuhalten.
Letzteres sind die Geräte von Happyware ein normaler Server samt viel
Plattenplatz und vorkonfiguriertem Betriebssystem auf bootfähigem
Flash-Speicher.

Wie sich nun genau ein SAN definiert, ist mir auch nicht 100%ig klar,
zudem widerspricht in meinen Augen dieser Artikel auch meiner gerade
getätigten Aussage:
http://www.tecchannel.de/storage/netzwerk/402110/

Da bislang wohl kein groer Wert auf ein Backup gelegt wurde, das
Geschrei bei einem Datenverlust aber doch wohl gro wre, wrde ich das
nicht auer Acht lassen:

Ja, das muss bei einer Sitzung mal besprochen werden.

Dazu wrde ich u. U. erwgen, Euren alten Server ein wenig mit
Plattenplatz aufzursten und per (Software-?)RAID und ebenfalls
schneller Netzwerkanbindung als Backup-Server einzusetzen ... Das
drfte preislich dann immer noch in Eurem Budget liegen.

Naja, das scheitert schon daran dass der alte irgendwann nicht mehr
genug Plattenplatz für alle Daten haben wird.

Ok, wenn Du sagst, dass Aufrüsten kaum möglich ist ...

Nö, ich denke da kommen
dann Bandgeräte in Verbindung mit einem inkrementellem Backup hin.
Aber das muss erstmal bewilligt werden und ist im Moment nicht akut.

Hast Du Dir mal die Preise für Bandlaufwerke für diese
Kapazitätsregionen angesehen?
Ich zitiere an der Stelle mal dich und Rainer aus diesem Thread:

Für 6000,-? kann man sich langsam im professionellen Bereich
umschauen.
Eigentlich nicht.
Fuer den eigentlichen Datenserver schon, aber der verursacht ja nur
20% der Kosten. Der Rest gehts fuers Backup drauf.

Ich will nicht ketzen, aber die Rede war doch von "Musik und Videos" von
Studenten - Daten, von denen aktuell nicht mal _ein_ zentrales, simples
Backup exisitiert. Nun/Dann müsst Ihr Euch zusammensetzen, um die
Notwendigekit eines zentralen Backups zu ergründen, um anschließend für
"nicht Akutes" mindestens das Doppelte des eigentlichen Projektbudgets
noch einmal zu investieren?

Wenn Ihr Nägel mit Köpfen machen und Du nicht "basteln" willst, sehe ich
momentan nur eine Möglichkeit, samt Backup in der Nähe Eures Budgets zu
bleiben:
Zwei weitestgehend identische (Happyware-)NAS-Systeme mit 15
Plattenschächten - einer als Produktiv- und einer als Backup-System. In
beiden würde ich mindestens fünf Schächte frei lassen und mit 3x0er HDDs
im RAID5 anfangen.
Um die Kosten pro Maschine (mindestens für den Backup-Server!) zu
drücken, würde ich anstelle der ICP Vortex-Controller entweder auf die
offenbar gar nicht schlecht performanden 2220 von Highpoint oder gar den
nicht-RAID-Controller von Supermicro selbst (für Software-RAID) setzen.
Beide Karten haben acht Ports, es würden also zwei benötigt.
Die Supermicro-Boards habeneigentlich alle zwei schnelle Ethernet-Ports,
damit wäre wohl eine Netzwerkstrecke nur für Backups frei. Dann sollte
noch neben denen für die Controller ein (dritter) PCI-X-Steckplatz frei
sein - den könnte dann in fernerer Zukunft ein potenter SCSI- oder
FC-Controller für einen externen Plattenstapel (siehe Softline) bzw.
eine Library belegen. Vorher würde ich aber erstmal die internen
Einbauplätze weiter belegen und ggf. ein Array mit größeren Platten
ausstatten.
Zu der Hand- und Fußlösung sollte sich noch je eine USV pro Server
gesellen und sich beide Geräte (Produktion und Backup) idealer Weise in
verschiedenen Brandschutz-Ebenen befinden ...


Steffen


.



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