Re: eigentliches Problem?



Louis Noser wrote:
Hallo

Ralf Koenig schrieb:
...
Stell die beiden Dateien mal ins Netz und poste den URL.

Also, hier sind die beiden wav-Dateien sowie der Wellenform-Vergleich als pdf:
(zum Selbstaufgesprochenen ist zu sagen, dass ich das Mikro so nah wie möglich an den Mund gehalten habe, aber so weit weg wie nötig, dass der bei der Aussprache entstehende Luftdruck im Ergebnis möglichst nicht hörbar ist)

www.webspace-kostenlos.com/audioproblem/AnsageFritz-Beilage.wav
www.webspace-kostenlos.com/audioproblem/Ansageselbstaufgesprochen.wav
www.webspace-kostenlos.com/audioproblem/Wellenform-VergleichzweierAnsagen.pdf


Der Wellenform-Vergleich sagt, wenn ich nicht irre, dass die Eingangspegel beider Dateien stark unterschiedlich waren.

Sagen wir mal so: Der Durchschnittspegel ist stark unterschiedlich.

AnsageFritz-Beilage.wav: normal laut

Ansageselbstaufgesprochen.wav: im Durchschnitt viel zu leise
Die Aufnahme ist generell grausam. Die lauten Plopp-Geräusche bei Explosivlauten wie K und T erzeugen kurzzeitig hohe Ausschläge, deshalb hat auch das Normalisieren danach kaum Erfolg, weil diese Spitzen so hoch sind. -> Also du bist beim Sprechen deutlich zu nah am Mikro dran.

Man kann sich auch aus einem Nylonstrumpf und einem Drahtkleiderbügel einen Plopp-Schutz bauen. So muss das am Ende ungefähr aussehen:
http://images4.thomann.de/pics/prod/141195.jpg

Den Plopp-Schutz machst du ungefähr 3-5 cm vor das Mikro, dein Mund sollte beim Sprechen weitere 10-20cm vom Plopp-Schutz weg sein. Und dann experimentierst du ein bisschen mit deiner Sprechlautstärke und dem Mikrofon-Aufnahme-Pegel (Aufnahme) bis du ungefähr so ein "Wellenbild" erreichst, wie bei der Demo-Ansage. Gleichmäßig dicke Wellenbäuche, keine Spitzen nach oben oder unten, die Wellen dürfen auch nicht an die Ränder anschlagen. Wichtig ist vor allem, dass die Plopp-Laute wegkommen, dann kann man die Aufnahme auch gut normalisieren.

Also entweder mache ich bei den Einstellungen was falsch (Mikrofon-Laufstärkeregler ist jedoch auf maximal),

Kennst du den Unterschied zwischen "Mikrofon-Laufstärkeregler" (Wiedergabe) und "Mikrofon-Laufstärkeregler" (Aufnahme)?
Im Windows-Mixer: Optionen - Eigenschaften - Wiedergabe/Aufnahme. Das sind zwei unterschiedliche Mixerpanels!

oder der Chipsatz meiner Soundkarte verhindert ordentliche Aufnahmen.
Soll ich eine neue Soundkarte kaufen? Worauf muss ich beim Mikro-Eingang achten (technische Eigenschaften)?

Probier erstmal die Tipps von oben.

Also man sieht einem Mikro-Eingang nicht an, wie (elektrisch) empfindlich er ist, das heißt in dem Zusammenhang: Bei welcher Eingangsspannung welcher Digitalwert rauskommt. Sowas steht typischerweise bei solchen Consumer-Produkten auch nicht in den Angaben, die ein Verkäufer/Händler/Hersteller macht.

Du kannst eine gebrauchte Soundkarte mit einem Crystal-Chip nehmen (gibt's z.B. von Hercules, Terratec, TurtleBeach), oder eine günstige Karte von Creative (z.B. Audigy SE Bulk für etwa 20 EUR). Bloß nicht wieder C-Media.

Ich habe aber das Gefühl, dir ist nicht wirklich wohl dabei, die Soundkarte in deinem Rechner auszutauschen.

Dann würde ich an deiner Stelle zu einem USB-Mikrofon greifen. Die verbergen die meisten technischen Details in ihrem Innern und sollten einfach funktionieren.

Je nachdem, wofür du das Mikro noch brauchst, kommen entweder ein:

a) USB-Headset oder
b) ein USB-Mikrofon, z.B.
THE T.BONE SC440 USB, 59 EUR
SAMSON Q1U, 49 EUR
in Frage.

Beide (a und b) funktionieren bei der *Aufnahme* unabhängig von deiner Soundkarte.

Ralf
.



Relevant Pages

  • Re: eigentliches Problem?
    ... Routing sieht bei deiner Soundkarte im Prinzip genau so aus. ... Es ist also kein wirklicher Aufnahme-*Mixer*, da man nur *genau einen* Eingang zur Aufnahme auswählen kann. ... Der Mikrofonregler im Wiedergabe-Mixer-Panel steuert also, wie laut der Ton vom Mikrofoneingang sofort wieder am Ausgang der Soundkarte wiedergegeben wird. ...
    (de.comp.audio)
  • Re: klassische Gitarre auf einfachste Art und Weise aufnehmen
    ... Aber der Klang ist noch immer miserabler als mit Soundkarte. ... Also bei a) komme ich auf 30, bei c) auf 59 EUR, bei b) ab 73 EUR, ... hab es daheim dann voller Vorfreude angeschlossen und eine Aufnahme ... Mini PC Mikrofon, es war viel leiser und hat viel mehr gerauscht. ...
    (de.comp.audio)
  • Re: eigenes =?ISO-8859-1?Q?H=F6rspiel_aufnehmen=3F?=
    ... Reicht da nicht ein Mikro und ne ensprechende Soundkarte. ... Ein Mischpult spart dir z.B. auch das Umstecken, wenn du mehrere Signale wechselseitig zuführen willst (z.B. ein externes Tape-Deck oder einen ... Und wenn jemand ein Stück Musik mit der Gitarre und Gesang einspielen will, ist es einfacher für Gitarre und Gesang je ein Mikro zu nehmen, am Mischpult auszusteuern und dann das zusammen aufzunehmen. ...
    (de.comp.audio)
  • Re: Maximale =?ISO-8859-15?Q?L=E4nge_Cinch-Kabel=3F?=
    ... Brenne ich diese auf CD und spiele ich diese auf meinem Disc-Man ab, so hat die Aufnahme keinerlei Dropouts. ... Logisch, die Signale werden ja schon abgefangen, bevor die Soundkarte sie jemals sieht. ... Zusätzlich können sowohl schlechte Treiber als auch schlechte Hardware als auch schlechte Software oder ungeschickte Installationen die Echtzeitfunktionen beeinträchtigen. ... die Installation einer Software, die mit AV-Anwendungen gar nichts zu tun hat, kann den PC für solchen Anwendungen ungeeignet machen. ...
    (de.comp.audio)
  • Re: Klangqualität einfacher Mixer
    ... Quellen -> Soundkarte und gleichzeitig von der SK zu den Aktivboxen. ... Ein einfacher Quellenumschalter ist für die Aufnahme mit Sicherheit ...
    (de.rec.musik.hifi)