Re: Wie PDF-Direktdruck bei Laserjet?



Dieter <dieter.riekert@xxxxxxxxxxx> wrote:
>
>>Einfach beim Drucken im Acrobat Reader den Drucker mit Postscriptreiber >>nutzen. Der Reader druckt dann automatisch RAW (Zu erkennen daran, dass >>die Postscript-Einstellungen bei den erweiterten Druckoptionen im >>Druckerdialog vom Reader aktiv werden).

Entweder verstehe ich etwas falsch oder mein Windows XP spinnt.
Bei mir wird immer aus der PDF- eine PS-Datei gemacht, genau genommen
wird um die PDF-Datei ein PS-Verpackung gemacht, damit man z.B.
das Papierfach wählen kann und weitere druckerspezifische Dinge.
Ein PDF ist ja geräteunabhängig.

Da hast Du natürlich recht. Wer die Fragen genauer liest, ist eindeutig im Vorteil ;)


Norbert Hahn <Norbert_Hahn@xxxxxxxxxxxxxx> wrote:

Aber sollte der PDF-Direktdruck nicht schneller sein?
Schneller als was?

Als mit PCL?
Aber Ihr merkt vielleicht gerade, daß ich von PS, PDF und PCL nur
ungenügend Bescheid weiß.
Irgendwo hatte ich einem Druckertest des P3005 gelesen, daß ein Druck
von PDF-Dateien als PDF-Direktdruck schneller war. Aber im Vergleich
zu was? Daran kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Vielleicht
finde ich noch den Test im Netz.

Schneller als PCL auf keinen Fall. Schneller als PostScript -
vielleicht. Es hängt stark davon ab, wie das PDF erzeugt wurde
und wie komplex es ist. Weiterhin hängt es davon ab, welche
PDF-Nachbearbeitung im Drucker möglich bzw. eingestellt ist.

Dann versuche ich mal diesen Test wieder zu finden.

Meine Testseite für solche "Härtetests" ist immer der Plan des ÖPNV
von Palma de Mallorca:
http://www.emtpalma.es/EMTPalma/docs/plano_lineas.pdf
Das ist fast eine DIN-A1-Seite!
Wie kannst Du die auf einem Laserdrucker als PDF drucken?
Mit der PostScript-Verpackung wird die Ausgabe 9,5 MB groß, wobei
ich im Adobe Reader keine Skalierung gewählt habe. Das wäre nämlich
die einzige Chance, das PDF roh zu übertragen, wenn das überhaupt
so möglich wäre, wie Adrian empfohlen hat.

Ah, dann war das vielleicht mein Gedankenfehler und eine "falsches"
Testdokument. Im Adobe Reader war natürlich als Standard eine
Skalierung eingestellt, so daß ich die ganze Seite drucken konnte.
Das dafür dann nicht "roh" übertragen wird war mir nicht bewußt.

[....]
In diesem Fall ist die Ausgabe bei PostScript langsamer, weil im
Drucker skaliert oder abgeschnitten werden muss. Wenn Du PCL erzeugst,
macht Dein Rechner diese Arbeit und entlastet den Drucker.

OK, Danke. Dann war das ein Verständnisproblem meinerseits.

Grüße, Adrian

Die Geschwindigkeit hängt wohl von vielen Faktoren ab.
z.B: PDF Format (eingebettete Fonts), Druckerhardware (Postscriptverarbeitung), Netzwerk (Groesse RAW bzw. Spool-Datei),
Druckprogramm (Foxit, Acrobat), ...

Es scheint mir von Vorteil, falls der Acrobat Reader zum Drucken verwendet wird, einen Postscripttreiber zu verwenden. Foxit nutzt die Postscriptumwandlung von PDF nicht, deshalb ist hier wahrscheinlich egal (Wer weiss, ob das überhaupt von Vorteil ist. Die Qualität ist aber wahrscheinlich besser).

In Bezug auf das Drucken von Acrobat Reader auf PCL-Drucker habe ich zufällig vor Kurzem einige Daten gesammelt. Es ist äußerst kurios, was da vorgeht.
Ein Beispiel: (Druck eines 21 seitigen Worddokuments mit Bildern und hauptsächlich Systemfonts auf HP Color 8550 PCL bzw PS-Treiber, Windows Treiber)
Druck von Word:
SPL: 2.2MB, RAW: 1.4MB

PDF erzeugt mit Amyuni ohne eingebettete Fonts (Speed-optimiert), mit Acrobat Reader.
SPL: 8.6MB, RAW: 2.2 MB (Fonts werden hier nicht gerastert)

PDF mit Amyuni, Fonts eingebettet (PDF/A), Acrobat Reader.
SPL: 22.8MB, RAW: 21.9MB (das ist kein Schreibfehler!)

Letztes PDF auf gleichen Drucker mit Postscripttreiber (HP Color 8550)
SPL und RAW: 1.4 MB, die PDF war 436 k

Foxit auf PCL: SPL:40MB, RAW: 23.5MB

Die Ursache für die grossen Dateien ist, dass die PDF-Druckprogramme teilweise unnötig eingebettete Fonts beim Drucken rastern und nicht direkt verwenden. Das geschieht bei den Daten mit eingebetteten TrueType-Fonts.
(Herzlichen Glückwunsch an Terminalserver Clients, die über eine dünnere Leitung verbunden sind, ...)

Gruss

Dieter
.



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