Merkwürdige Inkompatiblitäten von AGP-Karten mit Brückenchip?
- From: Andreas Cammin <andreas.cammin@xxxxxxxxxxxxxxxx>
- Date: Sat, 22 Apr 2006 18:12:47 +0200
Hi Group,
in meinem Rechner werkelt ein Mainboard MSI K8T Neo mit einem Athlon64 3000+ darauf. Bis vor einem Jahr steckte eine GeForce 5200FX im AGP-Slot, welche eigentlich durch eine 6600GT ersetzt werden sollte. Nur habe ich mehrere Karten von verschiedenen Herstellern probiert, doch bei keiner liess der Rechner überhaupt mal eine Einschaltmeldung sehen - der Bildschirm blieb komplett schwarz. Über irgendwelche Unverträglichkeiten des Boards mit AGP-Karten mit GeForce 6XXX-Chip war im Netz nichts zu finden.
Stattdessen fand eine Sapphire Radeon 9800SE den Weg in den Rechner, mit der charmanten Eigenschaft, zuverlässig zu funktionieren und erstmal wieder genügend Leistung zu bringen.
Gegen Weihnachten war es dann wieder so weit - der Kauf eines 17" TFT-Monitors machte die Nutzung der 1280er Auflösung notwendig und brachte so erneuten Leistungsbedarf. Da die vorhandene 9800SE hervorragend lief, wurde eine Sapphire Radeon X700 angeschafft. Diese liess sich zwar booten, aber es blieb bei Installation aktueller Treiber der Bildschirm dunkel. Nur die Treiberversion 5.9 schien zu laufen, zusätzlich musste im BIOS die Option AGP Fast Write deaktiviert werden.
Vor 2 Wochen blieb der Rechner dann beim Booten von Windows XP einfach zwischendrin hängen. Nach einer Neuinstallation des Systems und des Treibers wurde der Bildschirm dunkel, sobald sich ein Fenster öffnete.
Die Karte wurde ausgebaut und gegen die zum Glück noch vorhandene Vorgängerin 9800SE ersetzt, und siehe da - das System lief einwandfrei! Also schien die Karte von Anfang an defekt gewesen zu sein.
Der Händler schickte die Karte also ein, und sie kam gestern zurück mit der Mitteilung, dass sie in Ordnung wäre. Interessanterweise liess sie sich dann auch einbauen und in Betrieb nehmen - einwandfrei funktioniert hat sie allerdings erst nachdem ich die "AGP Aperture Size" auf 64MB reduziert habe.
Es scheint irgendwie, dass es zumindestens bei meinem Motherboard ein Problem mit AGP-Karten ab der letzten Generation (also ab GeForce 6xxx und Radeon X300/700/800, die eigentlich schon für den PCIe-Bus entwickelt sind und über einen Brückenchip an den AGP angebunden werden). Meine Fragen sind jetzt: Bin ich ein Einzelfall? Ist mein Board ein solcher? Oder der Board-Chipsatz (K8N800)? Oder sind AGP-Karten ab der letzten Generation generell problematisch? Kann ich was tun, um evtl. bei steigendem Leistungshunger doch noch einmal auf eine AGP-Karte mit Nvidia-Chip einbauen zu können, oder muss ich darauf vertrauen, dass eine Karte mit X1xxx-Chip dann doch noch läuft? Oder muss ich dann mit einer (eigentlich noch nicht nötigen) Kernsanierung rechnen, die dann aber nicht nur Mainboard, sondern auch CPU und Speicher trifft (es sei denn ich finde ein Mainboard mit Sockel 754 und PCIe)?
Fragen über Fragen,
Andreas
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